Liebe Clubkinofreunde,


willkommen zurück! Seit 12. Juni haben wir wieder geöffnet, natürlich mit den notwendigen Corona-Hygienemaßnahmen. Wir haben unser bequemen Sessel mit genügend Abstand im Saal verteilt, so dass alle gut sitzen und sehen können. Ab Juli eröffnen wir auch unseren Kleinen Saal wieder – allerdings bei halbierter Anzahl der Sitzplätze. Wir empfehlen eine Reservierung. Auch private Familienvorführungen sind möglich. Zum Besuch bitte eine Atemschutzmaske mitbringen und aufsetzen, diese kann im Saal dann abgesetzt werden. Natürlich bitten wir, Besucher mit Atemwegserkrankungen zu Hause zu bleiben.


Bleiben Sie gesund!

Das Team vom Clubkino


Woche vom 25.06.2020 bis 01.07.2020


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Do 25.6. - So 28.6. 18.30 Uhr Großer Saal
Mo 29.6. - Mi 1.7. 20.30 Uhr Großer Saal
Narziss und Goldmund
D 2019 Regie: Stefan Ruzowitzky
118 Minuten
Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky verfilmt die romantische Erzählung von Hermann Hesses über die Freundschaft zwischen einem Künstler und einem Mönch. - Am Ende ihres Lebens treffen der Mönch Narziss und der getriebene Künstler Goldmund noch einmal im Kloster Mariabronn aufeinander. Vor einer Ewigkeit haben die beiden hier zusammen studiert. Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein: Narziss hat sein Leben dem asketischen Dasein eines Gelehrten verschrieben, Goldmund ist in die Welt gezogen und hat zahllose Abenteuer erlebt, geliebt, sich verbraucht und Meisterwerke geschaffen. Seine Suche nach künstlerischer Vollkommenheit schickt ihn immer wieder auf die Reise und in die Arme neuer Frauen.

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Mo 29.6. - Mi 1.7. 18.30 Uhr Großer Saal
Die Känguru-Chroniken
D 2019 Regie: Dani Levy
90 Minuten
Verfilmung der aberwitzigen Alltagsgeschichten des Kleinkünstlers Marc-Uwe Kling, der in seiner Kreuzberger WG mit einem kommunistischen Känguru zusammenlebt. Eines Tages steht es einfach vor seiner Tür, das sprechende Känguru (gesprochen von Marc-Uwe Kling), und fragt nach ein paar Eiern. Es will Eierkuchen machen. Der Berliner Kleinkünstler Marc-Uwe ist ziemlich verwirrt. Doch ein paar Eier hat er ja noch. Nur wenig später klingelt das Känguru wieder. Es fehlen ihm Milch, Mehl, Öl, achja und Salz und eine Pfanne und natürlich der Herd. Und ehe Marc-Uwe sich versieht, wohnt das Känguruh bei ihm.

Woche vom 02.07.2020 bis 08.07.2020


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Do 2.7. - So 5.7. 18.00 Uhr Großer Saal
Lindenberg - Mach dein Ding
D 2019 Regie: Hermine Huntgeburth
135 Minuten
Auch lange vor seinem großen Bühnendurchbruch 1973 in Hamburg, seinen 4,4 Millionen verkauften Tonträgern und erfolgreichen Songs wie „Mädchen aus Ost-Berlin“, „Andrea Doria“, erlebte der Rockmusiker Udo Lindenberg aus der westfälischen Provinz, der Mann mit den langen Haaren und dem Hut, schon so manches Abenteuer. Lindenberg, eigentlich chancenlos und so manchen Rückschlag gewohnt, trommelte als Jazz-Schlagzeuger in Bands, hatte einen höchtsgefährlichen Auftritt in einer US-amerikanischen Militärbasis mitten in der libyschen Wu?ste und glaubte immer daran, es bis nach ganz oben zu schaffen. Mit seinen Markenzeichen und seiner unvergleichlichen Art zog er ganz einfach sein Ding durch. - Darsteller: Jan Bülow, Detlef Buck, Max von der Groeben

