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  KINOPLAN für Monat Juli 2018


Woche vom 28.
06. bis 04.07.2018



Do 28.6. - So 1.7. um 18.30 Uhr und
Mo 2.7. - Mi 4.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Die brillante Mademoiselle Neila    95 min.    

Frankreich 2017 Regie: Yvan Attal

Die Kunst, Recht zu behalten – man kann sie lernen. Im neuen Film von Yvan Attal nimmt Daniel Auteuil als zynischer Rhetorik-Professor eine junge Jurastudentin unter seine Fittiche, um ihr die Technik des Diskutierens beizubringen. Und um seinen Job zu retten. Zwei Dickköpfe prallen aufeinander, und wie sie langsam, mit intelligent geschriebenen Dialogen, am selben Strick ziehen, um einen Rhetorik-Wettbewerb zu gewinnen, ist die eigentliche Geschichte des Films. Schöne Erkenntnis: Mit den richtigen Worten kann man viel erreichen, vom Kuss bis zur Karriere. Darsteller: Carmélia Jordana, Daniel Auteuil




Do 28.6. - So 1.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Feinde - Hostiles    134 min.    

USA 2017 Regie: Scott Cooper

1892 soll ein U.S. Army Captain einen Cheyenne-Häuptling und seine Angehörigen von einem Gefängnis-Fort in New Mexico nach Montana bringen, eine schwer traumatisierte weiße Frau und ein wegen Mordes verurteilter Soldat sind mit von der Partie. Eine beschwerliche Reise, in dem Weiße und Indianer an einem Strick ziehen müssen, wollen sie überleben. Atemberaubend fotografierter Western, der den bitteren Hass zwischen den Ureinwohnern Amerikas und weißen Siedlern und Soldaten drastisch deutlich macht. In der Hauptrolle von Christian Bale eindrücklich gespielt. Gleich die erste Szene gibt in puncto Grausamkeit und Skrupellosigkeit den Ton an. Darsteller: Christian Bale, Rosamunde Pike, Wes Studi, Timothée Chalamet, Ben Foster - Do in OmdtU.




Do 28.6. - So 1.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Nach einer wahren Geschichte    100 min.    

Frankreich 2018 Regie: Roman Polanski

Der Film erzählt von einer erfolgreichen Romanautorin, die ihre Schreibblockade mithilfe einer geheimnisvollen Fremden überbrückt - doch, wenn eine Person völlig unvermittelt in das Leben einer anderen tritt, und dieser dann auch noch frappierend ähnlich sieht, braucht es nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, wohin die Reise geht.- Darsteller: Emmanuelle Seigner, Eva Green, Vincent Perez




Mo 2.7. - Mi 4.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Mord im Orientexpress    115 min.    

USA 2017 Regie: Kenneth Branagh

Für die Rückreise von einem seiner Fälle nimmt Hercule Poirot (Kenneth Branagh) den legendären Orient- Express. An eine gemütliche Zugfahrt ist aber nicht lange zu denken, stattdessen hat der berühmte Meisterdetektiv bald wieder Arbeit: Ein Passagier wird ermordet und damit ist klar, dass einer der übrigen Reisenden der Täter sein muss. Die spanische Missionarin Pilar Estravados (Penélope Cruz), die Gouvernante Mary Debenham (Daisy Ridley), Professor Gerhard Hardman (Willem Dafoe), die Witwe Mrs. Hubbard (Michelle Pfeiffer) und der Doktor Arbuthnot (Leslie Odom Jr.) sind alle verdächtig. Doch bald wird Poirot klar, dass er den Fall nicht lösen wird, wenn er mehr über die möglichen Täter erfährt. Er muss mehr über das Opfer herausfinden – und sich beeilen, damit der Killer nicht nochmal zuschlägt…




Mo 2.7. - Mi 4.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Loving Vincent    95 min.    

