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  KINOPLAN für Monat August 2017


Woche vom 27.
07. bis 02. 08. 2017



Do 27.7. - So 30.7. um 18.45 Uhr und
Mo 31.7. - Mi 2.8. um 18.30 Uhr Großer Saal


Der wunderbare Garten der Bella Brown    101 min.   

GB/USA 2016 Regie: Simon Aboud   Tipp

Ein Zauber liegt über diesem Film – als würde eine keltische Amelie ihr Feenreich entdecken. Doch Bella Brown hat außer der Frisur und dem träumerischen Blick wenig mit der fabelhaften Kultfigur gemeinsam. Zum Beispiel muss sie innerhalb von vier Wochen ihren verwilderten Garten kultivieren, sonst droht der Rausschmiss. Für ein Mädchen, das panische Angst vor der Natur hat, ist das eine echte Herausforderung. Doch glücklicherweise findet sie Helfer in der Not. Und manchmal werden aus Feinden sogar Freunde…Das ist pures Kinovergnügen: Die märchenhafte Komödie von der Einzelgängerin, die das Leben lieben lernt, ist einfach entzückend! Darsteller: Jessica Brown Findlay, Tom Wilkinson, Andrew Scott




Do 27.7. - So 30.7. um 21.00 Uhr und
Mo 31.7. - Mi 2.8. um 20.45 Uhr Großer Saal


Small Town Killers    90 min.   

Dänemark 2017 Regie: Ole Bornedal

In Sachen schräger Storys sowie schwarzem Humor bestehen skandinavische Komödien gemeinhin jeden Elch-Test souverän. So auch diese fies-fröhliche Farce um zwei Freunde, die spontan beschließen, ihrem eingerosteten Eheleben ein Ende mit Schrecken zu setzen. Statt teurer Scheidung wollen sie die Gattinnen kostengünstig durch einen Auftragskiller aus dem Weg räumen lassen. Doch da hat das Duo die Rechnung ohne die einfallsreichen Ehefrauen gemacht. Die rabenschwarze „Szenen zweier Ehen“-Variante überzeugt durch flottes Erzähltempo, lässige Situationskomik, politisch unkorrekte Pointen mit cleveren Widerhaken sowie exzellente Darsteller. Im Lego-Land Dänemark wird selbst Furz-Humor putzig präsentiert: Mit einem mürrischen Mops, dem auch skrupellose Verbrecher kaum widerstehen können!




Mo 31.7. - Mi 2.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Florence Foster Jenkins    110 min.   

GB, Frankreich 2016 Regie: Stephen Frears   Wunschfilm

1944: Eigentlich könnte sich die Millionärin Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) zurücklehnen, ihren Reichtum genießen und in Saus und Braus leben, doch sie fühlt sich zu Höherem berufen und strebt deswegen eine Karriere als Opernsängerin an. Zunächst tritt sie nur bei privaten Konzerten an der Seite des talentierten Pianisten Cosmé McMoon und fernab von unabhängigen Kritikern auf. Das Publikum besteht ausschließlich aus ihr wohlgeneigten Menschen – und das aus gutem Grund: Jenkins singt, obgleich sie das nicht so sieht, furchtbar. Und sie hat einen Traum, der ihrem Manager und Ehemann St. Clair Bayfield (Hugh Grant) ob der zu befürchtenden Blamage Kopfzerbrechen bereitet: Florence Foster Jenkins möchte in der berühmten Carnegie Hall beweisen, dass sie die beste Opernsängerin der Welt ist und verschenkt deswegen tausend Eintrittskarten an Kriegsveteranen… Biopic über Florence Foster Jenkins, die als eine der untalentiertesten und schlechtesten Sängerinnen in die Geschichte der Oper einging.





Woche vom 03.
08. bis 09. 08. 2017



Do 3.8. - So 6.8. um 18.45 Uhr Großer Saal


Monsieur Pierre geht online    99 min.   

