Woche vom 01.12.2022 bis 07.12.2022


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Fr 2.12. - So 4.12. 15.45 Uhr Großer Saal
Die Schule der magischen Tiere 2
D 2022 Regie: Sven Unterwaldt
100 Minuten Kinderkino ohne Altersbeschränkung
Der erste Teil war im letzten Jahr der erfolgreichste deutsche Kinofilm – der zweite Teil war da schon abgedreht. Nur knapp ein Jahr später kommt er in die Kinos, und ihm gelingt das Kunststück, sogar etwas besser als der Vorgänger zu sein. Weil er klarer in seiner Erzählweise ist und die magischen Tiere zwar immer noch prominent einsetzt, nun ab den kindlichen Figuren mehr Entfaltungsspielraum lässt. Diesmal inszeniert die Klasse ein Musical zu Ehren des 250. Gründungstags der Schule.Darsteller: Nadja Uhl, Milan Peschel, Justus von Dohnányi

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Do 1.12. - So 4.12. 18.00 Uhr Großer Saal
Der Gesang der Flusskrebse
USA 2022 Regie: Olivia Newman
125 Minuten
Der Roman „Der Gesang der Flusskrebse” war ein weltweites Bestseller-Phänomen, der Millionen Menschen in den Bann zog. Im Mittelpunkt steht das alleinlebende Sumpfmädchen Kya, das sich im Marschland North Carolinas selbst großzieht und von dem lebt, was die Natur hergibt. Die gleichnamige Verfilmung erweist sich als toll bebilderter, kraftvoll gespielter Mix aus Romanze, Natur-Drama, Thriller und Gerichtsfilm. - Kya lebt isoliert und auf sich allein gestellt im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Als zwei junge Männer Jahre später auf die zu einer Schönheit herangewachsenen „Wilden“ aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. - Darsteller: Daisy Edgar-Jones, Taylor John Smith

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Do 1.12. - So 4.12. 20.45 Uhr Großer Saal
Rheingold
D 2022 Regie: Fatih Akin
140 Minuten
Manche Geschichten fühlen sich wie Märchen an. Nicht, weil sie es sind, sondern weil sie einfach so erzählt werden. Bei Autor und Regisseur Fatih Akin erwartet man eigentlich nichts Märchenhaftes. Seine Filme sind in der Regel grimmig in ihrer authentischen Milieuzeichnung. Bei der Lebensgeschichte von Giwar Hajabi - XATAR gerät er aber ins märchenhafte Schwärmen, und tut auch gar nicht so, als wäre es anders. Immerhin zeigt er gar das Rheingold selbst – und die darum herumschwimmenden Sirenen. - Es ist schon echt wild, was Giwar Hajabi so passiert ist. All das hat der erfolgreiche Rapper in einer Autobiographie zusammengefasst, die die Basis für Fatih Akins Film liefert.

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Do 1.12. - So 4.12. 19.30 Uhr Kleiner Saal
König hört auf
D 2022 Regie: Tilman König
82 Minuten mit Gast
Er engagiert sich seit Jahrzehnten wie nur wenige gegen Rechtsradikale, setzt sich für die Integration von Flüchtlingen ein und ist für sein aufbrausendes Wesen genauso bekannt wie für seinen langen, grauen Bart: der Jenaer Pfarrer und Sozialarbeiter Lothar König. In seinem filmischen Porträt nähert sich sein Sohn Tilmann dem ambivalenten, außergewöhnlichen Charakter eines Mannes, der selber Diskriminierung und körperliche Gewalt erfuhr. Ein unaufgeregtes, kritisches Personen-Porträt über einen schrulligen, unbequemen Menschen. - Der Regisseur Tilman König ist am Fr 2.12. zu Gast zur Vorstellung.

