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  KINOPLAN für Monat Juni 2017


Woche vom 01.
06. bis 07. 06. 2017



Do 1.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Psychoanalyse trifft Film: „A History of Violence“    95 min.   

USA 2005 Regie: David Cronenberg

Eine Veranstaltung des SWK-Chemnitz. Der kanadische Regisseur David Cronenberg ist bekannt dafür irrationale und verstörende Filme mit tieferer Bedeutung zu drehen. "A History of Violence" befasst sich mit dem Einbruch der Gewalt in das Idyll einer amerikanischen Kleinstadt / einer Familie. Starbesetzt mit Viggo Mortensen, Maria Bello und Ed Harris beschäftigt sich der Film neben Gewalt mit Themen wie Identität, Verdrängung, Wandlung und Eskalation. Die handelnden Personen lassen uns fragen "wer sind wir wirklich, was geben wir vor zu sein?" oder "was wollen wir wahrhaben, was nicht?" Lassen sie sich mitnehmen von einem klugen, bösen Film über Mord und Totschlag, der dazu anhält über Identitätskonstrukte und die lauernde Gewalt nachzudenken. Herr Diplom-Psychologe S. Melzer wird die psychoanalytische Reflektion moderieren. Achtung geänderte Eintrittspreise: 10,- € ermäßigt: 6,-€




Fr 2.6. - So 4.6. um 18.45 Uhr und
Mo 5.6. - Mi 7.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Victoria - Männer & Andere Missgeschicke    97 min.   

Frankreich 2016 Regie: Justine Triet

Auch wenn der Titel „Victoria - Männer & Andere Missgeschicke“ auf eine sehr typische, sehr französische Komödie hindeutet: Justine Triets Film ist mehr. Elemente eines Dramas verbinden sich mit satirischen Momenten, auch Sex und die Liebe kommen nicht zu kurz, im Mittelpunkt steht dabei stets die vielschichtige Titelfigur.- Victoria (Virginie Efira) ist Ende 30 und erfolgreiche Anwältin in Paris. Dazu ist sie außerordentlich attraktiv, zieht zwei Kinder groß, wechselt die Psychiater fast so oft wie ihre Liebhaber und wird nun auch noch von ihrem ehemaligen Freund Vincent gebeten, ihn vor Gericht zu vertreten. Darsteller: Virginie Efira, Vincent Lacoste, Melvil Poupaud, Laurent Poitreneux




Do 1.6. - So 4.6. um 21.00 Uhr und
Mo 5.6. - Mi 7.6. um 20.45 Uhr Großer Saal


Get out    104 min.   

USA 2017 Regie: Jordan Peele

Das „Blair Witch Project“ lässt grüßen, ein kleiner Horrorfilm sorgt für den Mega-Hype: Riesiger Jubel der Kritiker. Zudem prächtige Profite an der Kinokasse (über 150 Millionen Dollar Einnahmen bei einem Budget von nur 5 Millionen!). Die Story: Der schwarze Held besucht mit seiner weißen Braut erstmals deren sehr liberalen Schwiegereltern. Hinter der auffällig freundlichen Fassade des vornehmen Anwesens lauert natürlich das Grauen. Der Erfolgs-Coup gelingt, weil das Horrorstück als spannender Schocker bestens funktioniert. Und zugleich eine bissige Parodie auf Vorurteile und Rassismus bietet.




Do 1.6. - So 4.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Nur fliegen ist schöner    105 min.   

Frankreich 2015 Regie: Bruno Podalydès   Wunschfilm

Wer träumt nicht davon, aus dem Alltag auszubrechen, sich aufzumachen in die Natur, in die Freiheit? Weg zu fliegen, weg zu fahren. Oder: weg zu paddeln - so wie der etwas steife 50jährige Michel in dieser liebevollen französischen Komödie. Im Kopf macht er sich öfter auf zu kleinen Fluchten, aber so wirklich traut er sich nicht. Bis er sich eines Tages, halb geschubst von seiner Frau, mit einem Kayak auf einen neuen Fluss des Lebens begibt. Wirklich weit kommt er nicht - und doch viel weiter, als er sich je erträumt hat. Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Bruno Podalydès erzählt eine charmante Geschichte vom Ausbruch aus den Zwängen, ganz unaufgeregt und doch sehr witzig, ganz schräg und doch wahrhaftig und liebenswert. Viel charmanter können Fluchten aus dem Alltag nicht sein. / Darsteller: Bruno Podalydès, Agnès Jaoui, Vimala Pons, Sandrine Kiberlain




Mo 5.6. - Mi 7.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Ich. Du. Inklusion    95 min.   

D 2017 Regie: Thomas Binn

Inklusion - ein viel diskutierter Begriff. Ihr oberstes Ziel: Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilnehmen. In Deutschland ist das Thema spätestens 2014 im schulischen Bereich angekommen. Seitdem werden an immer mehr Schulen, gesunde und unterstützungsbedürftige Kinder gemeinsam unterrichtet. Allumfassend und detailliert zeigt Thomas Binn in seiner Langzeit-Doku „Ich. Du. Inklusion.“ den Alltag an einer inklusiven Schule und die Probleme, mit denen die Involvierten zu kämpfen haben. Ein wichtiger Film, der für viele Unbeteiligte Licht ins Dunkel bringt und mit gefährlichem Halbwissen aufräumt.