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Do 2.7. - So 5.7. 21.00 Uhr Großer Saal
Once Upon A Time... In Hollywood
USA 2019 Regie: Quentin Tarantino
159 Minuten Do in OmdtU
Mit Spannung und gewisser Sorge wurde in der Filmwelt die Nachricht aufgenommen, dass Quentin Tarantino sich in seinem neunten Film „Once Upon A Time...In Hollywood“ mit dem Jahr 1969, vor allem aber den Manson-Morden beschäftigen würde. Umso größer dann die Überraschung, dass er in Cannes einen Film vorstellte, der erstaunlich zurückgenommen, ja geradezu sensibel eine Zeit beschwört, in der das Kino und die amerikanische Gesellschaft vor einschneidenden Umbrüchen stand. Darsteller: Brad Pitt, Leonardo DiCaprio, Margot Robbie, Dakota Fanning, Al Pacino, Margaret Qualley, Tim Roth, Kurt Russell, Damian Lewis ( Do in OmdtU )

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Mo 6.7. - Mi 8.7. 18.30 Uhr Großer Saal
The Peanut Butter Falcon
USA 2019 Regie: Tyler Nilson, Michael Schwartz
97 Minuten Tipp
So putzig verwunderlich der Titel, so bezaubernd und bewegend gerät diese amüsante Feelgood-Geschichte um Freundschaft, um Träume und weshalb man nicht zum Arzt sollte, wenn man Visionen hat - sondern bisweilen besser zu einem abgehalfterten Wrestling-Star! Nur mit einer großen Unterhose bekleidet begibt sich der 22-jährige Zak eines Nachts auf die Flucht. Zufällig trifft er auf den lokalen Outlaw Tyler, die zwei gehen gemeinsam ein Stück des Weges. Normal sind beide nicht. Der eine ist Mensch mit Down- Syndrom. Den anderen werfen alte Schuldgefühle aus der Bahn. Außenseiter haben im Kino traditionell das Zeug zu Publikumslieblingen und Oscar- Aspiranten. So auch hier! An solchen Buddys und ihren Abenteuern hätte gewiss auch Mark Twain seine Freude gehabt. Darsteller: Shia LaBeouf, Zack Gottsagen, Dakota Johnson

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Mo 6.7. - Mi 8.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Die schönste Zeit unseres Lebens
Frankreich 2019 Regie: Nicolas Bedos
110 Minuten Tipp
Mit seinem zweiten Film „Die schönste Zeit unseres Lebens“ gelingt es Regisseur Bedos, die viele originelle Ideen als flott-unterhaltsame Romanze mitsamt inszenierter Zeitreise umzusetzen. - Victor ist in seinem Leben gerade unglücklich - da hat er nur einen Wunsch: er will wieder 25 sein und den Tag in den 70ern erneut erleben, an dem er seine Frau kennengelernt hat. Er probiert prompt eine neue Geschäftsidee aus und lässt sich mittels Schauspielern und Kulissen genau dahin zurückversetzen. Doch es wird gefährlich, als die perfekte Illusion mit der Darstellerin Margot einfach zu schön wird, um sie wieder loszulassen. ... mit Daniel Auteuil, Fanny Ardant

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Mo 6.7. - Mi 8.7. 20.45 Uhr Großer Saal
Bohemian Rhapsody
USA 2018 Regie; Brian Singer
134 Minuten
Im Jahr 1970 gründen Freddie Mercury (Rami Malek) und seine Bandmitglieder Brian May (Gwilym Lee), Roger Taylor (Ben Hardy) und John Deacon (Joseph Mazello) die Band Queen. Schnell feiern die vier Männer erste Erfolge und produzieren bald Hit um Hit, doch hinter der Fassade der Band sieht es weit weniger gut aus: Freddie Mercury, der mit bürgerlichem Namen Farrokh Bulsara heißt und aus dem heutigen Tansania stammt, kämpft mit seiner inneren Zerrissenheit und versucht, sich mit seiner Homosexualität zu arrangieren. Schließlich verlässt Mercury Queen um eine Solokarriere zu starten, doch muss schon bald erkennen, dass er ohne seine Mitstreiter aufgeschmissen ist. Obwohl er mittlerweile an AIDS erkrankt ist, gelingt es ihm, seine Bandmitglieder noch einmal zusammenzutrommeln und beim Live Aid einen der legendärsten Auftritte der Musikgeschichte hinzulegen.

