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  KINOPLAN für Monat April 2017


Woche vom 30.
03. bis 05. 04. 2017



Fr 31.3. - So 2.4. um 16.15 Uhr Großer Saal


Bibi & Tina - Tohuwabohu Total    110 min.    ohne Altersbeschränkung

D 2017 Regie: Detlev Buck   Kinderkino

Der vermutliche letzte Teil komplettiert die generell starke Jugendfilmreihe auf famose Weise. Noch mehr als zuvor verhandelt der Film auf unverkrampfte Weise gesellschaftlich akute Themen. Die Probleme nimmt der Abenteuerfilm Ernst, vergisst aber nicht den unbekümmerten bis actionreichen Spaßfaktor, der die „Bibi & Tina“-Filme seit jeher auszeichnet. Das Ergebnis ist pädagogisch, emanzipatorisch und unterhaltungstechnisch wertvoll.




Do 30.3. - So 2.4. um 18.45 Uhr und
Mo 3.4. - Mi 5.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Jackie    100 min.   

USA 2016 Regie: Pablo Larraín   Tipp

Die Ermordung John F. Kennedys war das große Trauma der jüngeren amerikanischen Geschichte. Die Bilder vom Staatsbegräbnis gingen um die Welt. Der chilenische Regisseur Pablo Larraín beschränkt sein mitreißendes Drama klug auf diese schicksalhafte Zeit nach dem Attentat im November 1963. In den Tagen nach der Tragödie in Dallas steht das Leben der First Lady Kopf. Bravourös verleiht Oscarpreisträgerin Natalie Portman der kosmopolitischen Stilikone und beneideten High-Society-Lady ein menschliches Antlitz. Gleichzeitig zeigt sie damit, wie sehr die facettenreiche Kultfigur, allen Boulevardklischees zum Trotz, gegen das konventionelle Frauenbild ihrer Zeit ankämpft und unerschütterlich versucht, ein von Gewalt zerrissenes Amerika als zivilisierte, kultivierte Nation in die Geschichte einzuschreiben. - Darsteller: Natalie Portman - Oscarnominiert!!, Peter Saarsgard, Greta Gerwig, John Hurt




Do 30.3. - So 2.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Neruda    108 min.   

Chile / Frankreich 2014 Regie: Pablo Larraín

Der chilenische Regisseur Pablo Larraín (Oscar-nominiert für ¡NO!) blickt zurück auf die 1940er Jahre, als der chilenische Dichter und Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda in seiner Heimat verfolgt wird. Sein Anti-Biopic verblüfft als Kriminalfilm mit Noir-Anleihen und lakonischen Humor. Vor allem die beiden Hauptdarsteller Gael García Bernal und Luis Gnecco stehen im Vordergrund in diesem illustren Katz-und-Maus Spiel zwischen der Staatsmacht und dem berühmten antifaschistischen Poeten im Untergrund.




Do 30.3. - So 2.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Der Eid    110 min.   

Island 2016 Regie: Baltasar Kormákur

"Ein Mann sieht Rot" - verlegt in die verschneite, hermetische Welt Islands, so wirkt „Der Eid“ oft. Er gibt sich als harter Selbstjustiz-Thriller, doch unter der Oberfläche erzählt der nach einigen Hollywood-Abenteuern in seine Heimat zurückgekehrte Baltasar Kormákur ein dichtes Familiendrama, in dem er selbst die Rolle eines Vaters spielt, der zwischen Berufsethos und Schutz seiner Tochter hin- und hergerissen ist.




Mo 3.4. - Mi 5.4. um 18.30 Uhr Großer Saal


Florence Foster Jenkins    110 min.   

