Woche vom 30.05. bis 05.06.2024


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Fr 31.5. - So 2.6. 16.00 Uhr Großer Saal
Max und die wilde 7 – Die Geisteroma
D 2024 Regie: Winfried Oelsner
90 Minuten Kinderkino ohne Altersbeschränkung
Wer die „Wilde 7“ finden will, muss nur bis knapp unter fünf zählen können. Das Team der „Wilden 7“ hat nämlich nur vier Mitglieder: die drei sehr aufgeräumten Senioren, die an Tisch 7 der Seniorenresidenz „Burg Geroldseck“ speisen, plus Max, 10 Jahre alt, zukünftiger Fußballgott und Hobby-Detektiv. Im ersten Teil der auf einer erfolgreichen Buchreihe basierenden Filmserie brachte das Quartett einen Dieb zur Strecke, jetzt geht’s im urkomischen Kinder-Klamauk, der auch einige Pointen für Erwachsene bereithält, einer Geisteroma an den Nachthemd-Kragen.

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Do 30.5. - So 2.6. 18.15 Uhr Großer Saal
Mo 3.6. - Mi 5.6. 18.00 Uhr Großer Saal
It´s raining Men
Frankreich 2023 Regie: Caroline Vignal
98 Minuten
Hübsch frivole Komödie um die Pariserin Iris, eine Frau um die 50, die sich dank einer Dating App nicht mehr vor Liebhabern retten kann. Mit viel Spaß am Sex – und vollkommen ohne schlechtes Gewissen – wird Iris nicht nur zu einer äußerst gefragten Geliebten, sondern der fortgesetzte freudvolle Ehebruch bringt sie schließlich auch und nicht unbedingt überraschend, aber folgerichtig ihrem Mann wieder näher, mit dem sie schon seit Jahren nur noch das Bett, aber keine Lust mehr geteilt hat. - Besonders das einsatzfreudige, manchmal geradezu übermütige Spiel der tollen Hauptdarstellerin Laure Calamy macht den Film zum ebenso unterhaltsamen wie prickelnden Kinoerlebnis, das mit Witz und französischem Charme die Wiederentdeckung der Weiblichkeit feiert.

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Do 30.5. - So 2.6. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Amsel im Brombeerstrauch
Georgien / Schweiz 2024 Regie: Elene Naveriani
115 Minuten
Etero ist fast 50 und hat schon immer allerhöchsten Wert auf ihre Unabhängigkeit gelegt. Deshalb hat sie auch nie geheiratet. Unbeirrt führt sie einen eigenen Laden mitten im georgischen Nirgendwo und lässt sich auch von hämischen Kommentaren nicht unterkriegen. Doch dann verrückt ein Unfall ihre Perspektive auf das Leben. Für sie komplett ungewohnt verliebt sie sich. Doch kann eine Beziehung mit ihrem starken Unabhängigkeitsstreben vereinbar sein?

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Do 30.5. - So 2.6. 20.30 Uhr Großer Saal
Mo 3.6. - Mi 5.6. 20.15 Uhr Großer Saal
May December
USA 2023 Regie: Todd Haynes
117 Minuten
Gracie (Julianne Moore) und ihr Ehemann Joe (Charles Melton) bereiten sich auf den Highschool-Abschluss ihrer Zwillinge vor. Offenbar hat sich der Skandal um das Paar gelegt, der sich vor zwanzig Jahren ereignete, als Gracies Affäre mit Joe die Titelseiten der Boulevardpresse beherrschte – vor allem, weil Joe 23 Jahre jünger ist als sie. Kurz vor ihrem Abschluss kommt die berühmte und beliebte Hollywood-Schauspielerin Elizabeth Berry (Natalie Portman), um die Familie zu besuchen und einige Zeit mit ihnen zu verbringen, da ihr nächstes Projekt auf Gracies Leben basiert und sie die Vergangenheit und die Entscheidungen für ihre Rolle besser verstehen möchte. Ihre Ankunft beginnt das Paar zu erschüttern und zwingt sie dazu, sich mit den Realitäten des Lebens in einem leeren Nest und einem deutlichen Altersunterschied auseinandzusetzen.