Woche vom 09.07.2020 bis 15.07.2020


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Do 9.7. - Sa 11.7. 18.30 Uhr Großer Saal
Undine
D 2020 Regie: Christian Petzold
92 Minuten
Drei Filme lang begab sich Chritian Petzold in die deutsche Vergangenheit, nun kehrt er mit seinem neuen Film „Undine“ in die Gegenwart zurück. Hier im Berlin des 20. Jahrhunderts erzählt er eine Geschichte zwischen Mythologie und Realität, verwebt märchenhafte Motive mit einem skeptischen Blick auf eine Stadt, der ihre Geschichte eingeschrieben ist. So wie dem von Paula Beer und Franz Rogowski gespielten Liebespaar. - Silberner Bär – Berlinale 2020

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Do 9.7. - So 12.7. 20.45 Uhr Großer Saal
Die Känguru-Chroniken - Reloaded
D 2019 Regie: Dani Levy
92 Minuten
Verfilmung der aberwitzigen Alltagsgeschichten des Kleinkünstlers Marc-Uwe Kling, der in seiner Kreuzberger WG mit einem kommunistischen Känguru zusammenlebt. Eines Tages steht es einfach vor seiner Tür, das sprechende Känguru (gesprochen von Marc-Uwe Kling), und fragt nach ein paar Eiern. Es will Eierkuchen machen. Der Berliner Kleinkünstler Marc-Uwe ist ziemlich verwirrt. Doch ein paar Eier hat er ja noch. Nur wenig später klingelt das Känguru wieder. Es fehlen ihm Milch, Mehl, Öl, achja und Salz und eine Pfanne und natürlich der Herd. Und ehe Marc-Uwe sich versieht, wohnt das Känguruh bei ihm. Jetzt mit einer winzig kleinen Szene extra!

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So 12.7. 18.00 Uhr Großer Saal
Russland von oben
D 2019 Regie: Freddie Röckenhaus & Petra Höfer
120 Minuten
Russland gehört fraglos zu den drei, vier Ländern, mit denen Deutschland durch historische Gründe besonders verbunden ist. Über kaum ein Land gehen die Ansichten in den Medien so auseinander, von Verklärung bis Verdammung reicht die Bandbreite. Grund genug also, einen etwas anderen Blick auf Russland zu werfen, keine tiefschürfende Analyse zwar, kein Blick in die politische Realität des zeitgenössischen Russlands, kein Versuch, die russische Seele zu ergründen, dafür ein Blick auf die enorme Vielfalt der russischen Landschaft.

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Mo 13.7. - Mi 15.7. 18.30 Uhr Großer Saal
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
D / Schweiz 2019 Regie: Caroline Link
119 Minuten
Mit der eindrucksvollen Adaption des autobiografischen Jugendromans und Weltbestsellers von Judith Kerr gelingt Oscar-Preisträgerin Carolin Link erneut großes Erzählkino. Einfühlsam zeichnet Deutschlands erfolgreichste Regisseurin ein realistisches Bild vom Leben jüdischer Flüchtlinge im Exil. Ihr Talent, kraftvolle melodramatische und poetische Sequenzen zu entwickeln, ohne dabei in Sentimentalität oder gar Kitsch abzugleiten, ist einmalig. Unterstützt von einer brillanten Schauspielerriege, angefangen von der Newcomerin Riva Krymalowski über Oliver Masucci bis hin zu Ursula Werner, entsteht eine dichte, warmherzige Inszenierung. Zudem prägt sich die atmosphärisch sehr überzeugende Bilderwelt ihrer exzellenten Kamerafrau Bella Halben ein.

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Mo 13.7. - Mi 15.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Nur die Füße tun mir leid
D 2019 Regie: Gabi Röhrl
90 Minuten
Am Fuße der Pyrenäen beginnt die Reise von Gabi Röhrl. Wie für viele andere Wanderer auch, beginnt ihr Weg in St. Jean Pied de Port, einem kleinen südfranzösischen Städtchen. Von dort aus geht es nach Spanien. Im Norden des Landes schlängelt sich eine 800 Kilometer lange Strecke Richtung Westen bis nach Santiago de Compostela entlang, der sogenannte „Französische Weg“. Das, worauf viele Pilger hinfiebern, ist der „Jakobsweg“. Seit über 1000 Jahren wandern die Menschen bis zur spanischen Stadt, um dort in der Kathedrale das Grab des Apostel Jakobus zu besuchen. Doch viel wichtiger als das Ziel ist bekanntlich der Weg dorthin. Die Filmemacherin Gabi Röhrl hat ihre Wanderung in diesem unterhaltsamen Dokumentarfilm festgehalten.