D, Frankreich 2017 Regie: Stéphane Robelin   Tipp

Regisseur Stéphane Robelin sorgt mit seiner neuen Liebes- und Verwechslungskomödie für gute Laune jenseits aller Altersgrenzen. Vor allem sein Hauptdarsteller Pierre Richard („Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“) ist ein wahrer Glücksgriff. Der Grandseigneur wandelt sich bei seinem Datingabenteuer in der Internetwelt vom griesgrämigen Witwer zum agilen Best-Ager auf Freiersfüßen. Ein heiterer, warmherziger Film mit einer präzisen Inszenierung und jeder Menge unverbrauchter Pointen. - Darsteller: Pierre Richard, Yaniss Lespert, Fanny Valette




Do 3.8. - So 6.8. um 21.00 Uhr Großer Saal


La La Land    127 min.   

USA 2016 Regie: Damien Chazelle

Der umjubelte Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Venedig 2016. Im zweiten Film von Regie- Wunderkind Damien Chazelle ("Whiplash") wird gesungen und getanzt und werden ganz große Gefühle auf die Leinwand gezaubert. Er erzählt von zwei Künstlern, die versuchen, sich in der Glamourwelt Hollywoods zu behaupten. Mit Emma Stone und Ryan Gosling hat Damien Chazelle ein Traumpaar gefunden, das seine Vision lebhaft und emotional überzeugend zu verkörpern vermag. Man merkt dem Film an, mit wieviel Freude und Inbrunst er diese Liebes- und Lebensgeschichte erzählt und sich dabei quer durch die Musical-Historie zitiert. Schon jetzt eine echte Oscar-Empfehlung!




Do 3.8. - So 6.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Ein Chanson für dich    90 min.   

Frankreich 2016 Regie: Bavo Defurne

„They never come back!“ - die alte Weisheit will der junge Boxer Jean nicht gelten lassen. Kaum hat er die einstige Eurovision Song Contest-Teilnehmerin Liliane entdeckt, verliebt er sich nicht nur heftig in Madame, die mittlerweile ein ödes Leben als Fabrikarbeiterin führt. Mit einer verwegenen Charme-Offensive will er die Ex-Sängerin zu einem Auftritt in ganz kleinem Rahmen bewegen. Der Coup gelingt, doch die Medien bekommen Wind von dem Comeback. Dank Isabelle Huppert fällt das Ergebnis durchaus sehenswert aus. Mit ihren 64 Jahren trällert der Star der Grande Nation vergnüglich ihre Chansons und zeigt wenig Scheu, mit ihrem jungen Lover in der Badewanne zu turteln. Darsteller: Isabelle Huppert, Kévin Azais, Johan Leysen





Woche vom 10.
08. bis 16. 08. 2017



Do 10.8. - So 13.8. um 18.45 Uhr Großer Saal


Ein Dorf sieht schwarz    96 min.   

Frankreich 2016 Regie: Julien Rambaldi

Die wahre Geschichte hinter der Culture-Clash-Komödie spielt zwar im fernen Jahr 1975, ist heute aber leider wieder ziemlich aktuell. Die Geschichte dreht sich um einen frisch promovierten Arzt aus Zaire, der im französischen Hinterland eine Praxis als Landarzt übernimmt und auf rassistische Vorurteile der Anwohner stößt. In Frankreich avancierte die amüsante und rührende Integrationskomödie von Regisseur Julien Rambaldi mit mehr als einer halben Million Zuschauern zum überraschenden Sommerhit.




Do 10.8. - So 13.8. um 21.00 Uhr Großer Saal


Sommerfest    92 min.   

D 2017 Regie: Sönke Wortmann

Noch ein „Sommermärchen“ von Sönke Wortmann. Fußball spielt auch diesmal eine Rolle, vor allem aber handelt es sich um eine charmant-herzhafte Hommage an die Heimat. Die Liebeserklärung wird verpackt in die Lovestory eines Schauspielers, der sich bei einer kurzen Heimkehr an die ganz großen Gefühle für seine Jugendliebe erinnert. Seine Beziehung ist längst ebenso in der Krise wie die Karriere. Höchste Zeit, auf den Reset-Knopf zu drücken, bevor das Leben noch länger ohne einen stattfindet! Nach Vorlage des Erfolgromans von Frank Goosen gelingt Wortmann ein sehr lässig erzählter Heimatfilm mit liebenswert ulkigen Figuren, reichlich Situationskomik sowie ziemlich cleverem Dialogwitz: „Kleine Haie“ lassen grüßen. Darsteller: Lucas Gregorowicz, Anna Bederke, Nicholas Bodeux, Peter Jordan




Do 10.8. - So 13.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Nur fliegen ist schöner    105 min.   

