Woche vom 26.08.2021 bis 01.09.2021


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Do 26.8. - So 29.8. 18.45 Uhr Großer Saal
Mo 30.8. - Mi 1.9. 20.45 Uhr Großer Saal
Generation Beziehungsunfähig
D 2021 Regie: Helena Hufnagel
80 Minuten
Der Film erfindet das Rad nicht, wenn er davon erzählt, wie ein überzeugter Single dann doch an der Liebe interessiert ist, sein weibliches Pendant aber so gar keine Lust darauf hat. Amüsant ist das Ganze aber schon, und mit Frederick Lau und Luise Heyer auch sehr gut besetzt.- Die Art, wie die beiden Hauptfiguren umeinanderkreisen, ist süß. Weil keiner von beiden zugeben will, dass sie mehr als nur Sex wollen. Das nutzt der Film natürlich zum typischen Romcom-Verlauf mit dem Ende der „Beziehung“ und dem Finale, das dann das Happyend zelebriert.

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Do 26.8. - So 29.8. 20.45 Uhr Großer Saal
Mo 30.8. - Mi 1.9. 18.45 Uhr Großer Saal
Abseits des Lebens
USA / Kanada 2021 Regie: Robin Wright
89 Minuten
In ihrem Regiedebüt spielt Robin Wright auch die Hauptrolle einer Frau, die einen großen Verlust erlitten hat und sich daraufhin in eine kleine Hütte in Wyoming zurückzieht. Dort möchte sie ganz alleine leben, doch wirklich darauf vorbereitet ist sie nicht. Sie hat nicht mit der Unbill der Natur gerechnet und braucht die Hilfe eines Jägers, um zu überleben. Grandiose Landschaftsaufnahmen, ein stilles Spiel, ein beeindruckender Film. Do in OmdtU.

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Mo 30.8. - Mi 1.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Zustand und Gelände
D 2019 Regie: Ute Adamczewski
119 Minuten Der besondere Film
Was als winterlicher Spaziergang in die Vergangenheit startet, formt sich zu einer Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, die von Minute zu Minute dichter wird, eine Reise durch die Zeit und von Ort zu Ort, von Raum zu Raum. Der Ausgangspunkt sind frühe, „wilde“ Konzentrationslager, vor allem in Sachsen. Im Fokus stehen Menschen, die Opfer und Täter wurden, jedoch werden sie nicht gezeigt oder befragt, sondern sie werden zitiert. Anhand der Original-Texte von 1933 bis in die Gegenwart werden die Bilder der Orte von heute zu zeitlosen Dokumenten einer Erinnerungskultur, die sich selbst in Frage stellt. - Auszeichnung: 2019 DOK Leipzig, Goldene Taube

Woche vom 02.09.2021 bis 08.09.2021


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Do 2.9. - So 5.9. 18.45 Uhr Großer Saal
Mo 6.9. - Mi 8.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Kaiserschmarrndrama
D 2019 Regie: Ed Herzog
96 Minuten
Hollywood in Bayern und der stets lässig grantelnde Dorfsheriff Franz Eberhofer avanciert endgültig zum bayrischen James Bond. Was will der Fan der Kultkrimis nach der Vorlage von Bestsellerautorin Rita Falk noch mehr. Auch in der siebten Verfilmung begeistert das brillante österreichisch-bayerische Dreamteam mit unwiderstehlich derbem Charme und schrägem Witz. Sex und Crime in Niederkaltenkirchen halten den launigen Antiheld auf Trab. Eberhofer alias Sebastian Bezzel steht vor pikanten Ermittlungen. Denn zum Kreis der Verdächtigen zählen diesmal seine alten Spezln Simmerl und Flötzinger. Seinem geliebten Saustall droht die Abrissbirne. Ein Leben im Doppelhaus samt verhasstem Bruder Leopold gleicht für ihn einem Alptraum. Darsteller: Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Lisa Maria Potthoff, Enzi Fuchs, Eisi Gulp, Nora Waldstätten

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Do 2.9. - So 5.9. 21.00 Uhr Großer Saal
Nebenan
D 2021 Regie: Daniel Brühl
92 Minuten Tipp
Er trat in über 70 Filmen auf, nun wagt sich Daniel Brühl, 42, mit „Nebenan“ hinter die Kamera - und spielt zugleich die Hauptrolle an der Seite von Peter Kurth. Das Regie-Debüt gelingt gut, nicht umsonst wurde die vergnüglich verspielte Komödie in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen. Brühl gibt den protzigen Filmstar aus Berlin, den es auf dem Weg zum wichtigen Casting in ein Kiez-Lokal verschlägt. Dort wird er von einem überaus höflichen Gast in ein Gespräch verwickelt - das sein Leben vollkommen aus der Bahn werfen könnte. - Brühl und Kurth spielen traditionell schon gut, aber als Duo sind sie eine absolute Wucht.