GB , Frankreich 2016 Regie: Stephen Frears   Tipp

1944: Eigentlich könnte sich die Millionärin Florence Foster Jenkins (grandios Meryl Streep) zurücklehnen, ihren Reichtum genießen und in Saus und Braus leben, doch sie fühlt sich zu Höherem berufen und strebt deswegen eine Karriere als Opernsängerin an. Zunächst tritt sie nur bei privaten Konzerten an der Seite des talentierten Pianisten Cosmé McMoon und fernab von unabhängigen Kritikern auf. Und sie hat einen Traum, der ihrem Manager und Ehemann St. Clair Bayfield (Hugh Grant) ob der zu befürchtenden Blamage Kopfzerbrechen bereitet: Florence Foster Jenkins möchte in der berühmten Carnegie Hall beweisen, dass sie die beste Opernsängerin der Welt ist und verschenkt deswegen tausend Eintrittskarten an Kriegsveteranen…Ein herrlich unterhaltsames Biopic über Florence Foster Jenkins, die als eine der untalentiertesten und schlechtesten Sängerinnen in die Geschichte der Oper einging.




Mo 3.4. - Mi 5.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Marie Curie    95 min.   

Frankreich, Polen, D 2016 Regie: Marie Noëlle   Wunschfilm

Der Filmemacherin Marie Noëlle gelingt mit ihrem lebendigen, sensiblen Biopic nicht nur eine längst überfällige Würdigung der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie, sondern sie zeigt die geniale Wissenschaftlerin auch als leidenschaftlichen Freigeist und emotionale, moderne Frau. Vor allem die polnische Schauspielerin Carolina Gruszka begeistert als feminine, unermüdliche Forscherin. Dass dabei die Forschungsergebnisse weniger im Vordergrund stehen, tut dem geradlinig, inszenierten Porträt keinen Abbruch. Denn die Regisseurin führt bestechend vor, wie Marie Curie trotz aller männlicher Vorurteile ihr eigenes Leben führt.





Woche vom 06.
04. bis 12. 04. 2017



Fr 7.4. - So 9.4. um 16.30 Uhr Großer Saal


Ritter Rost 2 - Das Schrottkomplott    90 min.    ohne Altersbeschränkung

D 2016 Regie: Thomas Bodenstein   Kinderkino

Im zweiten Teil des animierten Ritter-Abenteuers auf Grundlage der beliebten Kinderbücher ist Schrottland in der Pleite. Die Kosten für Ritter Rost und seine Kollegen, die auf Schrottland aufpassen, sind viel zu hoch. Also schmieden sie einen Plan, um sich wieder in Lohn und Brot zu bringen und der Recycling-Verschrottung zu entkommen.




Do 6.4. - So 9.4. um 18.45 Uhr Großer Saal


Paula    123 min.   

D, Frankreich 2016 Regie: Christian Schwochow   Wunschfilm

Das Drama über das kurze, wilde Leben der Paula Modersohn-Becker zeigt eine lebenshungrige Frau, die gegen alle Konventionen um 1900 herum als Künstlerin arbeitet. Carla Juri (u. a. „Feuchtgebiete“) liefert als Paula eine intensive Interpretation der Malerin als leidenschaftliche, spontane Frau. Im Vordergrund steht ihre Beziehung zum Kollegen und späteren Ehemann Otto Modersohn. Christian Schwochow inszeniert formgewandt und in teils wunderbaren Bildern. Das Ergebnis ist ein Biopic mit Einblicken in eine spannende Epoche und ins Leben einer Künstlerin, deren Werk bis heute strahlt.




Do 6.4. - So 9.4. um 21.30 Uhr Großer Saal

Mo 10.4. - Mi 12.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

T2 Trainspotting    117 min.   

GB 2016 Regie: Danny Boyle

Fortsetzung des Drogen-Kultfilms „Trainspotting“ von Danny Boyle. Das Sequel basiert auf dem Irvine-Welsh-Roman „Porno“. Das Buch spielt zehn Jahre nach „Trainspotting“ und statt mit Drogen beschäftigt sich die Ex-Clique um Renton darin mit dem Pornogeschäft. - 20 Jahre nachdem er Edinburghs Stadtteil Leith hinter sich gelassen hat und sich einem bürgerlichen Leben zuwendete, kehrt Mark Renton in seine Heimatstadt zurück, wo sich manches geändert hat und wo seine alten Freunde und Bekannten, darunter Spud, Sick Boy und Begbie, schon auf ihn warten.