Frankreich 2015 Regie: Bruno Podalydès   Wunschfilm

Wer träumt nicht davon, aus dem Alltag auszubrechen, sich aufzumachen in die Natur, in die Freiheit? Weg zu fliegen, weg zu fahren. Oder: weg zu paddeln - so wie der etwas steife 50jährige Michel in dieser liebevollen französischen Komödie. Im Kopf macht er sich öfter auf zu kleinen Fluchten, aber so wirklich traut er sich nicht. Bis er sich eines Tages, halb geschubst von seiner Frau, mit einem Kayak auf einen neuen Fluss des Lebens begibt. Wirklich weit kommt er nicht - und doch viel weiter, als er sich je erträumt hat. Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Bruno Podalydès erzählt eine charmante Geschichte vom Ausbruch aus den Zwängen, ganz unaufgeregt und doch sehr witzig, ganz schräg und doch wahrhaftig und liebenswert. Viel charmanter können Fluchten aus dem Alltag nicht sein. / Darsteller: Bruno Podalydès, Agnès Jaoui, Vimala Pons, Sandrine Kiberlain




Mo 14.8. - Mi 16.8. um 18.30 Uhr Großer Saal


Die Verführten    95 min.   

USA 2017 Regie: Sofia Coppola

Das Remake eines Clint Eastwood Films, erwartet man nicht unbedingt von Sofia Coppola, die mit „Die Verführten“ erneut im Wettbewerb von Cannes eingeladen war und verdientermaßen mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet wurde. Sie überzeugt stilistisch - Bilder, Ausstattung, Kostüme sind makellos - und seziert inhaltlich das Eigenleben einer von der Außenwelt abgetrennten Gemeinschaft. Eine Geschichte über Liebe, Eifersucht und Intrigen, über Verführung und Täuschung, angesiedelt in der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs, hochkarätig besetzt mit Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning und Colin Farrell. Intelligentes Arthouse-Kino.




Mo 14.8. - Mi 16.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Zwischen den Stühlen    102 min.   

D 2016 Regie: Jakob Schmidt

Drei junge Lehrer werden ins kalte Wasser des Schulalltags geworfen und lernen, zu schwimmen oder unterzugehen. Jakob Schmidt begleitet das Referendariat von Katja, Ralf und Anna. Aus ihren Erfahrungen hat er eine unterhaltsame Dokumentation gebaut, in der trotz der leichten Stimmung auch die Grundprobleme deutlich werden: Wer in Deutschland unterrichtet, braucht mehr als den Wunsch, Wissen weiterzugeben, nämlich Nerven wie Drahtseile, eine schafsähnliche Geduld und ein großes Herz. Davon erzählt der empfehlenswerte, kleine Film, der sehr viel Spaß macht. Vielleicht wird er sogar zum offenen Geheimtipp für Pauker?




Mo 14.8. - Mi 16.8. um 20.45 Uhr Großer Saal


Die Erfindung der Wahrheit    132 min.   

USA/ Frankreich 2016 Regie: John Madden

Kaum ein Berufsstand wird so verachtet wie der der Lobbyisten, die gerade in der amerikanischen Hauptstadt Washington DC oft mehr Einfluss zu haben scheinen, als die eigentlichen Machthaber, die Politiker. In diesem Sumpf aus Interessen, Macht und Korruption ist John Maddens Politthriller „Die Erfindung der Wahrheit“ angesiedelt, der lange von seiner starken Hauptdarstellerin Jessica Chastain lebt, bevor er zu einem liberalen Fiebertraum wird. - Elizabeth Sloane ist Lobbyistin der Extraklasse. Jeden Trick des Gewerbes, egal ob legal oder schmutzig, beherrscht sie. Sie sieht sich nun vor dem scheinbar größten Problem ihrer Karriere: Einem Untersuchungsausschuss des Kongress, der ihr illegales Handeln vorwirft. Zum ersten Mal scheint Sloane nicht alles unter Kontrolle zu haben, doch auch dieses Bild täuscht.





Woche vom 17.
08. bis 23. 08. 2017



Do 17.8. - So 20.8. um 18.30 Uhr und
Mo 21.8. - Mi 23.8. um 20.45 Uhr Großer Saal


Der Wein und der Wind    115 min.   