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Mo 13.7. - Mi 15.7. 21.00 Uhr Großer Saal
100 Dinge
D 2018 Regie: Florian David Fitz
111 Minuten Wunschfilm
Witz koordiniert mit Tiefgang. Dafür steht Florian David Fitz. Erneut gelingt dem Münchner Schauspieler und Drehbuchautor mit seiner dritten Regiearbeit gekonntes Unterhaltungskino. Die Situationskomik seiner Buddykomödie funktioniert. Und mit witzig, schnoddrigen Dialogen manövrieren sich die derzeit beliebtesten Schauspiel-Beaus Deutschlands Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz durch absurde Szenen. Die Erkenntnis, dass uns Dinge nicht glücklich machen und wir weniger Sachen brauchen, als wir haben, ist dabei der Angelpunkt ihres Abenteuers. Inspiriert vom Dokumentarfilm des jungen finnischen Filmemacher Petri Luukkainen „My Stuff“ kann die Komödie durchaus nachweihnachtliches Nachdenken über Konsumgesellschaft und Überfluss auslösen. - weitere Darsteller: Miriam Stein, Hannelore Elsner, Maria Furtwängler, Katharina Thalbach, Wolfgang Stumph

Woche vom 16.07.2020 bis 22.07.2020


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Fr 17.7. - So 19.7. 16.00 Uhr Großer Saal
Der Junge und die Wildgänse
Frankreich, Norwegen 2019 Regie: Nicolas Vanier
113 Minuten Kinderkino ohne Altersbeschränkung
Thomas ist alles andere als begeistert, als ihm seine Mutter mitteilt, dass er seine Ferien bei seinem Vater in der Provence verbringen soll. Viel lieber würde er in seinem Zimmer hocken und Computerspiele spielen, statt bei seinem naturverbundenen Vater in der Einöde zu sitzen und sich von ihm täglich in die Natur schleppen zu lassen. Doch dann stellt Thomas fest, dass sein Vater in diesem Sommer ein spannendes Projekt verfolgt: Er hilft verwaisten Junggänsen, den Weg von Norwegen nach Frankreich zu finden. Plötzlich findet Thomas es gar nicht mehr so blöd, an der frischen Luft zu sein und den Tieren zu helfen…

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Do 16.7. - Di 21.7. 18.30 Uhr Großer Saal
Die schönsten Jahre eines Lebens
Frankreich 2019 Regie: Claude Lelouch
90 Minuten
Der mit zwei Oscars ausgezeichnete Kult-Klassiker der Nouvelle Vague „Ein Mann und eine Frau“ gilt als die schönste Kino-Liebesgeschichte. Nach über fünfzig Jahren wagt sich Altmeister Claude Lelouch an ein zweites Sequel seines melancholischen Liebesfilms mit dichter Atmosphäre. Vor der Kamera versammelt er mit der französischen Kinolegende Jean-Louis Trintignant und der irisierenden Anouk Aimée dieselben Hauptdarsteller wie damals und geht der Frage nach, warum die Liebe nicht hielt. Vor allem wenn Lelouch auf sein Original zurückgreift, erlebt der Zuschauer welche besondere, knisternde Chemie zwischen dem Paar auf der Leinwand herrschte. Nicht nur für eingefleischte Lelouch-Fans und Kinonostalgiker ein berührender Film und Anlass sich diesem Stück Kinogeschichte erneut zu nähern.

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Do 16.7. - Mi 22.7. 20.45 Uhr Großer Saal
Guns Akimbo
Neuseeland 2019 Regie: Jason Lei Howden
97 Minuten
Nicht oft, aber doch hin und wieder taucht ein Film fast wie aus dem Nichts auf und gestaltet sich als mächtiger Action-Bolide, der dem Rausch der Geschwindigkeit erliegt. „Crank“ mit Jason Statham war ein solcher Film, „Guns Akimbo“ mit Daniel Radcliffe ist es auch. Radcliffe ist ein Loser, der im Internet den großen Mann markiert und dafür zur Zielscheibe wird, da man ihn zwingt, im Todesspiel Skizm mitzumachen – mit zwei Pistolen, die fest an seinen Händen verschraubt sind. Das klingt irrwitzig, ist es auch – und dabei zugleich ausgesprochen stylisch. Darsteller: Daniel Radcliffe, Samara Weaving, Grant Bowler, Rhys Darby