Do 6.4. - So 9.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Egon Schiele    109 min.   

Österreich , Luxemburg 2016 Regie: Dieter Berner

Der junge Egon Schiele gehört im Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts zu den Künstlern, über die am meisten diskutiert wird. Seine originellen, expressionistischen, erotischen Werke bieten reichlich Gesprächsstoff. Inspiriert wird Egon von schönen Frauen wie seiner Schwester Gerti Schiele, die für ihn Modell steht. Doch zu ihrem Bedauern bleibt sie nicht die einzige Muse ihres Bruders: Mehr und mehr Mädchen lassen sich von ihm malen, unter ihnen die rothaarige Wally Neuzil, die Egon von seinem Künstlerfreund Gustav Klimt vorgestellt wird. Sie und Egon verlieben sich, beginnen eine Beziehung, deren Leidenschaft den Künstler zu neuen Großtaten veranlasst. Sein Gemälde „Tod und Mädchen“ ist der unsterbliche Ausdruck einer stürmischen Liebe…Mit: Noah Saavedra, Maresi Riegner




Mo 10.4. - Mi 12.4. um 18.00 Uhr Kleiner Saal

Mein Leben als Zucchini    66 min.   

Frankreich 2016 Regie: Claude Barras

Nach seiner Weltpremiere in Cannes lief der Film auf zahlreichen Filmfestivals und gewann etliche Filmpreise. Ein ebenso unangestrengter wie ernsthafter Animationsfilm, der aus dem Kontrast zwischen der verspielten Ästhetik und dem teils schonungslosen Inhalt einen ganz eigenen Reiz bezieht. „Mein Leben als Zucchini“ beginnt als prägnanter Einblick in das Leben des 9-jährigen Icare, Spitzname „Zucchini“, der bei seiner alkoholkranken Mutter lebt. Allein gelassen stapelt Icare leere Bierdosen, malt mit seinen Wachsstiften oder bastelt einen Papierdrachen, der seinen abwesenden Vater repräsentiert. Nach einem tragischen Unfall bringt der freundliche Polizist Raymond den Jungen ins Kinderheim von Madame Paineau.




Mo 10.4. - Mi 12.4. um 19.00 Uhr Großer Saal


Silence    161 min.   

USA 2016 Regie: Martin Scorsese

Bildgewaltig, asketisch und tief religiös ist Martin Scorseses „Silence“, ein Projekt, das der Regisseur seit gut 30 Jahren realisieren wollte. Nun, im Herbst seiner illustren Karriere gelang es ihm, die Geschichte eines Priesters zu erzählen, der am Schweigen Gottes zu verzweifeln droht. Eigentlich wollte er Priester werden. Kein Porträt des mit harten, oft brutalen Großstadt- und Mafiadramen berühmt gewordenen Martin Scorsese kommt ohne diesen Hinweis aus, doch statt in die Kirche verschlug es den New Yorker bald in die Kathedrale des Kinos. Mit schöner Regelmäßigkeit widmet sich Scorsese in seinen Filmen jedoch dezidiert religiösen Themen, angefangen bei „Die letzte Versuchung Christi“ über den Dalai Lama-Film „Kundun“ und nun also „Silence“, der Verfilmung des Romans von Shusako Endo.





Woche vom 13.
04. bis 19. 04. 2017



Fr 14.4. - Mi 19.4. um 16.30 Uhr Großer Saal


Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen    102 min.   

D 2016 Regie: Andreas Dresen   Kinderkino

Die neue Version der Geschichte vom Jungen, der sein Lachen verkauft ist ein sehenswerter Jugendfilm, denn Dresen und seine tollen Darsteller verfilmen nicht die Serie neu, sondern gehen zurück zur literarischen Vorlage.- Auch wenn er mit seinem Vater in ärmlichen Verhältnissen aufwächst lacht Timm Thaler oft und mitreißend. So anziehend ist sein Lachen, das es den finsteren Baron Lefeut (Justus von Dohnányi) auf den Plan ruft, der Timm - dem nach dem Unfalltod des Vaters ohnehin nicht mehr zum Lachen zumute ist - einen teuflischen Vorschlag unterbreitet: Verkauft Timm dem Baron sein Lachen, wird er zukünftig jede Wette gewinnen.