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Do 2.9. - Mi 8.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Beflügelt – Ein Vogel namens Penguin Bloom
Australien 2020 Regie: Glendyn Ivin
95 Minuten
In Australien entwickelte sich der Film zum Nummer-1-Hit in den Kinos. Es wird schnell klar, wieso diese wahre Geschichte die Menschen ins Kino gelockt hat. Weil sie in schweren Zeiten von einer Familie erzählt, die noch viel Schwereres durchgemacht hat. Es geht um die Familie Bloom. Die Mutter ist nach einem Unfall querschnittsgelähmt und hadert mit dem Leben, aber als die Elster Penguin Bloom in ihrer aller Leben tritt, verändert sich alles. Darsteller: Naomi Watts, Andrew Garfield, Griffin Murray-Johnston, Jackie Weaver

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Mo 6.9. - Mi 8.9. 20.45 Uhr Großer Saal
The Green Knight
USA 2020 Regie: David Lovery
130 Minuten
Basierend auf der Artus-Legende erzählt Regisseur David Lowery die Geschichte von Sir Gawain, einem Ritter der legendären Tafelrunde. Gawain (Dev Patel), Neffe König Artus (Sean Harris), begibt sich – um sich vor seiner Familie, seinem Volk und nicht zuletzt sich selbst zu beweisen – auf eine gefährliche Mission, eine Reise in sich selbst. Er muss sich dem sagenhaften Grünen Ritter stellen, der eine alte Schuld einfordert: den Kopf von Gawain. - Eine gegen den Strich gebürstete, an Abenteuern reiche Rittermär, gleichermaßen symbolreich, allegorisch und mysteriös, dennoch ganz dem modernen Kino mit seinen großen Schauwerten und verblüffenden Effekten verpflichtet.

Woche vom 09.09.2021 bis 15.09.2021


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Do 9.9. - Sa 11.9. 18.45 Uhr Großer Saal
So 12.9. - Mi 15.9. 18.00 Uhr Großer Saal
Der Rosengarten von Madame Vernet
Frankreich 2021 Regie: Pierre Pinaud
94 Minuten
In dieser französischen Komödie versucht eine passionierte Rosenzüchterin die Geschäfte der Familien-Gärtnerei wieder anzukurbeln. Dafür schreckt sie auch vor kriminellen Mitteln nicht zurück. „Der Rosengarten von Madame Vernet“ entführt mit malerischen Impressionen und erhabenen Bildern aus dem Burgund in die Welt der Rosenkreation. Pierre Pinauds neuestes Werk ist aber mehr als ein simpler, leicht zu konsumierender Wohlfühl-Film, da er auch ernste Töne anklingen lässt und komplexe Themen wie Selbstfindung, elterliche Verantwortung und die Angst vor sozialem Abstieg berücksichtigt. - Darsteller: Catherine Frot, Fatsah Bouyahmed, Olivia Côte

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Do 9.9. - Sa 11.9. 21.00 Uhr Großer Saal
Der Rausch
Dänemark 2020 Regie: Thomas Vinterberg
117 Minuten Tipp
Alkohol - nicht nur in Deutschland die Volksdroge Nummer 1, auch in Dänemark wird Bier, Wein und Schnaps gerne genossen. Welche Folgen das haben kann, sowohl positive, als auch negative, davon erzählt der dänische Regiestar Thomas Vinterberg ("Das Fest") in seinem Film “Der Rausch“, der es wagt, sein Thema nicht moralinsauer zu verhandeln. Im Mittelpunkt steht ein Mann um die 40, dargestellt von Dänemarks Schauspielstar Mads Mikkelsen, der sich die Welt schön trinkt. - Ausgezeichnet mit 4 EUROPÄISCHEN FILMPREISEN 2020: Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler (Mads Mikkelsen), Bestes Drehbuch