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Mo 3.6. - Mi 5.6. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Vermeer – Reise ins Licht
Niederlande 2023 Regie: Suzanne Raes
80 Minuten DOK
Suzanne Raes befasst sich in ihrem Dokumentarfilm mit dem Leben und Werk des niederländischen Malers Johannes Vermeer, der mit seinen ikonischen Gemälden wie „Das Mädchen mit dem Perlenohrring" zu einem der bekanntesten Künstler seiner Zeit wurde. Durch neue Entdeckungen und das genaue Betrachten seiner Werke werden die Entscheidungen, die Vermeer in seinem Werk traf, sowie die Schritte in seinem Œuvre untersucht, um uns näher an den Maler heranzuführen.

Woche vom 06.06. bis 12.06.2024


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Do 6.6. - So 9.6. 18.30 Uhr Großer Saal
Golda – Israels eiserne Lady
USA/ GB 2023 Regie: Guy Nattiv
100 Minuten
Golda Meir 1898, in Kiew geborene Politikerin, die seit 1969 als Ministerpräsidentin agierte, als erste Frau in Israel und auch weltweit als eine der ersten Frauen in einer solch herausragenden Position .Lange vor dem 7. Oktober 2023 begann die Arbeit an „Golda“, was Guy Nattivs biographischen Filme über die legendäre israelische Ministerpräsidenten Golda Meir in eine seltsame Position bringt: Einerseits wirkt der oft hoffnungsvolle Ton, der auf einen friedlichen Ausgleich hofft, inzwischen besonders weltfremd, andererseits wirkt der Versuch, die Komplexität des Nahost Konflikts zu entwirren aktuell besonders notwendig – gerade in Deutschland. - Darsteller: Helen Mirren, Liev Schreiber

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Do 6.6. - So 9.6. 20.45 Uhr Großer Saal
Challengers - Rivalen
USA 2024 Regie: Luca Guadagnino
130 Minuten Do in OmdtU
Ein packendes Liebesdrama, ein sexy Sportfilm, eine spannende Thriller-Komödie der Irrungen und Wirrungen! All das und noch viel mehr bietet Luca Guadagnino („Call Me By Your Name“) in seinem neuen Meisterwerk. Die Hauptrolle spielt Zendaya, die zuletzt in „Dune – Part Two“ überzeugte. Hier ist sie eine Ex-Weltklasse-Tennisspielerin, die das Spiel an sich ziemlich gut verstanden hat: Es geht nämlich um Liebe, Lust und Leidenschaft. Zendaya ist bereits Teenie-Idol, Superstar und Stil-Ikone. Spätestens jetzt zeigt sie aber auch ihr exzellentes schauspielerisches Talent als Frau zwischen zwei Männern oder anders gesagt: als kluge Frau mit extrem manipulativen Fähigkeiten, die ganz genau weiß, was sie will und es knallhart durchzieht: Spiel, Satz und Sieg für Luca Guadagnino und seine stilistisch und visuell herausragende Dreiecks-Tennisgeschichte mit Techno-Begleitung. Do in OmdtU.

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Do 6.6. 18.00 Uhr Kleiner Saal
Psychoanalyse trifft Film »Toni Erdmann«
D 2016 Regie: Maren Ade
162 Minuten
Eine Veranstaltung des SWK Chemnitz. - Peter Simonischek als der immer zum Scherzen aufgelegte pensionierte Musiklehrer Winfried Conradi, Vertreter der 68er Generation und Sandra Hüller als eine emotional kühle ehrgeizige erfolgsverwöhnte Unternehmensberaterin. Beide übernehmen in diesem komödiantischen Familiendrama die Rollen des Vaters und der Tochter. Ein Film über eine verloren geglaubte Vater Tochter Beziehung. Außerdem zeigt er verschiedene gesellschaftliche Perspektiven einer Parallelwelt und das Unwesen narzisstischer Dominanz, Grobheit, Verlorenheit und Verführung. Ein kompakt abgerundeter Film mit schrägem Humor und voller Sehnsucht. - Zur anschließenden Filmdiskussion ist Chefarzt Dr. Ulrich Zönnchen, Annaberg unser Gast. Eintritt 10,- ,erm 7,-€