Do 13.4. - So 16.4. um 18.45 Uhr und
Mo 17.4. - Mi 19.4. um 18.30 Uhr Großer Saal


Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand    108 min.   

Schweden 2016 Regie: Felix Herngren & Mans Herngren   Tipp

So erfolgreich war die Verfilmung des Weltbestsellers „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ auch in Deutschland, dass eine Fortsetzung unvermeidlich war, auch wenn es diese nicht in Romanform gibt. So spinnt das Autor- und Regieduo Felix und Mans Herngren die Abenteuer des greisen Allan Karlson in „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“ auf eigene Faust recht humorvoll weiter.




Do 13.4. - So 16.4. um 21.15 Uhr und
Mo 17.4. - Mi 19.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Wilde Maus    103 min.   

Österreich 2016 Regie: Josef Hader

Er ist der Thermomix des Komischen. Josef Hader beherrscht diese Genre so grandios wie kaum ein anderer. Seine Kabarett-Programme sind hochkarätig und mit allen wichtigen Preisen geadelt. Die Auftritte als knautschiger Ermittler Brenner in den vier Verfilmungen der bitterbösen Wolf-Haas-Krimis haben unbestrittenen Kult-Faktor. Nach dem Ausflug ins große Charakterfach mit „Vor der Morgenröte“ präsentiert der Österreicher nun sein Regiedebüt - und landete prompt im Bären-Rennen der Berlinale. Nach eigenem Drehbuch spielt Hader den tragikomischen Helden, der seinen Job als Musikkritiker verliert und sich an seinem Chef rächen will. Famose Figuren, starke Situationskomik samt funkelnder Dialoge. Hier stimmen nicht nur sämtliche Pointen, sondern einfach alles: Gut. Besser. Hader! - Darsteller: Josef Hader, Pia Hierzegger, Jörg Hartmann, Nora von Waldstätten




Do 13.4. - So 16.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Nur fliegen ist schöner    105 min.   

Frankreich 2015 Regie: Bruno Podalydès   Wunschfilm

Wer träumt nicht davon, aus dem Alltag auszubrechen, sich aufzumachen in die Natur, in die Freiheit? Weg zu fliegen, weg zu fahren. Oder: weg zu paddeln - so wie der etwas steife 50jährige Michel in dieser liebevollen französischen Komödie. Im Kopf macht er sich öfter auf zu kleinen Fluchten, aber so wirklich traut er sich nicht. Bis er sich eines Tages, halb geschubst von seiner Frau, mit einem Kayak auf einen neuen Fluss des Lebens begibt. Wirklich weit kommt er nicht - und doch viel weiter, als er sich je erträumt hat. Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Bruno Podalydès erzählt eine charmante Geschichte vom Ausbruch aus den Zwängen, ganz unaufgeregt und doch sehr witzig, ganz schräg und doch wahrhaftig und liebenswert. Viel charmanter können Fluchten aus dem Alltag nicht sein. / Darsteller: Bruno Podalydès, Agnès Jaoui, Vimala Pons, Sandrine Kiberlain




Mo 17.4. - Mi 19.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Certain Women    107 min.   

USA 2016 Regie: Kelly Reichardt   Der besondere Film

In diesem Film erzählt Kelly Reichardt in drei sich sehr lose überschneidenden Miniaturen und mit einem großartigen Ensemble von mehreren Frauen in Montana. Laura Dern ist eine abgeklärte Anwältin, Michelle Williams eine angespannte Häuslebauerin und Kirsten Stewart eine sehr junge, sehr unsichere Juraabsolventin, in die sich Lily Gladstone als schweigsame Pferdepflegerin verliebt. Mit trockenem Humor und in sorgfältig beiläufig arrangierten Bildern erzählt Reichardt von alltäglichen und unausgesprochenen Gefühlen.