GB /Polen 2017 Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman   Wunschfilm

Mit Sicherheit eines der ungewöhnlichsten Biopics der letzten Jahre … und eines der stilvollsten: Vincent van Gogh in seinen eigenen Bildern, zum Leben erweckt von mehr als 200 Malern in einem höchst ambitionierten Filmprojekt, das neben wunderschön anzusehender Kunst eine richtig spannende Krimihandlung bietet. Dabei geht es um van Goghs Tod und seinen letzten Brief, über den ein junger Franzose Nachforschungen anstellt. Anspruchsvoll, interessant und schön anzusehen und der Film macht richtig Spaß!





Woche vom 05.
07. bis 11.07.2018



Do 5.7. - So 8.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


3 Tage in Quiberon    117 min.    

D 2018 Regie: Emily Atef

Deutschland macht es seinen Stars oft nicht leicht, was besonders Romy Schneider erfahren musste, die bald nach Frankreich floh und dort zu dem Weltstar wurde. Glücklich wurde sie allerdings nie, eine Hassliebe zur Presse und zur Öffentlichkeit prägte ihr Wesen, wie Emily Atef in ihrem ästhetischen, melancholischen Film zeigt. - Im Frühjahr 1981 befindet sich Romy Schneider in Quiberon, einem kleinen französischen Fischerort in der Bretagne, wo sie in einem Sanatorium entgiften soll. Dass Schneider trinkt und raucht und ganz allgemein ein unstetes Leben führt, trägt nicht dazu bei, dass ihr Außenstehende zutrauen, eine gute Mutter zu sein. Ihre alte Freundin Hilde (Birgit Minichmair) sieht das anders, sie kennt Romy schon seit der Kindheit und ist nun ein paar Tage zu Besuch, um ihr beizustehen. Besonders skeptisch betrachtet sie Romys Plan, dem Stern-Journalisten Michael Jürgs (Robert Gwisdek) ein Interview zu geben. Darsteller: Marie Bäumer, Robert Gwisdek, Birgit Minichmair, Charly Hübner, Denis Lavant




Do 5.7. - So 8.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt    130 min.     Publikumsliebling

D 2017 Regie: Patrick Allgaier, Gwendolin Weisser

Sie wollen ihr Zuhause verlassen, um zu entdecken, was Heimat für andere bedeutet: Das junge Paar Patrick und Gwen zieht mit dem Rucksack gen Osten und weiter bis um die Welt. Die zwei versuchen dabei auch, sich in Verzicht zu üben. Das Ziel ist es, nicht mehr als fünf Euro am Tag auszugeben – und nicht zu fliegen. Jeder zurückgelegte Meter soll mit allen Sinnen wahrgenommen, Grenzen sollen ausgetestet und neben dem Verzicht soll auch der Genuss gelernt werden. Bei jedem Schritt wollen Patrick und Gwen spontan und neugierig bleiben. Die beiden sind drei Jahre und 110 Tage unterwegs, bewegen sich ausschließlich als Anhalter fort, ob mit Bus, Zug oder Schiff. Am Ende kommen fast 100.000 Kilometer durch Europa, Asien sowie Nord- und Zentralamerika zusammen. Sie kehren zu dritt zurück.




Do 5.7. - So 8.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Das etruskische Lächeln    100 min.    

USA 2017 Regie: Mihal Brezis

Der sechsfache Oscar®-Gewinner und Produzentenlegende Arthur Cohn erzählt die bewegende Geschichte eines grantigen alten Mannes, der sich aus gesundheitlichen Gründen auf den Weg von seiner abgelegenen schottischen Insel zu seinem Sohn nach San Francisco macht. Bei einem Ausflug lernt er die bezaubernde Museumskuratorin Claudia (Rosanna Arquette) kennen. Das ist möglicherweise der Anfang eines besseren Lebens und einer Annäherung von Vater und Sohn. Sein Leben nimmt eine unerwartete Wendung, auch durch die Liebe zu seinem kleinen Enkel. Spät entdeckt er, worauf es im Leben wirklich ankommt … Darsteller: Brian Cox, JJ Feild, Thora Birch, Peter Coyote





Woche vom 12.
07. bis 18.07.2018



Fr 13.7. - Mi 18.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes    100 min.    