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Mo 5.12. - Mi 7.12. 18.00 Uhr Großer Saal
1000 Zeilen
D 2022 Regie: Michael Bully Herbig
93 Minuten Tipp
Starreporter Lars Bogenius (Jonas Nay) ist ein angesehener Journalist und weiß, wie er seine Leser und Kritiker mit emotionalen Reportagen begeistert. Gefühlvoll, realistisch und bewegend. Sein Verlagshaus ist dem außergewöhnlichen Journalisten dankbar, denn die Zahlen des Blattes sinken und werden unter anderem durch Bogenius' Reportagen aufgefangen. Alles klingt zu gut, um wahr zu sein - findet zumindest der freie Journalist Juan Romero (Elyas M'Barek), der sich den Ungereimtheiten annimmt und tiefer hinter die Recherchen und Reportagen von Bogenius blickt. Ein gefährlicher Plan, der mit zahlreichen Widerständen aufwartet. Doch was er entdeckt, entpuppt sich als der größte Journalismus-Skandal Deutschlands. - Basiert auf dem Buch „Tausend Zeilen Lüge“ von Juan Moreno, in dem er die Machenschaften des Spiegel-Reporters Claas Relotius aufdeckte.

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Mo 5.12. - Mi 7.12. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Igor Levit: No Fear!
D 2022 Regie: Regina Schilling
118 Minuten Wunschfilm DOK
Die Doku zeigt den deutschen Pianisten, der seine Musik mit Leib und Seele lebt und zugleich als politischer Aktivist tätigt ist. Der 32-jährige Igor Levit hat ein besonderes Verhältnis zur klassischen Musik. Sein vergleichsweise junges Alter wird zur Nebensache, wenn der Pianist sich ans Klavier setzt, denn dann entstehen unter seinen Fingern musikalische Erzählungen über Liebe und Trauer, Sieg und Niederlage.

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Mo 5.12. - Mi 7.12. 20.15 Uhr Großer Saal
Pinocchio
Mexico, Frankreich, USA 2022 Regie: Guillermo Del Torro
114 Minuten OmdtU
Die Neuinterpretation von Oscarpreisträger Guillermo Del Toro versetzt die Handlung ins faschistische Italien der 1930er-Jahre und richtet sich als düsteres Märchen eher an Erwachsene. Animiert wird die Geschichte im aufwendigen und wunderschönen Stop-Motion-Verfahren. Guillermo Del Toro erfüllt sich mit der Neuinterpretation des „Pinocchio“-Märchens einen echten Herzenswunsch. Schon seit dem Beginn seiner Karriere träumt der Regisseur davon, das Märchen zu verfilmen.

Woche vom 08.12.2022 bis 14.12.2022


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Fr 9.12. - So 11.12. 16.00 Uhr Großer Saal
Lyle – Mein Freund das Krokodil
USA 2022 Regie: Will Speck
106 Minuten Kinderkino ab 6 Jahren
Familie Primm zieht nach New York und besonders hart trifft das den jungen Josh, der sich nur schwer an alles gewöhnen kann und kaum Anschluss in der Schule findet. Das ändert sich als er eines Tages Lyle kennenlernt. Lyle ist ein Krokodil, das auf dem Dachboden des neuen Hauses wohnt. Doch es ist kein gewöhnliches Tier, denn es kann singen und spielt Klavier. Er ist ein glückliches Reptil, bis eines Tages der eigensinnige Nachbar Mr. Grumps auf ihn aufmerksam wird und darauf besteht, dass Lyle in den Zoo gehört. Denn er und seine Katze Loretta mögen Krokodile gar nicht.

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8.12. 17.00 Uhr Großer Saal
Was vom Tage übrigblieb
USA 1993 Regie: James Ivory
134 Minuten
Psychoanalyse trifft Film: Eine Veranstaltung des SWK Chemnitz e.V.. -Nach dem Tod des Besitzers eines herrschaftlichen englischen Landsitzes findet eine Art Ausverkaufsversteigerung statt, die ein neuer amerikanischer Besitzer für sich entscheidet. Unter der Leitung des alteingesessenen Buttlers James Stevens (Anthony Hopkins) wird über die Neuaufstellung des Hausteams nachgedacht. In der Arbeitsweise von James wird seine Angst vor Freiheit sichtbar. Für Lebendigkeit und Begehren gibt es keinen Platz, er passt sich an die überkommenden herrschaftsorientierten Rollenvorstellungen an. Parallelen dazu gibt es in der neuen Lust am Autoritären und der intellektuellen Selbstzensur, im Sinne der Aufgabe eines freien Denkens. - Wir laden Sie herzlich zur anschließenden Diskussion mit dem Psychoanalytiker Dr. Arndt Ludwig, Zwickau ein. Eintritt: 10,-, erm 7,-€