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Fr 7.6. - So 9.6. 19.15 Uhr Kleiner Saal
15 Jahre
D / Österreich 2023 Regie: Chris Kraus
143 Minuten Deutscher Filmpreis 2024
Es ist eine ungewöhnliche Fortsetzung, die Autor und Regisseur Chris Kraus mit „15 Jahre“ auffährt. Ein Film, der 17 Jahre nach „Vier Minuten“ spielt, in dem Hannah Herzsprung erstmals Jenny von Loeben war – eine damals junge Frau, die nicht gemordet hat, aber als Mörderin verurteilt wurde. In „15 Jahre“ ist sie nun wieder frei. Frei in einem Leben, das nicht mehr das ihre ist, und in dem sie mit dem Gedanken spielt, ihren Liebhaber aufzusuchen. Der Film ist eine emotionale Wucht! - Darsteller: Hannah Herzsprung, Hassan Akkouch, Albrecht Schuch

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Mo 10.6. - Mi 12.6. 18.00 Uhr Kleiner Saal
Morgen ist auch noch ein Tag
Italien 2023 Regie: Paola Cortellesi
118 Minuten
Ein Film mit bedauerlicher Aktualität seines Themas: Häusliche Gewalt gegen Frauen, besonders in der Ehe. Der große Kinoerfolg in Italien. - Italien, 1946. In einem ganz normalen Wohnblock in Rom lebt Delia ein allzu normales Eheleben: Ihr Mann Ivano geht zur Arbeit, Delia kümmert sich um den siechen Großvater und die drei Kinder, bessert zusätzlich das stets zu knappe Geld mit allerlei kleinen Jobs auf – und wird bei jeder Gelegenheit von ihrem Mann geschlagen. „Warum gehst du nicht?“ fragt Marcella einmal ihre Mutter, längst weiß die Tochter, was hinter der verschlossenen Tür des elterlichen Schlafzimmers vor sich geht. Aber Delia kann und will nicht einfach verschwinden und ihre Kinder bei Ivano zurücklassen, zu stark ist ihr Verantwortungsgefühl. So sind die Dinge eben, das wird ihr immer wieder deutlich gemacht, von Ivano sowieso, aber auch von der Gesellschaft und ihrem Großvater.

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Mo 10.6. - Mi 12.6. 18.30 Uhr Großer Saal
Sterben
D 2024 Regie: Matthias Glasner
180 Minuten Deutscher Filmpreis 2024
Ein Film über das große Ganze, über Geburt und Tod, über Familien, Eltern, Kinder, über Liebe und Sex und alles dazwischen. Hehre Ambitionen, die Matthias Glasner mit seinem neuen Film „Sterben“ anstrebt. Lissy Lunies (Corinna Harfouch) sitzt im wahrsten Sinne des Wortes in der Scheiße: Ihr Mann Gerd (Hans-Uwe Bauer) leidet an Parkinson, läuft schon mal nackt durchs Treppenhaus und wird bald in ein Pflegeheim abgeschoben. Was Lissy nicht allzu sehr zu bedrücken scheint, die Liebe ist längst verschwunden, darüber hinaus plagen sie eigene gesundheitliche Sorgen. - Das drei Stunde lange Epos überzeugt mit großer Kraft und schonungsloser Härte. Darsteller: Lars Eidinger, Corinna Harfouch, Lilith Stangenberg, Ronald Zehrfeld, Robert Gwisdek

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Mo 10.6. - Mi 12.6. 20.30 Uhr Kleiner Saal
Der Zopf
Frankreich / Kanada 2023 Regie: Laetitia Colombani
121 Minuten
Laetitia Colombani hat mit „Der Zopf“ ihren eigenen Roman aus dem Jahr 2017 verfilmt. Sie erzählt die Geschichte dreier Frauen – einer in Indien, einer in Italien, einer in Kanada –, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten, die aber etwas verbindet. Diese gibt es recht offensichtlich, wirkmächtiger ist jedoch das Gefühl einer geteilten menschlichen Erfahrung, die einfach jeden erfasst. - Darsteller: Kim Raver, Fotinì Peluso, Mia Maelzer

Woche vom 13.06. bis 19.06.2024


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Do 13.6. - So 16.6. 18.00 Uhr Großer Saal
One Life
GB 2023 Regie: James Hawes
110 Minuten Tipp
Sir Nicholas „Nicky" Winton, ein junger Londoner Makler, rettete in den Monaten vor dem Zweiten Weltkrieg 669 Kinder vor den Nazis. Nicky besuchte Prag im Dezember 1938 und fand dort Familien vor, die vor dem Aufstieg der Nazis in Deutschland und Österreich geflohen waren und unter verzweifelten Bedingungen lebten. 50 Jahre später, wir schreiben das Jahr 1988, wird Nicky (nun gespielt von Anthony Hopkins) vom Schicksal der Kinder verfolgt, die er nicht nach England in Sicherheit bringen konnte. Erst als er in der BBC-Fernsehshow „That's Life!" überraschend einige überlebende Kinder kennenlernt, die inzwischen erwachsen sind, beginnt er, sich mit seiner Schuld und seinem Kummer auseinanderzusetzen, die er fünf Jahrzehnte lang mit sich herumgetragen hat. Sehr berührender Film!!