D/ Italien 2018 Regie: Wim Wenders

Als cineastischer Biograf bekam Wim Wenders bereits drei Oscar-Nominierungen. Nach den Musikern vom „Buena Vista Social Club“, Tanz-Ikone „Pina“ Bausch sowie dem Fotografen Sebastião Salgado in „Salz der Erde“ folgt nun ein Porträt über Papst Franziskus. Präsentiert werden dessen politisch durchaus radikale Ansichten in Sachen Ökologie, sozialer Gerechtigkeit oder Konsumgesellschaft. Rigoros beklagt der Pontifex zudem die Vertuschung von sexuellem Missbrauch in seiner Kirche. Neben den Bildern der Papst-Reisen rund um die Welt überrascht Wenders vor allem mit einzigartig intimen Innenansichten: Mehrfach erhielt er Interview-Audienz im Vatikan.




Fr 13.7. - Mi 18.7. um 20.45 Uhr Großer Saal


Am Strand    110 min.    

GB 2017 Regie: Dominic Cooke

Es könnte so einfach sein: zwei Menschen, die sich lieben, ein einsamer Strand, ein Abend, der seit langem geplant und vorbereitet ist. Und trotzdem wird diese Hochzeitsnacht zur Katastrophe, die das Schicksal von Florence und Edward für immer verändern soll. Melancholische Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ian McEwan, der auch die Lustfeindlichkeit und Prüderie im Nachkriegsengland beschreibt. In der Hauptrolle, ebenso selbstbewusst wie verwirrt: Saoirse Ronan. - Es ist der Sommer 1962. Florence und Edward, beide Anfang 20, haben soeben geheiratet. Nun sitzen sie in einem langweiligen, biederen Hotel und essen zu Abend. Eine seltsame Spannung liegt über dem Dinner, die Unterhaltung kommt nicht recht in Gang, man ahnt, dass etwas nicht stimmt. Die bevorstehende Hochzeitsnacht legt sich wie Mehltau über diesen Spätnachmittag. Nun erfährt der Zuschauer in Rückblenden, wie Florence und Edward sich kennen gelernt haben, wer sie eigentlich sind.




Fr 13.7. - So 15.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Nur fliegen ist schöner    105 min.     Publikumsliebling

Frankreich 2015 Regie: Bruno Podalydès

Wer träumt nicht davon, aus dem Alltag auszubrechen, sich aufzumachen in die Natur, in die Freiheit? Weg zu fliegen, weg zu fahren. Oder: weg zu paddeln - so wie der etwas steife 50jährige Michel in dieser liebevollen französischen Komödie. Im Kopf macht er sich öfter auf zu kleinen Fluchten, aber so wirklich traut er sich nicht. Bis er sich eines Tages, halb geschubst von seiner Frau, mit einem Kayak auf einen neuen Fluss des Lebens begibt. Wirklich weit kommt er nicht - und doch viel weiter, als er sich je erträumt hat. Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Bruno Podalydès erzählt eine charmante Geschichte vom Ausbruch aus den Zwängen, ganz unaufgeregt und doch sehr witzig, ganz schräg und doch wahrhaftig und liebenswert. Viel charmanter können Fluchten aus dem Alltag nicht sein. / Darsteller: Bruno Podalydès, Agnès Jaoui, Vimala Pons, Sandrine Kiberlain




Mo 16.7. - Mi 18.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Der Hauptmann    119 min.    