Frankreich 2017 Regie: Cédric Klapisch

Spätsommer im Burgund: Es gilt, den Wein zu ernten – und weil sein Vater kurz vorm Tod steht, kehrt der dreißigjährige Jean aufs idyllische Familienweingut zurück, um seinen Geschwistern Juliette (Ana Girardot) und Jérémie (François Civil) zu helfen, zu denen er jahrelang keinen Kontakt hatte. Doch die drei Geschwister merken schnell, dass manche Wunden auch nach Jahren noch offen sind und noch wehtun. Eine harte Entscheidung steht bevor: Soll die Familientradition fortgesetzt werden? - Mit Komödien wie „L`Auberge Espagnole“ oder “So ist Paris” konnte sich Regisseur Cedric Klapisch bereits fest in der französischen Filmlandschaft etablieren. Um den Beruf des Winzers in “Der Wein und der Wind” möglichst realistisch darzustellen, hat Klapisch die Dreharbeiten auf ein ganzes Jahr ausgedehnt. Nur so konnten die unterschiedlichen Phasen der Weinernte authentisch im Bild festgehalten werden.




Do 17.8. - So 20.8. um 21.00 Uhr und
Mo 21.8. - Mi 23.8. um 18.30 Uhr Großer Saal


Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner    100 min.   

D 2016 Regie: Pepe Danquart

Auf unerklärliche Weise landet Kati fünf Jahre in der Vergangenheit. Das kommt ihr nicht ungelegen, hat sie jetzt doch die Möglichkeit, ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Dennoch ein schwieriges Unterfangen, schließlich muss sie sich zwischen zwei Männern entscheiden. Die quirlige, toll besetzte Verfilmung des Kerstin-Gier-Romans durch Oscar-Preisträger Pepe Danquardt ("Schwarzfahrer") setzt ein interessantes „Was wäre wenn?“-Gedankenspiel mit schrägen Einfällen und Ironie um. Wer sich an der (liebenswerten) Schusseligkeit der Hauptfigur nicht stört, erlebt einen kurzweiligen, mit pointiertem Humor ausgestatteten Film. - Darsteller: Jessica Schwarz, Felix Klare, Christoph Letkowski




Do 17.8. - So 20.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Frühstück bei Monsieur Henri    98 min.   

F 2015 Regie: Ivan Calbérac   Wunschfilm

Mit französischer Leichtigkeit und der zündenden Chemie zwischen dem französischen Altstar Claude Brasseur und der schweizerischen Newcomerin Noémie Schmidt gelingt eine Komödie, die charmante Unterhaltung bietet. - Monsieur Henri ist ein Griesgram, wie er im Buche steht. In einem fort echauffiert sich der verwitwete Rentner über Gott und die Welt, insbesondere über seinen Sohn Paul und dessen Frau Valérie, die er für eine dumme Gans hält. Weil Henri gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe und sein Pariser Apartment für eine Person viel zu groß ist, vermietet sein Sohn gegen den Willen des Alten eins der freien Zimmer. Als dann ausgerechnet die junge Studentin Constance an der Türschwelle steht, für Henri ein Inbegriff der unfähigen und verlotterten Jugend, lässt der ehemalige Buchhalter die junge Mitbewohnerin anfänglich nur zähneknirschend einziehen.




Mo 21.8. - Mi 23.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Walk with me    88 min.   

GB, Frankreich 2017 Regie: Marc Francis, Max Pugh   Der besondere Film

Eine Gemeinschaft buddhistischer Zen-Mönche und -Nonnen steht im Zentrum dieser Dokumentation. Sie zeigt den Alltag der Gläubigen im südfranzösischen Kloster „Plum Village“. Dort haben sie sich ganz den Lehren und Theorien des Mönchs und Schriftsteller Thich Nhat Hanh verschrieben, der das Kloster 1982 gründete – und als einer der wichtigsten Repräsentanten des Buddhismus gilt. Das Leben in „Plum Village“ ist geprägt von Enthaltsamkeit und Entsagung. Meditationen, Glaubensrituale und Gebete, bestimmen den Tag. Die Filmemacher Marc Francis und Max Pugh begleiteten die Buddhisten aber auch auf ihrer Reise in die USA. Gemeinsam mit dem 90-jährigen Hanh, diskutieren sie mit anderen Menschen über die existenziellen Fragen des Lebens.