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Do 13.6. - So 16.6. 20.30 Uhr Großer Saal
Back to Black
GB 2024 Regie: Sam Taylor-Johnson
122 Minuten
Amy Winehouse (Marisa Abela) ist in einer liebevollen, aber dysfunktionalen, jüdischen Familie im Londoner Viertel Southgate aufgewachsen. Der ganze Clan liebt klassischen Jazz, ein Sound, der die talentierte Sängerin und aufstrebende Songschreiberin ebenso inspiriert wie modernere Popmusik. Während ihre Karriere geradewegs durch die Decke geht, spricht Amy zunehmend Alkohol und Drogen zu – was der Qualität ihrer Songs und der Intensität ihrer einmaligen Stimme vorerst allerdings nicht zu schaden scheint und zudem ihrem Image als rebellischem Freigeist zuträglich ist. Doch schon bald stehen der unaufhaltsam weiter steigende Ruhm der Künstlerin, die damit verbundenen Verpflichtungen und der Druck der Öffentlichkeit ihrem Glück im Wege. - Der Filmtitel des Amy Winehouse-Biographie "Back to Black" spielt natürlich auf das gleichnamige zweite und letzte Studioalbum von 2006 an und ist mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren eines der meistverkauften Alben seit der Jahrtausendwende.

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Do 13.6. - So 16.6. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Andrea lässt sich scheiden
Österreich 2024 Regie: Josef Hader
93 Minuten 93
Er ist der Thermomix des Komischen. Josef Hader beherrscht dieses Genre so grandios wie kaum ein anderer im deutschsprachigen Raum. Seine hochkarätigen Kabarett-Programme sind mit allen wichtigen Preisen geadelt. Die Auftritte als Ermittler Brenner in vier Verfilmungen der bitterbösen Wolf Haas-Krimis haben Kult-Faktor. Nach seinem gelungenen Regiedebüt „Wilde Maus“ folgt nun der nächste Streich als Regisseur, Koautor und Hauptdarsteller. Ein Verkehrsunfall hat dramatische Folgen der lakonisch komischen Art. Famos schrullige Figuren. Situationskomik vom Feinsten. Pointenreiche Dialoge. Schuld und Sühne in Niederösterreich. Gut. Besser. Hader!

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Mo 17.6. - Mi 19.6. 18.00 Uhr Großer Saal
Maria Montessori
Frankreich / Italien 2023 Regie: Lea Todorov
101 Minuten
Ein ungewöhnliches Biopic über eine ungewöhnliche Frau. Die Ärztin, Wissenschaftlerin und Anthropologin Maria Montessori, Jahrgang 1870, war eine der ersten Frauen, die in Italien Medizin studieren durften. Anfang des 20. Jahrhunderts revolutionierte sie die Pädagogik mit ihren Methoden einer auf Zuneigung und Aufmerksamkeit statt auf Disziplin und Gewalt aufbauenden Erziehung. Unter dem italienischen Faschismus und im deutschen Nationalsozialismus waren ihre Methoden verboten. Heute ist die Montessori-Pädagogik weltweit bekannt und anerkannt. Deutlich weniger bekannt als ihre Erziehungskonzepte ist hingegen Maria Montessoris Privatleben.