D, Frankreich, Polen 2017 Regie: Robert Schwentke

Mit seinem Thriller „Tattoo“ erregte Regisseur und Autor Robert Schwentke 2002 einige Aufmerksamkeit. Nach rund fünfzehn Jahren in Hollywood, wo der gebürtige Stuttgarter unter anderem „Flightplan“ und „R.E.D.“ drehte, kehrt Schwentke nun mit dem Antikriegsfilm „Der Hauptmann“ nach Deutschland zurück. Darin spielt Max Hubacher einen jungen Gefreiten der Wehrmacht, der in der Endphase des Zweiten Weltkriegs eine Offiziersuniform anlegt und fortan als der „Henker von Emsland“ marodierend umherzieht. Die wahre Geschichte des 1946 hingerichteten Kriegsverbrechers Willi Herold filmt Schwentke in Schwarzweiß und mit einigen inszenatorischen Spitzen, die die beunruhigende Wirkung des Films verstärken. Darsteller/innen: Max Hubacher, Frederick Lau, Alexander Fehling, Milan Peschel





Woche vom 19.
07. bis 25.07.2018



Do 19.7. - So 22.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Die Sch'tis in Paris – Eine Familie auf Abwegen    107 min.    

Frankreich 2018 Regie: Dany Boon

Valentin (Dany Boon) ist aktuell der größte Star der Pariser Architektur- und Kunstszene. Mit seiner Frau Constance (Laurence Arné) verkehrt er in der High Society der französischen Hauptstadt. Doch in Wahrheit macht Valentin seinen Bewunderern und Freunden schon seit langem etwas vor: Er behauptet, vom iranischen Schah abzustammen, doch tatsächlich kommt er aus dem Arbeitermilieu des ärmlichen Norden Frankreichs – er ist, mit anderen Worten, ein Sch’ti. Valentins Bruder Gustave hat finanzielle Probleme und da soll Valentin ihm aushelfen und so lotst er die ganze Familie unter einem Vorwand nach Paris. Da ist das Chaos natürlich vorprogrammiert… Neue Komödie um die Sch'ti.




Do 19.7. - So 22.7. um 21.00 Uhr und
Mo 23.7. - Mi 25.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


303    145 min.    

D 2018 Regie: Hans Weingartner

Ein altes Wohnmobil vom titelgebenden Typ 303 spielt die Hauptrolle in diesem Lovestory-Road-Movie. Mit dem alten Daimler will die junge Studentin Jule nach Portugal zu ihrem Freund fahren. Unterwegs nimmt sie den Tramper Jan auf. Die beiden philosophieren, streiten, flirten während der gesamten Reise. Wie gut Plappern auf der Leinwand klappen kann, hat Richard Linklater mit seiner „Before Sunrise“-Trilogie bestens bewiesen. Beim Quatschen über Gott und die Welt und die letzten Fragen der Menschheit bleibt natürlich noch genügend Zeit zum Suchen und Finden der Liebe: Slow-Dating auf 2.500 Kilometer quer durch Europa. 14 Jahre nach Cannes gelingt Weingartner wieder ein kapitalismuskritischer Coup mit Kultfilm-Qualitäten. - Darsteller: Mala Emde, Anton Spieker




Do 19.7. - So 22.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Swimming with Men    94 min.    

GB 2018 Regie: Oliver Parker

Nirgendwo werden Underdogs amüsanter gefeiert als im britischen Kino! In der Tradition von „Ganz oder gar nicht“ oder „Kalender Girls“ strampelt sich in dieser Feel-Good-Komödie ein Trupp männlicher Synchronschwimmer ab, um sich im tristen Hallenbad ein bisschen Würde und Werte im Leben zu bewahren. Die sportlichen Anstrengungen der schrägen Stehaufmännchen fallen erwartungsgemäß ebenso situationskomisch wie selbstironisch aus. Not amused dürften allein die Funktionärs-Bonzen von Olympia sein: Sie verbieten Männern bis heute den Zutritt ins Synchronschwimm-Becken.