Woche vom 20.
04. bis 26. 04. 2017



Fr 21.4. - So 23.4. um 16.30 Uhr Großer Saal


The Lego Batman Movie    105 min.    ab 6 Jahren

USA / Dänemark 2016 Regie: Chris McKay   Kinderkino

LEGO-Batman erlebt nach seinem ersten Leinwand-Auftritt in „The LEGO Movie“ nun ein Solo- Abenteuer, in dem es um die Frage geht: Kann Batman glücklich sein? Der Sohnemann nagt dem Heldenpapa mächtig an den Nerven: Im Gegensatz zu Batman ist er nämlich die ganze Zeit super-positiv drauf – und er will im Batmobil vorne sitzen, was natürlich gar nicht geht. Comic-Verfilmung mit Lego Figuren.




Do 20.4. - So 23.4. um 18.45 Uhr und
Mo 24.4. - Mi 26.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Lion - Der lange Weg nach Hause    118 min.   

Australien 2016 Regie: Garth Davis

Die Geschichte vom Inder Saroo Brierley, der als Kind verloren ging und sein Heimatdorf 20 Jahre später via Google Earth-Recherche wieder fand. Sein 2014 veröffentlichter autobiographischer Bestseller „A Long Way Home“ dient nun dem eindringlichen Drama „Lion“ als Vorlage, das nach der Premiere beim Toronto Filmfestival 2016 vier Golden Globe- Nominierungen bekam. "Lion" ist ein berührender, angenehm klischeefreier und hervorragend besetzter Film über einen Menschen auf der Suche nach seinen Wurzeln. - Darsteller: Dev Patel, Rooney Mara, Nicole Kidman, David Wenham




Do 20.4. - So 23.4. um 21.30 Uhr und
Mo 24.4. - Mi 26.4. um 18.30 Uhr Großer Saal


Moonlight    111 min.   

USA 2016 Regie: Barry Jenkins

Ausgezeichnet 2017 mit dem Oscar für den Besten Film. - Ein bildgewaltiger Film, der mit Homosexualität in der schwarzen Bevölkerung ein heißes Eisen auf berührende, subtile Weise angeht. - Der neunjährige, „Little“ genannte Chiron spricht nicht viel. Er frisst den Kummer in sich hinein, den seine alleinerziehende Mutter Paula mit ihrer Cracksucht verursacht. Es braucht eine Ersatzfamilie, den Drogenhändler Juan, damit sich der Junge langsam öffnet. Als Teenager hat Chiron dann starke Probleme an der Highschool – weil er anders ist. Schließlich, mit Ende 20, hat Chiron die Opferrolle abgelegt. Er nennt sich Black und macht sein Geld als Drogendealer. Ein überraschender Anruf aber löst etwas in ihm aus...




Do 20.4. - So 23.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die Frau im Mond    116 min.   

Frankreich 2016 Regie: Nicole Garcia

In ihrem Dorf gilt sie als verrückt, die Eltern glauben sie gebändigt, als sie ihre Tochter dem auf ihrem Hof in der Provence als Erntehelfer arbeitenden spanischen Exilanten José zur Frau geben. Doch in Gabrielle lodert ein Feuer, das eines Tages wie aus heiterem Himmel wieder ausbricht. Nicole Garcia hat den Roman „Die Frau im Mond“ von Milena Agus frei adaptiert und aus der sardischen in die französische und schweizerische Landschaft verpflanzt. Marion Cotillard begeistert in dem für acht Césars nominierten Drama als eine von unerfüllten Leidenschaften und Sehnsüchten erdrückte Frau.




Mo 24.4. - Mi 26.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Neo Rauch - Gefährten und Begleiter    101 min.   

D 2016 Regie: Nicola Graef

Zum ersten Mal seit Jahren äußert sich der Leipziger Maler Neo Rauch in Nicola Graefs Dokumentation vor der Kamera, erlaubt es der Regisseurin, ihn beim Arbeiten zu beobachten, öffnet seine Bilder- und Gedankenwelten. Hinter diesen faszinierenden Einblicken in die Arbeitsweise eines der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart verblassen die Szenen mit Gefährten und Begleitern, die eher im Hintergrund bleiben. Im Chemnitzer Rathaus hängt ein großes Gemälde von Neo Rauch!