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Fr 9.12. - So 11.12. 18.15 Uhr Großer Saal
Mo 12.12. - Mi 14.12. 18.00 Uhr Großer Saal
Mrs. Harris und ein Kleid von Dior
GB / Frankreich 2021 Regie: Anthony Fabian
116 Minuten
Ada Harris ist verwitwet und hält sich im London der 50er-Jahre mit einem Job als Haushaltshilfe über Wasser. Große Sprünge kann sie also nicht machen. Eines Tages fällt ihr eine außergewöhnliche Robe von Christian Dior auf und es scheint, als hätte sich Ada in das Kleidungsstück verliebt. Sie beschließt, dass sie unbedingt auch so ein Kleid besitzen muss, koste es, was es wolle. Das bedeutet: sie wird alles dafür tun, um sich diesen Traum zu erfüllen und nach Paris reisen zu können. In der französischen Hauptstadt angekommen muss sie allerdings feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, in die heiligen Hallen von Dior Zutritt zu bekommen ... Eine in der Hauptrolle großartig gespielte und im besten Sinne altmodische Dramödie mit einer märchenhaften Story, die von der Erfüllung eines Traums erzählt. Mit Lesley Manville und Isabelle Huppert

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Do 8.12. - So 11.12. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Meine Stunden mit Leo
GB 2022 Regie: Sophie Hyde
97 Minuten
Ein famos vergnügliches, umwerfend komisches und zugleich nachdenkliches Lehrstück in Sachen Frauenpower präsentiert die zweifache Oscar-Preisträgerin Emma Thomson in diesem Kammerstück über Sex, Lügen und Einsamkeit. Das Liebesleben der pensionierten Lehrerin fiel bislang denkbar bescheiden aus. Das will die Witwe nun nachholen mit Hilfe des titelgebenden Gigolos Leo Grande. Der attraktive Sexarbeiter erweist sich als redegewandter Frauenversteher. Seinem Charme erliegt die Pädagogin – und ebenso das Publikum. Der junge Ire Daryl McCormack und die erfahrene Emma Thompson liefern sich geschliffene Dialog-Duelle vom Feinsten sowie hübsch ausgespielte Situationskomik.

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Do 8.12. - So 11.12. 20.45 Uhr Großer Saal
In einem Land, das es nicht mehr gibt
D 2022 Regie: Aelrun Goette
101 Minuten
Glanz und Elend eines untergehenden Systems: Der ungewöhnliche Blick zurück – nicht im Zorn, sondern mit trotziger Melancholie – zeigt die Undergroundszene der DDR kurz vor der Wende, als so vieles in Bewegung war und alles möglich schien. Er zeigt aber auch eine noch immer aktive Repressionsmaschinerie. Aelrun Goettes lang erwarteter neuer Spielfilm fängt perfekt den Zeitgeist ein. In der Geschichte von Suzie, die vom angepassten Mädchen zur Rebellin wird, verknüpft sie ihre eigene Autobiographie mit historischen Aspekten und mit dem Lifestyle der End-Achtziger-Jahre. Darsteller: Marlene Burow, David Schütter, Sabin Tambrea, Jördis Triebel