Mo 23.7. - Mi 25.7. um 21.30 Uhr Großer Saal


Shape of water    123 min.     Oscar

USA 2017 Regie: Guillermo del Toro

Poesie schlägt Zynismus: Mit diesem magischen Märchen über Außenseiter, die Arroganz der Macht und die Kraft der Liebe eroberte Guillermo del Toro das Festival von Venedig im Sturm. Sally Hawkins gibt eine bescheidene Putzfrau, die in den frühen 60er Jahren im geheimen US-Forschungslabor auf einen Amphibienmenschen trifft. Als die Militärs brutale Versuche mit dem Wesen planen, wird die stumme Reinigungskraft zur rigorosen Retterin – und findet im Wassermann die Liebe ihres Lebens. Grandios erzählt, virtuos bebildert sowie exzellent gespielt. Ein perfekt geschliffenes Juwel der Filmkunst mit viel Gefühl und eindrucksvoller Haltung. Darsteller: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins - Oscar 2018 bester Film




Mo 23.7. - Mi 25.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Eleanor & Colette    115 min.    

D / USA 2017 Regie: Bille August

Auf einem wahren Fall basierendes Gerichtsdrama über die Freundschaft zwischen der an Schizophrenie leidenden Eleanor Riese und ihrer Anwältin Colette Hughes. Seit ihrem 25. Lebensjahr leidet Eleanor ( Helena Bonham Carter) an paranoider Schizophrenie, schließlich lässt sie sich freiwillig in ein Krankenhaus in San Francisco einweisen. Dort wird ihr Leiden jedoch nur schlimmer. Grund dafür sind laut Riese die Medikamente, die ihr ohne die eigene Zustimmung verabreicht werden. Die Patientin beschließt daraufhin, das Krankenhaus zu verklagen. Der scheinbar aussichtslose Fall wird von der ehemaligen Krankenschwester und Patientenrechtsanwältin Colette ( Hilary Swank) übernommen. Hughes plant, gemeinsam mit Riese einen Präzedenzfall für das Mitspracherecht der Patienten zu erstreiten. Langsam entwickelt sich auch eine Freundschaft zwischen den beiden Frauen.





Woche vom 26.
07. bis 01.08.2018



Fr 20.7. - So 22.7. um 18.00 Uhr Kleiner Saal

Early Man - Steinzeit bereit    89 min.    

Großbritannien, Frankreich 2018 Regie: Nick Park

Die britische Filmschmiede Aardman Animation Studios ist untrennbar mit dem Metier der Knetanimation verbunden. Nach „Chicken Run“ und „Wallace & Gromit“ inszenierte Nick Park mit „Early Man - Steinzeit bereit“ seinen dritten Kinofilm für das Erfolgsstudio. An die hohe Klasse von „Wallace & Gromit“ reicht das steinzeitliche Fußball-Abenteuer zwar nicht ganz heran, die detailreich ausgestalteten, überaus stimmungsvoll beleuchteten Sets und die feinen Animationen bewegen sich jedoch abermals auf höchstem Knetfilm-Niveau und sorgen für ein visuell sehr ansprechendes Abenteuer.




Do 26.7. - So 29.7. um 18.30 Uhr und
Mo 30.7. - Mi 1.8. um 21.00 Uhr Großer Saal


Ein Lied in Gottes Ohr    90 min.    

Frankreich 2017 Regie: Fabrice Eboué

Ach, wie wär das schön, würden alle Religionen miteinander harmonieren statt so viel Hass, Machtmissbrauch, Krieg hervorzubringen! In der französischen Komödie „Ein Lied in Gottes Ohr“ rückt diese Utopie ein Stück näher, als die jüdisch-christlich-muslimisch besetzte Band „Coexister“ die Charts erklimmt, doch Backstage trägt das Trio viel religiösen Zoff aus, der Musikproduzent Nicolas den letzten Nerv raubt. Freilich bietet die religionsübergreifende Musik-Kollaboration auch viel Konfliktpotential, das die Bandkollegen in Form kleiner Sticheleien und handfester Provokationen austragen. Der Autor, Regisseur und Darsteller Fabrice Eboué zimmert aus dem Stoff eine muntere Komödie mit hoffnungsvoller Botschaft




Do 26.7. - So 29.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


A Beautiful Day    85 min.    