Woche vom 27.
04. bis 03. 05. 2017



Fr 28.4. - So 30.4. um 16.30 Uhr Großer Saal


The Lego Batman Movie    105 min.    ab 6 Jahren

USA / Dänemark 2016 Regie: Chris McKay   Kinderkino

LEGO-Batman erlebt nach seinem ersten Leinwand-Auftritt in „The LEGO Movie“ nun ein Solo- Abenteuer, in dem es um die Frage geht: Kann Batman glücklich sein? Der Sohnemann nagt dem Heldenpapa mächtig an den Nerven: Im Gegensatz zu Batman ist er nämlich die ganze Zeit super-positiv drauf – und er will im Batmobil vorne sitzen, was natürlich gar nicht geht. Comic-Verfilmung mit Lego Figuren.




Do 27.4. - So 30.4. um 18.45 Uhr Großer Saal


Kundschafter des Friedens    90 min.   

D 2016 Regie: Robert Thalheim

Eine Art Altherren-James-Bond ist die vergnügliche, selbstironische Komödie. Henry Hübchen wird als früherer ostdeutscher Top-Spion aus dem Ruhestand geholt. Gemeinsam mit seinem nicht mehr ganz taufrischen Ex-Team soll er dem BND dabei helfen, einen entführten BND- Mitarbeiter, seinen ehemaligen Gegenspieler, aufzuspüren. Die deutsche Agentenkomödie nimmt sich selbst nicht allzu ernst und funktioniert gerade deshalb wunderbar als selbstironischer, ungezwungener Unterhaltungsfilm. Darüber hinaus verfügt das Werk, das fast schon in Richtung Spionagefilm-Parodie geht, mit Henry Hübchen über einen famosen, ideal besetzten Hauptdarsteller. An seiner Seite alte Haudegen wie Michael Gwisdek, Thomas Thieme und als Spionage-Romeo Winfried Glatzeder. Ein herzhaftes Vergnügen!




Do 27.4. - So 30.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Die andere Seite der Hoffnung    98 min.   

Finnland 2017 Regie: Aki Kaurismäki

Mit nostalgischem Interieur und satten Farben wirken die Filme von Aki Kaurismäki und die skurrilen Typen, die darin walten, wie aus der Zeit gefallen. Mit „Le Havre“ startete der Finne 2011 seine „Hafen-Trilogie“ über das globalisierte Europa. Seine neue Tragikomödie „Die andere Seite“ knüpft hier an, diesmal kommt der Flüchtling aus Syrien und lernt in Helsinki einen Restaurantbesitzer kennen. Die gesellschaftliche Bestandsaufnahme kombiniert Kaurismäki mit seinem ureigenen lakonischen Tonfall und dem vielfältigen Humor. Auf der 67. Berlinale lief der Film im Wettbewerb und Kaurismäki erhielt völlig berechtigt den Silbernen Bären als Bester Regisseur.




Do 27.4. - So 30.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Ein Mann namens Ove    100 min.   

Schweden 2015 Regie: Hannes Holm   Wunschfilm

Basierend auf dem gleichnamigen Roman seines Landsmanns Fredrik Backman nimmt Regisseur Hannes Holm einen Rentner in den Blick, der die tiefe Trauer um seine Frau in bärbeißigen Kommentaren und großer Streitlust auslebt. Eigentlich will er sich nur ganz in Ruhe das Leben nehmen - aber wo findet man noch Ruhe und Ordnung in dieser Welt? Wie in anderen Dramen ähnlicher Ausrichtung (etwa "About Schmidt") findet Ove Schritt um Schritt zurück ins Leben, und zwar mit Hilfe einer neuen Nachbarin aus Persien. Das ist gleichzeitig urkomisch und ernsthaft zu Herzen gehend. "Eine wunderbare Komödie aus Schweden, bei der man aus vollem Herzen lachen aber auch weinen kann. Und dankbar ist, im Kino diesen Mann namens Ove kennengelernt zu haben. - Prädikat besonders wertvoll."