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Do 9.9. - So 12.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Dream Horse
GB 2020 Regie: Euros Lyn
113 Minuten
Mit originellen Charakteren, viel Humor und tollen Dialogen ist der Film ein echtes Kino-Highlight, nicht nur für Fans von Pferden und BritComs. Rund um die wunderbare Toni Collette in der Hauptrolle entspinnt sich eine märchenhafte und tatsächlich beinahe wahre Komödie über walisische Provinzstädter, die gemeinsam ein Rennpferd züchten, mit dem sie die Profiszene aufmischen. Ein Kampf der Kleinen gegen die Großen, Arm gegen Reich, sehr amüsant und very British: Die arroganten Lords und Ladys sind schockiert von den Aktivitäten der ambitionierten Hobby-Pferdezüchter, die ihre Ersparnisse zusammenlegen, um ein Rennpferd im Kleingarten aufzuziehen. Wenn das mal gutgeht! - Darsteller: Toni Collette, Damian Lewis, Owen Teale, Joanna Page

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So 12.9. 20.00 Uhr Großer Saal
Je Suis Karl
D/Tschechien 2021 Regie: Christian Schwochow
126 Minuten Preview
Wir freuen uns, folgende Gäste zum Gespräch begrüßen zu können: Referent: Matthias Jakubowski (Referent für den Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag am Breitscheidplatz Berlin und Experte zu rechten Netzwerken, Islamismus und Sicherheitspolitik) Moderation: Tim Detzner(engagiert in Chemnitz seit 20 Jahren u.a. bei Chemnitz Nazifrei und Bundestagskandidat für DIE LINKE) --- Preview mit anschließendem Gespräch mit Expert*innen zum Thema. Eine Radikalisierungsgeschichte, die bekannte Muster unterläuft, erzählt Christian Schwochow in seinem neuen Film „Je Suis Karl“. Keine Islamisten, sondern Deutsche sind in seinem Drama die Täter, die allgegenwärtige Ängste weiterdenken und radikalisieren. Ein spannendes, ambitioniertes Konstrukt, wuchtig gefilmt und gespielt. Mit friedlichen Mitteln soll die „Re/generation-Europe“ genannte Revolution wohlgemerkt ablaufen, was sich allerdings schnell als Anlass für Reden, Feiern und Trinken herausstellt. Viel zu wenig für Maxi, die sich leicht in Karls Bann ziehen lässt. Und Karls Pläne, mit Terror gegen das System zu kämpfen, haben gerade erst begonnen. - Mit Luna Wedler, Jannis Niewöhner und Milan Peschel in den Hauptrollen.

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Mo 13.9. - Mi 15.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Alles ist eins. Außer der 0.
D 2020 Regie: Klaus Maeck, Tanja Schwerdorf
90 Minuten Let'sDok
In den frühen 1980er Jahren waren Computer noch etwas Exotisches. Der Normalbürger konnte sich kaum etwas darunter vorstellen, Filme wie „Wargames“ machten aus ihm etwas Unheimliches, die wahre Dimension dessen, was mit dem Computer-Zeitalter eingeläutet werden sollte, war damals aber nur wenigen bewusst. Zu diesen Wenigen gehören die Aktivisten des Chaos Computer Clubs, die die Informationsgesellschaft als Nonplusultra sahen, getreu dem Motto, dass jede Ressource begrenzt ist, nur die Information steht unbegrenzt zur Verfügung – und muss transparent jedem zugänglich gemacht werden. Dieser Dokumentarfilm befasst sich mit den Anfängen des CCC - und ist eine faszinierende Geschichtsstunde.

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Mo 13.9. - Mi 15.9. 20.00 Uhr Großer Saal
Fabian oder der Gang vor die Hunde
D 2021 Regie: Dominik Graf
176 Minuten Der besondere Film
Der engagierte Regisseur Dominik Graf spielt gern nach eigenen Regeln. Das beweist auch seine Adaption von Erich Kästners 1931 erschienenem Berlin-Roman. Sein meisterhaftes dreistündiges Sittengemälde der Weimarer Republik fasziniert nicht zuletzt mit atemlosem Formalismus. Historische Archivaufnahmen und Split-Screen-Bilder treffen auf schnell geschnittene Szenen, gedreht mit perfekt bewegter Kamera. Die Geschichte eines Moralisten, der auf den Sieg der Anständigen wartet, an den er selbst nicht mehr glaubt, schlägt geschickt Brücken zur Gegenwart. Hauptdarsteller Tom Schilling verkörpert den „Helden auf verlorenem Posten“ mit beeindruckender Präsenz. - Darsteller: Tom Schilling, Saskia Rosendahl, Albrecht Schuch, Meret Becker, Aljoscha Stadelmann