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Mo 12.12. - Mi 14.12. 20.30 Uhr Großer Saal
Der Nachname
D 2021 Regie: Sönke Wortmann
91 Minuten Tipp
Die ursprüngliche Komödie um einen Familienzwist, der sich am Vornamen Adolf für ein erwartetes Baby entzündet, stammte aus Frankreich und fand schließlich auch den Weg nach Deutschland. Toppbesetzt ging „Der Vorname“ im Jahr 2018 an den Start und war so erfolgreich, dass es jetzt sogar eine Fortsetzung gibt. Folgerichtig: „Der Nachname“. Aber der ist hier nur der Aufhänger für ganz andere Streitigkeiten, die erneut pointiert dargeboten werden. - Darsteller: Iris Berben, Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters, Justus von Dohnányi

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Mo 12.12. - Mi 14.12. 17.30 Uhr Kleiner Saal
Schocken – Ein deutsches Leben
Israel 2021 Regie: Noemi Schory
82 Minuten
Unternehmer, Intellektueller, Büchermensch, Verleger, Mäzen, Ästhet – in ihrem Film spürt Noemi Schory dem Leben und Werk einer der visionärsten und kulturell engagiertesten Unternehmer-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts nach. Exklusive Archivaufnahmen illustrieren eine historische Reise von Zwickau über Chemnitz, Crimmitschau und Berlin bis nach Jerusalem; Zeitzeugen und Schocken-Kenner berichten über die Bedeutung des großen Unternehmers für die jüdische Kulturgeschichte. Ein vielschichtiger Porträtfilm, der eine Brücke von frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart schlägt. Für Chemnitzer ein „Pflichtfilm“!

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Mo 12.12. - Mi 14.12. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Der Passfälscher
D, Luxemburg 2022 Regie: Maggie Peren
116 Minuten
Die Verfilmung des autobiografischen Berichts von Cioma Schönhaus, der als junger Mann während des 2. Weltkrieges Ausweisunterlagen fälschte und so vielen Menschen das Leben rettete. Das Ergebnis ist eine extrem spannende, überraschend leichte Schelmengeschichte mit herausragenden jungen Darstellern. - 1942 mitten in Berlin: Cioma Schönhaus ist gerade 20 und lebt allein in einer riesigen Wohnung. Seine Eltern und seine Großmutter wurden als Juden deportiert. Als er das Angebot bekommt, aufgrund seiner Kenntnisse des grafischen Gewerbes einen Pass zu fälschen, ist Cioma gern bereit dazu, zumal ihm dafür Lebensmittelkarten in Aussicht gestellt werden, denn er hat immer Hunger. Er fordert das Schicksal heraus.

Woche vom 15.12.2022 bis 21.12.2022


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Fr 16.12. - So 18.12. 16.00 Uhr Großer Saal
Ein Weihnachtsfest für Teddy
Norwegen 2022 Regie: Andrea Eckerbom
71 Minuten Kinderkino ab 6 Jahren
Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und Teddy spürt ganz deutlich, dass heute etwas Besonderes passieren wird. Der putzige Bär, der auf dem obersten Regal einer Losbude sitzt, will die Welt entdecken. Doch dafür braucht das Kuscheltier einen Besitzer. Heimlich manipuliert Teddy das Glücksrad, damit ihn ein Mann mit viel Geld gewinnt. Doch statt die Welt zu sehen, findet er sich kurz darauf in einem dunklen Schuppen wieder. Dort erfährt er was im Leben wirklich wichtig ist: Freundschaft und Familie. Und dieses Weihnachtsfest könnte noch das schönste aller Zeiten werden.

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Do 15.12. - Mi 21.12. 18.00 Uhr Großer Saal
Einfach mal was Schönes
D 2022 Regie: Karoline Herfurth
116 Minuten
Mit ihrer vierten Regiearbeit begibt sich Karoline Herfurth wieder ins Sujet der Romcom, wie aber schon bei ihren bisherigen Arbeiten lädt sie das Ganze auch mit dramatischen und bisweilen tragischen Elementen auf. Sie spielt eine Frau, die auf die 40 zugeht, keinen Freund hat, aber ein Kind möchte. Darum denkt sie über künstliche Befruchtung nach, als sie mit Ole endlich einen richtig guten Mann kennen lernt. Aber der ist erst 28 Jahre alt. - Darsteller: Karoline Herfurth, Nora Tschirner, Milena Tscharntke