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Mo 17.6. - Mi 19.6. 19.30 Uhr Kleiner Saal
In mir tanze ich – das Klezmer Projekt
Argentinien/Österreich 2023 Regie: Leandro Koch & Paloma Schachmann
110 Minuten Der besondere Film
Der frustrierte jüdische Hochzeitsfilmer Leandro interessiert sich nicht für die Religion seiner Familie. Als er sich bei der Arbeit in die Klezmer-Klarinettistin Paloma verliebt, erfindet er ein Dokumentarfilmprojekt, damit er Zeit mit ihr verbringen kann. Der Film schickt beide auf eine Reise quer durch Osteuropa auf der Suche nach verschollenen Klezmer-Melodien, die in der Obhut der Roma überdauert haben, weil diese vor dem Zweiten Weltkrieg Tür an Tür mit den Juden zusammen lebten.- Das semifiktionale Roadmovie von Paloma Schachmann und Leandro Koch ist alles andere als eine konventionelle Musikdokumentation. Auf den Spuren eines Kulturerbes, das zu verschwinden droht, führt es von Buenos Aires ins Dreiländereck Ukraine-Rumänien-Moldau.

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Mo 17.6. - Mi 19.6. 20.00 Uhr Großer Saal
The Zone of Interest
USA / GB / Polen 2023 Regie: Jonathan Glazer
105 Minuten Oscargewinner
Hedwig Höß (Sandra Hüller) heißt ihre Mutter willkommen. Es ist deren erster Besuch in der stuckverzierten Villa, in der Hedwig zusammen mit ihren Kindern und ihrem Mann Rudolf (Christian Friedel) lebt. Die Sonne scheint, der Garten ist gepflegt, die Kinder planschen im Wasser. Die Familie Höß scheint in einer Bilderbuchidylle zu leben. Nur abseits der Grundstücksmauern wird klar, dass hier – am Rande des Vernichtungslagers Auschwitz – die Hölle auf Erden und SS-Obersturmbannführer Rudolf Höß der Teufel persönlich ist… Basiert auf dem gleichnamigen Roman von Martin Amis. - Ja und es wird auch mal sehr abstrakt und experimentell – aber deshalb kein bisschen weniger durchschlagskräftig!

Woche vom 20.06. bis 26.06.2024


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Fr 21.6. - So 23.6. 16.00 Uhr Großer Saal
Imaginäre Freunde
USA 2023 Regie: John Krasinski
104 Minuten Kinderkino ohne Altersbeschränkung
Bea macht eine schwierige Phase durch und beginnt deshalb, die imaginären Freunde aus der Kindheit anderer Menschen zu sehen – darunter etwa der energiegeladene flauschige Gigant Blue, die immer alle umsorgende und aufmunternde Schmetterlingsdame Blossom mit einem Faible fürs Ballet und das genauso tanzbegeisterte Einhorn Eini. Doch längst nicht allen geht es gut. Manchen geht es schlecht, weil deren Menschenfreund mittlerweile erwachsen geworden sind und nichts mehr von ihnen wissen wollen.

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Do 20.6. - So 23.6. 18.30 Uhr Großer Saal
Es sind die kleinen Dinge
Frankreich 2023 Regie: Melanie Auffret
90 Minuten
Französischer Wohlfühlfilm über die kleinen Dinge, die das Leben am Ende ausmachen. - Lehrerin Alice hat nach dem Tod ihres Vaters seinen Posten als Bürgermeister des kleinen 400-Seelen-Dorfs übernommen. In dieser Doppelrolle ist sie mehr als gefordert, als plötzlich der 65-jährige Émile in ihre Klasse kommt, um lesen und schreiben zu lernen. Als dann auch noch die Schule vor dem Aus steht, müssen alle zusammenarbeiten, um Unmögliches möglich zu machen. - Der französische Publikumserfolg beschränkt sich zwar auf oberflächliche Weisheiten, ihm kommt aber zugute, dass er sich tatsächlich auf die kleinen Dinge konzentriert und auf große Gefühlsausbrüche verzichtet. Der durchgehend liebevoll erzählte und lustige Film findet ein Ende, das im Gegensatz zum Rest angenehm unkonventionell ausfällt.

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Do 20.6. - So 23.6. 20.30 Uhr Großer Saal
Bob Marley: One Love
USA 2023 Regie: Reinaldo Marcus Green
110 Minuten Do in OmdtU
Biopic über den jamaikanischen Reggae-Künstler Bob Marley (Kingsley Ben-Adir). Der Film zeigt nicht nur Rückblicke auf sein frühes Leben, sondern soll sich vor allem auf die Entstehung des Albums Exodus konzentrieren, das 1977 veröffentlicht wurde und das er als Teil von Bob Marley and the Wailers aufnahm. Dieses Album ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil es entstand, kurz nachdem der Musiker ein Attentat überlebt hat und aus seiner Heimat Jamaika nach England verbannt worden war. Do in OmdtU.