Woche vom 16.09.2021 bis 22.09.2021


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Do 16.9. - Sa 18.9. 18.45 Uhr Großer Saal
Mo 20.9. - Mi 22.9. 18.45 Uhr Großer Saal
The Father
GB 2020 Regie: Florian Zeller
98 Minuten Tipp
Anthony ist ein 80 Jahre alter Mann, der an fortschreitender Demenz leidet. Doch er will keine Hilfe annehmen und weigert sich, sein Schicksal anzuerkennen. Das Drama „The Father“ schildert schmerzhaft ehrlich und beeindruckend wahrhaftig, was Demenz mit den Opfern und Angehörigen macht. Der besondere Coup des Films ist die gewählte Perspektive, die das Geschehen konsequent aus Sicht des Erkrankten zeigt. Ein beeindruckendes, aufschlussreiches filmisches Erlebnis, in dem vor allem der nachdrücklich aufspielende Anthony Hopkins Akzente setzen kann. - Darsteller: Anthony Hopkins, Olivia Colman

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Do 16.9. - So 18.9. 21.00 Uhr Großer Saal
Je Suis Karl
D/Tschechien 2021 Regie: Christian Swochchow
126 Minuten
Preview mit anschließendem Gespräch mit Expert*innen zum Thema. Eine Radikalisierungsgeschichte, die bekannte Muster unterläuft, erzählt Christian Schwochow in seinem neuen Film „Je Suis Karl“. Keine Islamisten, sondern Deutsche sind in seinem Drama die Täter, die allgegenwärtige Ängste weiterdenken und radikalisieren. Ein spannendes, ambitioniertes Konstrukt, wuchtig gefilmt und gespielt. Mit friedlichen Mitteln soll die „Re/generation-Europe“ genannte Revolution wohlgemerkt ablaufen, was sich allerdings schnell als Anlass für Reden, Feiern und Trinken herausstellt. Viel zu wenig für Maxi, die sich leicht in Karls Bann ziehen lässt. Und Karls Pläne, mit Terror gegen das System zu kämpfen, haben gerade erst begonnen. - Mit Luna Wedler, Jannis Niewöhner und Milan Peschel in den Hauptrollen.

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Do 16.9. - So 19.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Wilder Wald
D 2020 Regie: Lisa Eder
89 Minuten Let'sDok
„Natur Natur sein lassen“ lautet die Philosophie des Nationalparks Bayerischer Wald. Trotz eines massiven Widerstands ist diese Vision zu einem bahnbrechenden Vorzeigeprojekt geworden. Weil der Mensch nicht in die Natur eingreift, wächst aus den einstigen Wirtschaftswäldern ein Urwald heran, ein einzigartiges Ökosystem und ein Refugium der Artenvielfalt. Menschen aus aller Welt kommen hierher. Sie suchen Antworten auf die Frage, warum wir mehr wilde Natur brauchen und was wir von ihr lernen können, um Wälder in Zeiten des Klimawandels auch für künftige Generationen zu bewahren.

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So 19.9. 11.00 Uhr Großer Saal
Abschied und Ankunft
D 2021 Regie: Beate Kunath
105 Minuten Let'sDok
Matinee: Premiere - Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Internationalen-Stefan-Heym-Gesellschaft. - Knapp 20 Jahre nach dem Tod Stefan Heyms übereignete seine Frau Inge Heym die über Jahrzehnte hinweg zusammengetragene Arbeitsbibliothek des Schriftstellers als Schenkung der Stadt Chemnitz. Das Tietz präsentiert die Stefan-und-Inge-Heym-Arbeitsbibliothek im Originalmobiliar seines Arbeitszimmers. Die aus Chemnitz stammende Filmemacherin Beate Kunath hat Inge Heyms Vorbereitungen auf den Umzug der Bibliothek mit der Kamera begleitet. Ergänzt um Archivaufnahmen aus Interviews mit Stefan Heym ist dabei ein einfühlsames Doppelporträt entstanden, das überraschende neue Einblicke in Heyms Leben und literarisches Schaffen bietet.