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Mi 22.7. 18.00 Uhr Großer Saal
Marianne & Leonard: Words of Love
USA 2019 Regie: Nick Broomfield
102 Minuten
Wegen großer Nachfrage nochmals im Programm. - Ein Porträt des legendären Leonard Cohen, aber noch mehr eine Ode an die 60er Jahre. Während die zweite Figur des Titels - Cohens zeitweilige Geliebte und Muse Marianne Ihlen - eher eine Randfigur bleibt. Das mag man bedauern oder sich an den stimmungsvollen Archivaufnahmen erfreuen - und der unsterblichen Musik Cohens. - „Now so long, Marianne“ singt Leonard Cohen in einem seiner schönsten Lieder, das er 1967 schrieb. Damals steckte der 1934 geborene Kanadier mitten in einer Affäre mit der Norwegerin Marianne Ihlen, die auf der griechischen Insel Hydra begann, auf der sich eine kleine Kolonie von Künstlern und Freidenkern zusammengefunden hatte, die unter der gleißenden Sonne und mit Hilfe von Alkohol, Tabak, Speed und LSD, das Leben und vor allem die freie Liebe genossen.

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Mo 20.7. - Mi 22.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Gundermann
D 2018 Regie: Andreas Dresen
128 Minuten Deutscher Filmpreis 2019
Bei Andreas Dresen ist man immer „mittendrin statt nur dabei“. Im Falle von „Gundermann“ erleben wir hautnah und ungekünstelt, was es bedeutet, seine Vergangenheit zu verdrängen und was passiert, wenn sie uns über Umwege doch heimsucht. Im Mittelpunkt der Erzählung: Alexander Scheer als Liedermacher und Ex-Stasi-Spitzel Gerhard Gundermann. - Gerhard „Gundi“ Gundermann ahnt noch nicht, dass er später einmal einer der prägendsten Künstler der Nachwendezeit sein wird. Als er in den Achtzigerjahren mit seinen Musikern durch die Clubs tourt, ist das Geldverdienen mit seiner Musik noch nicht einmal sein Hauptanliegen. Stattdessen möchte er seine einfühlsamen, oft auf echten Erlebnissen beruhenden Texte mit der Welt teilen. - Darsteller: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl, Milan Peschel, Bjarne Mädel - Deutscher Filmpreis 2019

Woche vom 23.07.2020 bis 29.07.2020


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Do 23.7. - So 26.7. 18.30 Uhr Großer Saal
Mo 27.7. - Mi 29.7. 21.00 Uhr Großer Saal
Harriet - Der Weg in die Freiheit
USA 2019 Regie: Kasi Lemmons
125 Minuten
Es hat lange gedauert, bis ein Film sich der Geschichte von Harriet Tubman annahm, die zur Mitte des 19. Jahrhunderts der Sklaverei entkam, sich vehement für die Abolitionisten-Bewegung einsetzte und persönlich Sklaven aus dem Süden in die Freiheit gebracht hat. Das ist eine große, eine starke, eine emotionale Geschichte. Punkten kann der Film auch mit einer großen Darstellung. - Harriet (Cynthia Erivo) ist als Sklavin geboren worden und aufgewachsen. Sie ist mit einem freien Mann verheiratet, aber dann entscheidet ihr Herr, dass er sie tiefer in den Süden verkaufen will, wo Sklaverei ein noch weit härteres Schicksal ist. Sie entscheidet sich darum zur Flucht. Entgegen aller Erwartungen gelingt ihr diese auch. Sie findet in Philadelphia Anschluss bei anderen, setzt sich für die Bewegung der Abolitionisten ein, die die Sklaverei verdammen, und wird selbst aktiv, um sowohl Mitglieder ihrer Familie, als auch andere Sklaven aus dem Süden zu befreien.