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Do 20.6. - So 23.6. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Von Vätern und Müttern
Dänemark 2022 Regie: Paprika Steen
97 Minuten
Auch in Dänemark kennt man übereifrige Eltern, dort heißen sie Helikopterforældre. Eine ganze Horde von ihnen – so muss man es nennen – stehen im Mittelpunkt von Paprika Steens Komödie, während die Kinder stets im Hintergrund bleiben. An einem Eltern-Kinder Wochenende eskaliert die Situation und zeigt, wer die eigentlichen Problemkinder sind. - Schon wieder soll Hannah die Schule wechseln. Nicht weil sie selbst Probleme hat, sich zu integrieren, sondern weil ihre Eltern es besonders gut meinen. Nun soll es eine Privatschule mit künstlerischem Ansatz sein, auf die Hannah gehen soll. Der Direktor ahnt zwar, was er sich da ins Boot holt, aber Hannah bekommt dennoch einen der begehrten Plätze – und die Eltern auch. Was bedeutet: An der Vorbereitung der jährlichen Hüttenfahrt mitzuwirken, sich in den Kreis der anderen Helikoptereltern einzufügen, die es sehr, sehr gut meinen.

Keine Vorstellungen
Mo 24.6. - Mi 26.6.
 

Woche vom 27.06. bis 03.07.2024


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Do 27.6. - So 30.6. 18.00 Uhr Großer Saal
1 Million Minuten
D 2023 Regie: Christopher Doll
124 Minuten
Ein kindlicher Wunsch wird zum Leitmotiv für eine ganze Familie: Das Paar Vera (Karoline Herfurth) und Wolf (Tom Schilling) lebt in Berlin zusammen mit ihren zwei Kindern ein vordergründig glückliches Leben. Der anstrengende Spagat zwischen Beruf, Karriere und Familie reibt das Paar zusehends auf. Als die kleine Tochter Nina mit einer Störung der Feinmotorik diagnostiziert wird, gerät das Lebensmodell der Familie ins Wanken. Der daraufhin von Nina geäußerte Wunsch nach einer Million Minuten, die sie gemeinsam nur mit schönen Dingen verbringen könnten, öffnet ihrem Vater Wolf die Augen. So begibt sich die Familie 694 Tage – eben eine Million Minuten – auf die Reise ihres Lebens. Dabei suchen sie nicht nur nach alternativen Lebensmodellen, sondern hinterfragen dabei auch angelernte Denkmuster, Traditionen und Normen.

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Do 27.6. - So 30.6. 19.30 Uhr Kleiner Saal
The End We Start From
GB 2023 Regie: Mahalia Belo
101 Minuten
In London regnet es ohne Unterlass. Häuser werden überschwemmt, die Straßen auch. Da bekommt eine Frau ihr Baby. Kurz nach der Geburt fährt sie mit ihrem Mann in die Berge, zu seiner Familie. Dorthin, wo es sicher ist. Aber der Regen hört nicht auf, die Zivilisation weist Bruchstellen auf, es kommt zu einem Tod in der Familie, und der Notwendigkeit, sich zu trennen. Die Mutter ist nun auf sich gestellt, und macht sich auf den Weg zurück nach London.

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Do 27.6. - So 30.6. 20.45 Uhr Großer Saal
King’s Land
Dänemark 2023 Regie: Nikolaj Arcel
127 Minuten
Die Kolonialisierung der jütländischen Heide. Auf den ersten Blick nicht unbedingt ein aufregendes Sujet, aus dem der dänische Regisseur Nikolaj Arcel jedoch einen eindringlichen und auch berührenden Film gemacht hat. Der Film lebt dabei zum einen von seinen kargen Bildern und dem scharfen, undurchdringlichen Gesicht Mads Mikkelsen. - Nichts als Heidekraut wächst in der stürmischen Landschaft im Westen Dänemarks, Wölfe hausen hier, Räuber treiben ihr Unwesen – und ein finsterer Adeliger namens Frederik de Schinkel, ein Bösewicht wie man ihn sich böser nicht vorstellen kann. Unweit von dessen Anwesen beginnt Kahlen mit der Urbarmachung der Heide, auf der er bald eine besondere Pflanze zur Saat bringen will, die als unverwüstlich gilt: Die Kartoffel.