USA 2017 Regie: Lynne Ramsay

Besser, man steht ihm nicht im Weg: Denn dieser selbstmörderisch veranlagte Einzelgänger geht mit dem Hammer auf seine Widersacher los. Trotzdem steht er auf der Seite der Guten – er befreit entführte Kinder. Auch die kleine Tochter eines Senators bringt er heil zurück – bis der Fall aus dem Ruder läuft. Ungewöhnlich inszenierter, beeindruckender Thriller von Lynne Ramsay mit einem famosen Joaquin Phoenix. Kurzum: „A Beautiful Day“ hat das Zeug zum Kultfilm.




Do 26.7. - So 29.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Candelaria - Ein kubanischer Sommer    87 min.    

Kolumbien, D, Kuba 2017 Regie: Jhonny Hendrix Hinestroza

Es war einmal ein armes, alterndes Ehepaar in Kuba, dessen Liebe und Leidenschaft im Laufe der Zeit ziemlich eingerostet war. Der schicksalhafte Fund einer Videokamera bringt plötzlich völlig neuen Schwung in das Leben des Duos. Spontan werden kleine Filmchen gedreht. Prompt erwacht der Liebeszauber und sorgt alsbald für „Wolke 9“-Gefühle, unmoralische Angebote inklusive. Mit ausgesprochen unaufgeregtem Tempo zelebrieren zwei charismatisch sympathische Senioren, wie charmant das Medium Film für den dritten Frühling sorgen kann. Kubanisch für Fortgeschrittene. Nicht umsonst hört hier der Held von Havanna auf den hübschen Namen Victor Hugo!




Mo 30.7. - Mi 1.8. um 18.30 Uhr Großer Saal


Madame Aurora und der Duft von Frühling    90 min.    

Frankreich 2017 Regie: Blandine Lenoir

Die Tochter ist unerwartet schwanger, der Job ist weg und die Wechseljahre bringen heftige körperliche Veränderungen: Aurora hat es im Moment alles andere als leicht. Doch als sie ihre erste große Liebe wieder trifft, beschließt die Mittfünfzigerin, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Der Film erzählt auf charmante, leichtfüßige Weise von den Tücken des Älterwerdens. Die Wohlfühl-Komödie ist durchzogen von raffiniertem Witz, geschickt eingestreuter Sozialkritik und vermittelt ihre zentralen Botschaften jederzeit glaubhaft. - Darsteller: Agnès Jaoui, Pascale Arbillot, Thibault de Montalembert




Mo 30.7. - Mi 1.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Maria by Callas    113 min.    

Frankreich 2017 Regie: Tom Volf

Auf der Suche nach den Gefühlen hinter der perfekten Maske des Stars lässt Tom Volf seine Heldin viel in ihren eigenen Worten sprechen. Interviews, Briefe, Fotos, Opern- und Konzertmitschnitte komponiert er zum Bild einer Frau, die auch heute noch, mehr als 40 Jahre nach ihrem Tod, ihr Geheimnis wahrt. Tom Volf macht aus seiner Verehrung für „La Divina“ keinen Hehl. Sein akribisch recherchierter Film ist beinahe so elegant wie Maria Callas selbst. Dabei spielt auch die Musik eine wichtige Rolle: Einige Arien werden komplett eingespielt und zeigen die Kraft und Dramatik ihrer ausdrucksvollen Stimme, die bis heute fasziniert. Schon allein diese Töne und Bilder von den Bühnen der Welt machen den Film zum Muss für alle Opern- und Klassikfans. Briefe gelesen von Eva Mattes