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Do 15.12. - So 18.12. 20.45 Uhr Großer Saal
Mo 19.12. - Di 20.12. 20.30 Uhr Großer Saal
The Menu
USA 2022 Regie: Mark Mylod
108 Minuten Do in OmdtU
Auf der kleinen Insel Hawthorne findet sich eine Gruppe gutbetuchter Menschen ein, um das neue Menü von Slowik ( Ralph Fiennes) zu kosten. „Nicht essen, sondern schmecken!“, gemahnt der Star-Koch seine Gäste, unter denen sich Margot und ihr Freund Tyler befinden. Doch schon bald stellt das Paar fest, dass die Speisekarte einige Überraschungen enthält, mit denen sie nicht gerechnet haben. Margot muss bald erkennen, dass sich hinter dem Dinner ein gewiefter Plan verbirgt. Die Speisekarte sieht nämlich nicht vor, dass irgendjemand das Restaurant lebendig wieder verlässt… Was dort auf sie wartet, inszeniert der Serien-Spezialist Mark Mylod ( „Game of Thrones“ ) in seinem ersten Kinofilm als abgründiges Vexierspiel. Unter der offensichtlichen Gesellschaftskritik lauern gleich mehrere doppelte Böden, die auf Konfrontationskurs mit unserem Sehverhalten gehen. !Do in OmdtU!

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Do 15.12. - So 18.12. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Mehr denn je
Frankreich/ D 2021 Regie: Emily Atef
123 Minuten
Nach ihrem vielfach ausgezeichneten „3 Tage in Quiberon“ zieht es die französisch-deutsche Regisseurin Emily Atef für ihren neuen Film nach Frankreich, wo sie das Drama „Mehr denn je“ inszenierte, das in Cannes gezeigt wurde. Vor allem Vicky Krieps ragt in der Hauptrolle als kranke Frau heraus, an ihrer Seite ist der unlängst ums Leben gekommene Gaspard Ulliel in seiner letzten Rolle zu sehen. - Verstehen, was wirklich in seiner Frau vorgeht, kann Gaspard nicht, so sehr er sich auch bemüht. Trotz der großen Liebe zwischen dem Paar ist sie allein, weiß, dass sie bald sterben wird, dass das Schicksal unaufhaltsam sind. Ihre Freunde versuchen eine Normalität vorzutäuschen, die längst nicht mehr existiert, die Hélène zunehmend weniger erträgt.

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Mo 19.12. - Mi 21.12. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Grump
Finnland / D 2022 Regie: Mika Kaurismäki
109 Minuten
Grump ist Anfang 70 und eigentlich dauerhaft schlecht gelaunt. Seine Frau ist gestorben und seine Söhne finden nur selten Zeit, ihn zu besuchen. Eigentlich hat er keine Lust mehr auf sein Leben, doch die Schwangerschaft seiner Enkelin weckt seine Lebensgeister. In Deutschland macht er sich nun auf die Suche nach einem 72er Ford Escort, denn seinen alten hat er zu Schrott gefahren, weshalb sein Arzt ihm auch den Führerschein entziehen wollte. Und wo er gerade schon in Deutschland ist, trifft er sich in Hamburg noch mit seinem Bruder Tarmo, der eines Tages sang- und klanglos verschwunden ist. Ein emotionaler Roadtrip nimmt seinen Anfang ...

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Mi 21.12. 21.00 Uhr Großer Saal
Die Kurzfilmnacht zum Kurzfilmtag!
80 Minuten
Im Rahmen des europaweiten Kurzfilmtages präsentieren wir 5 Kurzfilmproduktionen der Genres Drama, Thriller und Sozialkomödie von Filmemacherinnen und Filmemachern aus Chemnitz und dem Erzgebirge. Mit dabei sind unter anderem Benjamin Agsten, Jonas Erler, Claudia Tyet Scheffel und Olaf Held. Freuen Sie sich auf eine spannende Kurzfilmnacht.