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So 19.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Der Entschluss
D 2020 Regie: Nancy Brandt, Thomas Beckmann
62 Minuten Let'sDok
Der Animadokfilm beleuchtet die Geschichte der Familie Spitzner. Hans-Peter Spitzner lebt mit seiner Frau Ingrid und Tochter Peggy zu DDR-Zeiten in Karl-Marx-Stadt. Er ist Lehrer mit Leib und Seele. Doch schon frühzeitig eckt er immer wieder mit dem System an. Als er sich weigert, seine Schüler für den verlängerten Wehrdienst zu werben und bei einer FDGB-Wahlveranstaltung mit Nein stimmt, steht kurze Zeit später die Staatssicherheit vor seiner Haustür. Ein Erlebnis, das ihn prägt. Er beschließt daraufhin, die DDR so bald wie möglich zu verlassen. Als seine Frau eine zehntägige Besuchserlaubnis für ihre Tante in Österreich erhält, sieht er seine Chance gekommen. Er wagt einen riskanten Fluchtversuch, bei dem er, wenn er scheitert, alles verlieren kann. - In Anwesenheit von Protagonisten und Filmteam.

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Mo 20.9. - Mi 22.9. 21.00 Uhr Großer Saal
Nomadland
USA 2020 Regie: Chloé Zhao
110 Minuten
Von einer anderen Art des amerikanischen Traums erzählt Chloé Zhao in ihrem dritten Film „Nomadland“, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde und der Favorit bei den Oscars war . Menschen, die freiwillig als Nomaden leben, durch die Weiten der USA ziehen und nach Unabhängigkeit und Freiheit suchen, stehen im Mittelpunkt eines herausragenden, poetischen, unprätentiösen Films – und eine wieder mal überragende Frances McDormand („Three Billboards…“). Über diese Menschen schrieb Jessica Bruder vor einigen Jahren ihr Buch „Nomaden der Arbeit: Überleben in Amerika im 21. Jahrhundert“, das nun von Chloé Zhao adaptiert wurde. Darsteller: Frances McDormand, David Strathairn

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Mo 20.9. - Mi 22.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Sommer 85
F 2020 Regie: François Ozon
100 Minuten
„Und es war Sommer“ - ganz wie im alten Hit von Peter Maffay, erzählt Frankreichs Arthaus-Liebling François Ozon eine Retro-Lovestory über die erste große Liebe, die sich anno 1985 in einem malerischen Küstenörtchen der Normandie zuträgt. Zwei Teenager, himmelhoch jauchzend verknallt, nach dem Eifersuchts-Eklat zu Tode betrübt. „La Boum“ trifft „Call Me By Your Name“ und Rod Stewart röhrt gleich zweifach „I am Sailing“ dazu. Originell verpackter Liebesfilm mit leinwandpräsenten Helden, ebenso hübschen Bildern sowie nostalgisch korrekte Ausstattung. Et voilà: Ein echter Ozon! - Darsteller: Félix Lefebvre, Benjamin Voisin, Philippine Velge, Valeria Bruni-Tedeschi

Woche vom 23.09.2021 bis 29.09.2021


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Do 23.9. - So 26.9. 18.45 Uhr Großer Saal
Mo 27.9. - Mi 29.9. 21.00 Uhr Großer Saal
Beckenrand Sheriff
D 2021 Regie: Marcus H. Rosenmüller
113 Minuten
Der Bademeister als höchstes Gut deutscher Gründlichkeit und Penibilität als Thema für eine „spritzige“ Komödie über das öffentliche Plantschen im Wasser. Der neue Film von Marcus H. Rosenmüller mit Milan Peschel, Sebastian Bezzel, Rick Kavanian u.a. erzählt von solch einem Beckenrand-Sheriff, der für das Überleben des Freibads kämpft, sich mit einem Flüchtling anfreundet und über die eigene Kleingeistigkeit hinauswächst.

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Do 23.9. - So 26.9. 21.15 Uhr Großer Saal
Mo 27.9. - Mi 29.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Helden der Wahrscheinlichkeit
Dänemark 2020 Regie: Anders Thomas Jensen
117 Minuten
Anders Thomas Jensen, Schöpfer dunkelschwarzer Komödien von „Dänische Delikatessen“ über „Adams Äpfel“ bis „Men & Chicken“, und Mads Mikkelsen – das ist seit vielen Jahre ein eingespieltes Team und erzählt Geschichten auf höchstem Niveau. Das gilt auch für „Helden der Wahrscheinlichkeit“, in dem ein Mann Rache für den vermeintlichen Unfalltod seiner Frau will. Eine geradlinige Geschichte, aber bei Jensen doch mehr als das. Ein brillant erzählter Rachefilm für den intelligenten Zuschauer, der für jeden etwas bietet.