Woche vom 24.
08. bis 30. 08. 2017



Do 24.8. - So 27.8. um 18.45 Uhr und
Mo 28.8. - Mi 30.8. um 20.45 Uhr Großer Saal


Das unerwartete Glück der Familie Payan    100 min.   

Frankreich 2016 Regie: Nadège Loiseau

Ein wunderbares „feel-good movie – à la française“. Herzerfrischend erzählt sie die Geschichte einer liebenswerten, kleinbürgerlichen Familie am Rande des Chaos. Familie scheint nicht selten die Katastrophe schlechthin. Außerdem kann sie sich keiner aussuchen. Und meist kommt man trotzdem nicht voneinander los. Allen voran trägt Hauptdarstellerin Karin Viard als patente Frau, die kurz vor der Menopause überraschend schwanger wird, die liebevoll-ironische Familienkomödie. Die sympathische Normannin beweist damit erneut mit entwaffnender Ehrlichkeit ihre komische Ader. Wie bereits als taubstumme Bäuerin in der Erfolgskomödie „Verstehen Sie die Béliers?“ nimmt sie die teilweise Einladung zur Groteske bravourös an. - Darsteller: Karin Viard, Philippe Rebbot, Hélène Vincent, Manon Kneusé




Do 24.8. - So 27.8. um 21.00 Uhr Großer Saal


Happy Burnout    90 min.   

D 2017 Regie: André Erkau

Der als Burnout beschriebene Erschöpfungszustand ist zusammen mit Depressionen wohl das typischste seelische Leiden in unserer Gesellschaft. Bei André Erkaus dramatischer Komödie „Happy Burnout“ lässt bereits der widersprüchliche Titel erahnen, dass die Auseinandersetzung mit der Symptomatik nicht allzu erdenschwer ausfällt. Der „Tatort“- Ermittler und neue Old Shatterhand Wotan Wilke Möhring täuscht als Alt-Punk einen Burnout vor, um sich vor der Arbeitswelt zu drücken - und gewinnt bei einer stationären Therapie eine neue Sicht auf sein Lotterleben. Regisseur Erkau inszeniert aus der pfiffigen Idee eine kurzweilige Komödie, die zur Reflektion eines wichtigen Themas anregt.




Do 24.8. - So 27.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die göttliche Ordnung    97 min.   

D / Schweiz 2016 Regie: Petra Volpe

Bis in die frühen siebziger Jahre waren Frauen in der Schweiz vom Wahlrecht ausgeschlossen - in einigen Kantonen sogar bis in das Jahr 1990. Entlang dieser historischen Tatsache entwickelte die Regisseurin Petra Volpe eine hintersinnige, ironische und bisweilen sehr berührende Tragikomödie, die mit Preisen und dem begehrten Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Ein Film über starke Frauen, aber kein klassischer Frauenfilm. In seiner Stimmung und Dramaturgie erinnert „Die göttliche Ordnung“ vielmehr an eine Coming-of-Age-Geschichte. Darsteller: Marie Leuenberger, Max Simonischek, Rachel Braunschweig, Sibylle Brunner




Mo 28.8. - Mi 30.8. um 18.30 Uhr Großer Saal


In Zeiten des abnehmenden Lichts    100 min.   

D 2017 Regie: Matti Geschonneck   Tipp

Die Agonie eines Staates und noch viel mehr einer Idee beschreibt Matti Geschonnek in seinem Film ( nach dem Roman von Eugen Ruge). Angesiedelt am Geburtstag eines unverbesserlichen Stalinisten, im Herbst 1989, erzählt das von Wolfgang Kohlhaase geschriebene Kammerspiel auf vielschichtige Weise vom Ende der DDR. - 90 Jahre wird Wilhelm Powileit (Bruno Ganz) an diesem Tag im Herbst des Jahres 1989 alt und alle kommen zu Besuch: Neben zahlreichen Abgeordneten der Partei, ist auch Kurts Schwiegertochter Melitta zu Gast, allein ihr Mann Sascha (Alexander Fehling) fehlt: Er hat in der Nacht Republikflucht begangen. Wie ein Damoklesschwert hängt die Flucht Saschas über den Feierlichkeiten und mit ihr, das nahende Ende eines ganzen Staates. - "Großartig besetzt und liebevoll ausgestattet. Eine gelungene Kino-Adaption des Erfolgsromans." /ARD




Mo 28.8. - Mi 30.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

All Eyez on Me    140 min.   