Woche vom 22.12.2022 bis 28.12.2022


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Do 22.12. - Fr 23.12. 16.00 Uhr Großer Saal
Pettersson & Findus: Das schönste Weihnachten überhaupt
D 2016 Regie: Ali Samadi Ahadi
85 Minuten Kinderkino ohne Altersbeschränkung
Petterson und sein Kater Findus erleben viele neue Abenteuer mit ihren Freunden. Diesmal steht der Heiligabend kurz bevor. Eigentlich ein Grund zur Freude. Doch zwei Tage vor dem großen Fest werden Petterson und Finuds eingeschneit – und das ohne Weihnachtsbaum und Geschenke. Findus befürchtet schon, dass Weihnachten ausfallen könnte. Doch Petterson hat eine Idee. Zusammen gehen sie in den Wald, um eine hübsche Tanne zu fällen.

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Do 22.12. - Fr 23.12. + Mo 26.12. 18.00 Uhr Großer Saal
Ennio Morricone – Der Maestro
Italien 2022 Regie: Giuseppe Tornatore
163 Minuten Tipp
Dokumentation über einen der beliebtesten und produktivsten Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts. Nicht nur Ennio Morricone meldet sich hier noch einmal zu Wort, sondern auch Künstler wie Bernardo Bertolucci, Barry Levinson, Roland Joffe, Oliver Stone, Quentin Tarantino, Bruce Springsteen und Hans Zimmer. Für viele ist Morricone auch wegen seiner Schaffensbreite nicht nur der bedeutendste Filmmusiker aller Zeiten, sondern auf einer Stufe mit Mozart, Beethoven und Bach anzusiedeln. Ein Geschenk für alle Fans des 2020 verstorbenen Maestros.

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Do 22.12. - Fr 23.12. 21.15 Uhr Großer Saal
Nightmare before Christmas
USA 1993 Regie: Tim Burton
77 Minuten Weihnachtskult!
Wie jedes Jahr - seit nun schon 29 Jahren - der schönste Film zum Thema Weihnachtsmann!- Ein aufwendiger Puppentrickfilm, der weniger auf ein beschauliches Weihnachtsfest setzt, sondern eher die Geister beschwört. Denn die Geister des Halloween bringen die Vorbereitungen zum Fest gehörig durcheinander. Dieses Weihnachtsmärchen lädt ein zum Gruseln und zum Lachen.

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Do 22.12. - Fr 23.12. + Mo 26.12. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Wir können auch anders
D 1993 Regie: Detlev Buck
90 Minuten Kultfilm
Weil der Film einfach Spaß macht mal wieder im Programm.-Die Geschichte zweier Brüder aus West-Deutschland auf dem Weg den Osten zu erobern. Dort ist eine Erbschaft anzutreten,allerdings nicht ohne Überraschungen und erstaunliche Leute. Eine der gelungenen deutschen Komödien mit Joachim Krol,Sophie Reus und vor allem Horst Krause in den Hauptrollen.

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Mo 26.12. - Mi 28.12. 16.00 Uhr Großer Saal
Die Mucklas und wie sie zu Petterson und Findus kamen
D / Luxemburg 2022 Regie: Ali Samadi Ahadi, Markus Dietrich
81 Minuten Kinderkino ohne Altersbeschränkung
Sie sind so etwas wie die heimlichen Stars der Geschichten von Pettersson und Findus: Die Mucklas, die in und um das Haus herum wohnen und ihren eigenen Dingen nachgehen. Sie tauchten in den Realfilmen immer wieder auf und erfreuten mit vorder- und hintergründigen Gags. Nun gibt es einen Film, der sie ganz in den Mittelpunkt rückt und die Vorgeschichte der Mucklas darstellt. Eben darüber, wie sie zu Pettersson und Findus gekommen sind. Darsteller: Uwe Ochsenknecht, Christine Urspruch, Stefan Kurt