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Do 23.9. - So 26.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Unter den Sternen von Paris
Frankreich/ Belgien 2020 Regie: Claus Drexel
84 Minuten
Vor einigen Jahren beschäftigte sich Claus Drexel auf dokumentarische Weise mit dem Leben von Obdachlosen in Paris, nun führt er diese Arbeit auf fiktive, fast märchenhafte Weise weiter. In „Unter den Sternen von Paris“ treffen verlorene Seelen aufeinander und überwinden ihre Unterschiede. Getragen von großer Sympathie für das Leben und Wesen der Obdachlosen. - Darsteller: Catherine Frot, Mahamdou Yaffa, Dominique Frot

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Mo 27.9. - Mi 29.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Futur Drei
D 2020 Regie: Faraz Shariat
92 Minuten
Wegen eines Ladendiebstahls wurde Regisseur Faraz Shariat zu 120 Sozialstunden in einer Flüchtlingsunterkunft verdonnert. Nun, etwa fünf Jahre später, bringt er die an diese eigene Erfahrung knüpfende Geschichte in unsere hiesigen Kinos und landete bei der diesjährigen Berlinale einen fulminanten Überraschungshit. Shariat und seinem Filmkollektiv JÜNGLINGE ist ein beachtliches Debüt gelungen, in dem auf intelligente Weise zentrale Fragen und Problemfelder rund ums Heranwachsen mit Migrationshintergrund verhandelt werden.

Woche vom 30.09.2021 bis 06.10.2021


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Do 30.9. - So 3.10. 18.45 Uhr Großer Saal
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
D 2021 Regie: Detlev Buck
117 Minuten
Thomas Manns Roman wurde schon mehrfach verfilmt, besonders die Version aus dem Jahr 1957 mit Horst Buchholz in der Hauptrolle gilt als fast unerreichbarer Klassiker. Detlev Buck ließ sich davon aber nicht abschrecken und machte sich – zusammen mit Erfolgsschriftsteller Daniel Kehlmann als Co-Autor - daran, eine neue Version der Geschichte eines jungen Mannes und Frauenschwarms, der für den gesellschaftlichen Aufstieg fast alles tut, abzuliefern. Darsteller: Jannis Niewöhner, David Kross, Liv Lisa Fries, Joachim Król

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Do 30.9. - So 3.10. 21.15 Uhr Großer Saal
Promising Young Woman
USA, GB 2020 Regie: Emerald Fennell
113 Minuten
Provokativ und makaber geht es zu in Emerald Fennells Regie-Debüt, in dem sich eine ehemalige Medizinstudentin an Männern rächt, die Frauen in Not ausnutzen. In der Hauptrolle brilliert Carey Mulligan („Drive“) als traumatisierte, ein Doppelleben führende Femme Fatale, die dem männlichen Geschlecht den Spiegel vorhält. Die wild-ungezügelte Thriller-Dramödie ist ein erfrischend unalltäglicher filmischer Rachetrip, der mit seiner auffallenden Farbgebung berauscht.

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Do 30.9. - So 3.10. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Gunda
Norwegen, USA 2020 Regie: Viktor Kossakovsky
93 Minuten
Ferkel im Glück – und ein Bauernhof als friedliche Heimat: Viktor Kossakowsky zeigt in fein komponierten meditativen Schwarzweiß-Bildern das Landleben aus Sicht von Haus- und Hoftieren. Es gibt weder Musik noch Kommentare, und Menschen spielen keine Rolle. Der scheinbare Minimalismus formt sich schnell zu einer verblüffenden und enorm wirkungsvollen Bildsprache, die einerseits visuelle Meisterschaft und andererseits die starke Zuwendung zu den gezeigten Tieren und generell zum Leben offenbart. Ganz ohne offenen Appell und ohne direkte Ansprache wird der Film auf diese Weise zum Bekenntnis für die friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Natur. - Ausgezeichnet beim 28. Filmfest Hamburg im Herbst 2020 mit dem Publikumspreis.