USA 2017 Regie: Benny Boom

„All Eyez on Me“ heißt das einflussreichste Album des legendären US-Rappers Tupac Shakur – und so lautet nun auch der Titel der zugehörigen Filmbiographie. Doch wo der reale Musiker außerhalb der Norm agierte, gern provozierte und Skandale machte, geht Regisseur Benny Boom auf Nummer sicher. Sein stilistisch ansprechender Film hakt Kapitel um Kapitel die Wegmarken aus der Musikerbiographie ab. Darsteller: Demetrius Shipp Jr., Danai Gurira, Kat Graham, Annie Ilonzeh





Woche vom 31.
08. bis 06. 09. 2017



Do 31.8. - So 3.9. um 18.45 Uhr Großer Saal


Final Porträt    94 min.   

GB / Frankreich 2017 Regie: Stanley Tucci

Im Jahr 1964 ist Alberto Giacometti (Geoffrey Rush) einer der bedeutendsten Maler und Bildhauer in Europa. Dementsprechend geschmeichelt fühlt sich sein guter Freund, der junge Schriftsteller und Kunstliebhaber James Lord (Armie Hammer), als er gefragt wird, ob er für das neue Porträt des Meisters Modell sitzen will. Doch Lord muss schnell feststellen, dass das Modellsitzen wesentlich länger dauert als erwartet, denn Giacomettis Schaffensprozess ist zwar manchmal faszinierend und intensiv, aber genauso oft auch völlig chaotisch und irritierend. So zieht sich die Entstehung des Bildes über Wochen hin, weil der ebenso anspruchsvolle wie exzentrische Maler seine Fortschritte immer wieder rückgängig macht, sich gerade nicht in Stimmung fühlt oder anderweitig beschäftigt ist – etwa mit seiner Geliebten Caroline oder seiner Gattin Annette (Sylvie Testud).




Do 31.8. - So 3.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die Hannas    102 min.   

D 2016 Regie: Julia C. Kaiser

Im Kompromiss glücklich sein. Das sind „Die Hannas“, Hans und Anna, ein Paar in den 30ern, das schon ewig zusammen ist und plötzlich nicht mehr so genau weiß warum eigentlich. Von diesen und anderen Menschen erzählt Julia C. Kaiser in ihrem schon vielfach ausgezeichneten Beziehungsfilm, der anfangs wie eine leichte Komödie daherkommt, sich aber zunehmend und erfolgreich in dramatisches Gefilde bewegt. - Als Anna und Hans zufällig die Schwestern Nico und Kim kennen lernen, beginnt ihr Leben aus den Fügen zu geraten. Während Anna Nico bei ihrem Job als Masseuse kennen lernt und sich zum ersten Mal mit einer Frau einlässt, lernt Hans Kim in etwas extremeren Umständen kennen: Bei einer Art Hardcore- Fitness und Selbstbewusstseintraining, bei dem er sich halb oder auch mal ganz nackt durch den Park jagen lässt, verknallt er sich in seine „Trainerin“ Kim, mit der er bald seine sexuellen Phantasien auslebt.




Do 31.8. - So 3.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


The Party    71 min.   

GB 2017 Regie: Sally Potter

In 71 höchst kurzweiligen Minuten zündet Sally Potter ein cineastisches Feuerwerk vom Feinsten (und das in Schwarz-Weiß!). Die künftige Ministerin im Schattenkabinett lädt ihre besten Freunde zur intimen Feier ins traute Heim. Doch das Fest gerät unerwartet zum Fiasko. Kleine Geheimnisse und große Lebenslügen fliegen den Gästen immer schneller um die Ohren. Ein exzellentes Ensemble zelebriert die schillernden Figuren samt ihrer funkelnden Dialoge mit spürbarem Vergnügen. - Darsteller: Patricia Clarkson, Bruno Ganz, Cherry Jones, Emily Mortimer, Cillian Murphy, Kristen Scott Thomas, Timothy Spall