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Di 27.12. - Mi 28.12. 18.00 Uhr Großer Saal
Der Nachname
D 2021 Regie: Sönke Wortmann
91 Minuten Tipp
Die ursprüngliche Komödie um einen Familienzwist, der sich am Vornamen Adolf für ein erwartetes Baby entzündet, stammte aus Frankreich und fand schließlich auch den Weg nach Deutschland. Toppbesetzt ging „Der Vorname“ im Jahr 2018 an den Start und war so erfolgreich, dass es jetzt sogar eine Fortsetzung gibt. Folgerichtig: „Der Nachname“. Aber der ist hier nur der Aufhänger für ganz andere Streitigkeiten, die erneut pointiert dargeboten werden. - Darsteller: Iris Berben, Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters, Justus von Dohnányi

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Di 27.12. - Mi 28.12. 19.30 Uhr Kleiner Saal
EO
Polen / Italien 2022 Regie: Jerzy Skolimowski
85 Minuten Der besondere Film
Die Welt ist ein geheimnisvoller Ort, wenn man sie mit den Augen eines Tieres betrachtet. Balthazar ist ein grauer Esel mit melancholischen Augen und begegnet auf seinem Lebensweg guten und schlechten Menschen, erlebt Freude und Schmerz, erträgt das Glücksrad, das sein Glück in Unglück und seine Verzweiflung in unerwartete Glückseligkeit verwandelt. Doch nicht einmal für einen Moment verliert er seine Unschuld. - Der legendäre polnische Regisseur Jerzy Skolimowski („Deep End“) beschreibt das Schicksal des Tieres in losen, meist kaum zusammenhängenden Episoden, experimentellen Bild- und Ton-Collagen, die den Film zu einem der ungewöhnlichsten des Jahres machen. In einer kurzen Rolle: Isabelle Huppert

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Di 27.12. - Mi 28.12. 20.15 Uhr Großer Saal
See how they run
USA 2022 Regie: Tom George
95 Minuten
Filme nach Agatha Christie wie „See How They Run“ gibt es viel zu selten. Solche, die ein gewisses, altmodisches Flair haben. Deren Figuren Seele haben, die im Umgang miteinander einfach spritzig sind. Ja, bei denen man miträtseln kann, wer der Killer ist. Hier geht es um einen Mord, der nach einem Theaterstück stattfindet. Die Ermittlung führen ein altgedienter Polizist und eine Anfängerin, die gerne zu vorschnellen Schlüssen kommt. Das ist amüsant, zum Schmunzeln, und einfach grandios gespielt. Darsteller: Sam Rockwell, Saoirse Ronan, Adrien Brody

Woche vom 29.12.2022 bis 04.01.2023


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Do 29.12. - Fr 30.12. + So 1.1.23 16.00 Uhr Großer Saal
Hui Buh und das Hexenschloß
D 2022 Regie: Sebastian Niemann
88 Minuten Kinderkino ab 6 Jahren
Auch wenn Hui Buh (Michael Bully Herbig) mittlerweile 500 Jahre auf dem Buckel hat, ist er nach wie vor kein Gespenst, das anderen einen gehörigen Schrecken einjagt. Gemeinsam macht sich das Schlossgespenst Hui Buh gemeinsam mit seinem Freund Julius (Christoph Maria Herbst) auf den Weg in den sagenumwobenen Hexenwald um ein wertvolles Hexenbuch zu beschützen. Ein Abenteuer, bei dem eine Frage ganz deutlich wird: Wer hat hier eigentlich vor wem Angst?