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Do 23.7. - So 26.7. 21.00 Uhr Großer Saal
Mo 27.7. - Mi 29.7. 18.30 Uhr Großer Saal
Edison - Ein Leben voller Licht
USA 2017 Regie: Alfonso Gomez-Rejon
108 Minuten
Welch starke Story: Der Erfinder Edison kämpft gegen den Industriellen Westinghouse um die Vorherrschaft im Stromsystem. Und dann mischt sich noch der geheimnisumwobene Genie-Kauz Nikola Tesla ein. - Wer den Strom hat, hat die Macht. Das wissen anno 1880 auch der eigenbrötlerische Erfinder Thomas Edison (Benedict Cumberbatch) und der finanzkräftige Industrielle George Westinghouse (Michael Shannon). Während der Unternehmer traditionell auf Gas als Energiequelle zur Lichterzeugung setzt, nutzt Edison erstmals Gleichstrom und verblüfft die Welt mit seiner elektrischen Beleuchtung der nächtlichen Straßen von New York. Westinghouse lässt die Schmach nicht lange auf sich sitzen, mit Hilfe des kauzigen Genies Nikola Tesla (Nicholas Hoult) entwickelt er die Elektrifizierung mit Wechselstrom. Der „Stromkrieg“ ist eröffnet, die Medien steigen ein und Gerichte müssen Urteile fällen. Immerhin geht es darum, wer den höchst profitablen Industriestandard einer ganzen Nation setzt.

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Mo 27.7. - Mi 29.7. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Pavarotti
Großbritannien, USA 2019 Regie: Ron Howard
114 Minuten
Mit seiner einzigartigen Stimme begeisterte Luciano Pavarotti Millionen. Wie kein Zweiter brachte der legendäre italienische Tenor aus Modena den Menschen die Magie der Oper nahe. Regisseur und Oscar-Gewinner Ron Howard setzt dem charismatischen Künstler ein großartiges, filmisches Denkmal, das nicht nur Opernfans begeistern wird. Ganz im Sinne des Maestros, der nicht umsonst den Spitznamen „Tenor des Volkes“ trug, zeigt sein feinfühliges Porträt, dass er die Grenzen der klassischen Musik und Gesangskunst sprengte. Das beweisen nicht zuletzt die mitreißenden Aufnahmen der „drei Tenöre“ und die emotionalen Konzertausschnitte mit Pop-Künstlern wie Bono. Aber auch den großzügigen Menschen hinter dem gefeierten Weltstar macht die einmalige Doku sichtbar. - Darsteller: Luciano Pavarotti, Bono, Lang Lang, Plácido Domingo, Zubin Mehta, José Carreras, Prinzessin Diana u.v.m.

Woche vom 30.07.2020 bis 05.08.2020


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Do 30.7. - So 2.8. 18.30 Uhr Großer Saal
Marie Curie – Elemente des Lebens
Großbritannien / Ungarn 2020 Regie: Marjane Satrapi
119 Minuten
Es ist ein ungewöhnliches Projekt, das Marjane Satrapi mit „Marie Curie – Elemente eines Lebens“ aufbietet. Einerseits ist es ein echtes Leben, das sie porträtiert, andererseits die Umsetzung einer experimentellen Graphic Novel. Herausgekommen ist ein interessanter Film mit großartigen Darstellern. - „Radium ist ein außergewöhnliches und merkwürdiges Element. Es verhält sich nicht so, wie man es erwartet“, sagt Marie Curie zu ihren Studenten. Sie spricht dabei nicht nur über das von ihrem Mann Pierre und ihr entdecktes Element, sie spricht auch über sich selbst. Denn außergewöhnlich ist sie auch. Eine Frau, die für die Wissenschaft lebt und sich zum Ende des 19. Jahrhunderts zahlreichen Widerständen gegenübersieht, aber niemals aufgibt. Darsteller: Rosamund Pike, Sam Riley, Anya Taylor-Joy, Aneurin Barnard

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Do 30.7. - So 2.8. 21.00 Uhr Großer Saal
Suicide Tourist
Dänemark 2020 Regie: Jonas Alexander Arnby
90 Minuten
Max will sterben. Der dänische Versicherungsvertreter hat einen unheilbaren Gehirntumor, und als er eines Tages bei der Aufklärung eines Versicherungsfalles auf das mysteriöse „Hotel Aurora“ stößt, in der Lebensmüde beim Sterben begleitet werden, bucht er dort ein Zimmer. Im Wellness-Hotel des Todes kommen ihm dann Zweifel, aber aus dem Aurora kehrt niemand zurück. Ein eleganter, verstörender Genremix auf der Grenze zwischen Drama und Horror. - Darsteller: Nikolaj Coster-Waldau, Tuva Novotny, Kate Ashfield