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Do 29.12. - Fr 30.12. + So 1.1.23 18.15 Uhr Großer Saal
Was man von hier aus sehen kann
D 2022 Regie: Aron Lehmann
103 Minuten
Basierend auf den gleichnamigen Roman von Mariana Leky, der im Juli 2017 erschien. - Selma (Corinna Harfouch) wohnt schon immer im Westerwald, doch eines unterscheidet sie von den anderen Leuten im Ort: Sie kann den Tod voraussehen. Jedes Mal, wenn Selma im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Dabei ist jedoch nicht vorauszusehen, wen es treffen wird. Demzufolge befürchten die Einwohner des Ortes für die nächsten Stunden das Schlimmste, wagen aber auch mal etwas, gestehen ihre Geheimnisse oder verschwinden auf einmal. Weitere Darsteller: Karl Markovics, Luna Wedler, Rosalie Thomass

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Do 29.12. - Fr 30.12. 20.30 Uhr Großer Saal
Triangle of Sadness
Schweden/Frankreich/D 2022 Regie: Ruben Östlund
147 Minuten Tipp
Nachdem er 2017 für „The Square“ in Cannes ausgezeichnet wurde, war es nun „Triangle of Sadness“, eine Art-Reichen-Satire, für die der Schwede Ruben Östlund mit der goldenen Palme prämiert wurde. - Viele reiche, weiße Menschen auf einer Luxusjacht, die den Service der oft dunkelhäutigen Besatzung genießen. Waffenbauer sind an Bord, dazu eine deutsche Frau (Iris Berben), die im Rollstuhl sitzt und nur einen Satz sagt: „In den Wolken.“ Der Kapitän des Schiffs (Woody Harrelson) ist Marxist, verachtet seine Gäste und trinkt wie ein Loch, selbst als ein Unwetter die Mägen der Gäste umdreht und zu einer kollektiven Kotzorgie führt. Etwas später überfallen Piraten das Schiff, die Überlebenden landen auf einer einsamen Insel, wo sich herausstellt, dass es ausgerechnet die philippinische Putzfrau ist, die als einzige zur Selbstversorgung in der Not fähig ist, in Umkehr der sozialen Verhältnisse, die noch an Bord herrschten.

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Do 29.12. - Fr 30.12. + So 1.1.23 19.30 Uhr Kleiner Saal
Hallelujah: Leonard Cohen, A Journey, A Song
USA 2022 Regie: Daniel Geller, Dayna Goldfine
118 Minuten
Leonard Cohens wohl bekanntester Song „Hallelujah“ hat eine lange Entstehungsgeschichte hinter sich. Der Komponist saß fünf Jahre lang an dem Lied und schrieb dafür mindestens 150 Verse - erst dann war er mit seinem Magnus Opus zufrieden. „Hallelujah“ ging seinen ganz eigenen Weg und wurde mithilfe von Coverversionen von Bob Dylan, John Cale oder Jeff Buckley zur Nummer eins auf den Billboard Charts. Bis heute ist das Lied ein Dauerbrenner und darf in keiner Castingshow fehlen und wird gerne als Hochzeitssong oder bei Trauerfeiern verwendet. Die Regisseure Dan Geller und Dayna Goldfine haben mittels unveröffentlichten Archiv- und Interviewmaterials ein umfangreiches Porträt von Leonard Cohen gezeichnet.

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So 1.1.23 20.30 Uhr Großer Saal
Moonage Daydream
USA 2022 Regie: Brett Morgen
140 Minuten Tipp
Der ultimative David-Bowie-Trip. Ziggy Stardust, Thin White Duke, Major Tom. Das sind nur einige der Personas, die David Robert Jones, besser bekannt als David Bowie, im Laufe seiner Karriere verkörperte. 2016 starb der Künstler mit nur 69 Jahren und hinterließ ein enormes Archiv, die Rede ist von bis zu fünf Millionen (!) Dokumenten aller Art. Der Dokumentarfilmer Brett Morgen hat sich nun durch diese schiere Datenmasse gekämpft und aus einem Teil des Materials den sensationell guten „Moonage Daydream“ geformt. Ein Dokumentarfilm, aber keine trockene Biographie, sondern eine expressive Kollage aus Bildern und Musik, Gedanken und Inspirationen, in der fast nur David Bowie selbst zu Wort kommt. Wer vor dem Film noch kein Bowie-Fan ist, wird es spätestens nach den 140 Minuten garantiert sein.