Woche vom 08.
06. bis 14. 06. 2017



Do 8.6. - So 11.6. um 18.45 Uhr Großer Saal


Abgang mit Stil    96 min.   

USA 2016 Regie: Zach Braff

Willie, Joe und Albert sind lebenslange Freunde. Als sich ihre Firmenrente plötzlich in Luft auflöst, können Rechnungen nicht mehr bezahlt und die Familien nicht mehr versorgt werden, weswegen das Senioren-Trio einen extremen Beschluss mit potentiell weitreichenden Folgen fasst: Gemeinsam wollen die drei, die sich noch nie in ihrem Leben etwas zu Schulden kommen haben lassen, nun genau die Bank ausnehmen, die dafür verantwortlich ist, dass ihr Pensionsfonds bankrottgegangen ist. Hilfe bekommen sie von einem ziemlich merkwürdigen Typen namens Jesus, Joes genialer Enkelin Brooklyn, seinem Marihuana-kundigen Ex-Schwiegersohn Murphy und der Supermarktkassiererin Annie, die mit Albert im Schlafzimmer ordentlich was laufen hat… Mit Morgan Freeman, Michael Caine, Alan Arkin




Do 8.6. - So 11.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Einsamkeit und Sex und Mitleid    119 min.   

D 2017 Regie: Lars Montag

Mit seinem „Tatort - Kassensturz“ wurde Lars Montag für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Nun also das Kino-Debüt, die Verfilmung des bitterbösen Bestsellers von Helmut Krausser. Der Coup gelingt: Das Episoden-Drama über die Liebe in neurotischen Zeiten erweist sich als clever konstruiert, mit visuellem Einfallsreichtum inszeniert sowie einem schillernden Figurenkarussell, das ein hochkarätiges Ensemble mit spürbarer Spielfreude zum Besten gibt. Umwerfend komisch, unheimlich traurig: Ein funkelnder Diamant des Arthaus-Kinos - zugleich ein flammendes Plädoyer für die dramatisch bedrohte Gourmet- Kultur der Wurstabschnitte. Darsteller: Jan Henrik Stahlberg, Bernhard Schütz, Friederike Kempter, Lilly Wiedemann




Do 8.6. - So 11.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Frühstück bei Monsieur Henri    98 min.   

F 2015 Regie: Ivan Calbérac   Wunschfilm

Mit französischer Leichtigkeit und der zündenden Chemie zwischen dem französischen Altstar Claude Brasseur und der schweizerischen Newcomerin Noémie Schmidt gelingt eine Komödie, die charmante Unterhaltung bietet. - Monsieur Henri ist ein Griesgram, wie er im Buche steht. In einem fort echauffiert sich der verwitwete Rentner über Gott und die Welt, insbesondere über seinen Sohn Paul und dessen Frau Valérie, die er für eine dumme Gans hält. Weil Henri gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe und sein Pariser Apartment für eine Person viel zu groß ist, vermietet sein Sohn gegen den Willen des Alten eins der freien Zimmer. Als dann ausgerechnet die junge Studentin Constance an der Türschwelle steht, für Henri ein Inbegriff der unfähigen und verlotterten Jugend, lässt der ehemalige Buchhalter die junge Mitbewohnerin anfänglich nur zähneknirschend einziehen.




Mo 12.6. - Mi 14.6. um 18.00 Uhr Großer Saal


Dancing Beethoven    80 min.   

Spanien, Schweiz 2016 Regie: Arantxa Aguirre

Der 2007 verstorbene Choreograf Maurice Béjart adaptierte Beethovens Neunte Sinfonie als energetische Ballettfassung, in der Tanz und Beethoven Hand in Hand gehen. Die spanische Regisseurin Arantxa Aguirre begleitete die Proben für eine Aufführung des Stücks in Japan über einen Zeitraum von neun Monaten. Ihr unterhaltsamer Dokumentarfilm „Dancing Beethoven“ porträtiert den Entstehungsprozess, verdeutlicht die mentalen wie körperlichen Belastungsproben, die die Akteure während der Vorbereitung durchleben, und funktioniert nicht zuletzt als Hommage an Maurice Béjart, Beethoven und die Kunst.




Mo 12.6. - Mi 14.6. um 20.00 Uhr Großer Saal


Toni Erdmann    162 min.   

D, Österreich 2016 Regie: Maren Ade   Tipp

Zum Niederknien: Maren Ade puzzelt ihre feine Familiendramödie zu einer wunderbar intelligenten Geschichte. Die Story von der Karrierefrau Ines (Sandra Hüller) und ihrem einfallsreichen Vater (Peter Simonischek) ist nicht nur ungewöhnlich, sondern sie zeigt den Kampf der Generationen als liebevoll ironische Herausforderung für beide Seiten. Wie in einem schüchtern startenden Pas de deux kreisen Vater und Tochter umeinander, befehden sich und lieben sich doch. Das ist allerschönstes Kino – spannend, witzig und manchmal ein bisschen ergreifend! - "TONI ERDMANN ist eine Sensation. Eine feinsinnige Komödie über eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung und die Plausibilität des Irrwitzigen."/DIE ZEIT – Gewinner beim „Deutschen Filmpreis“




Mo 12.6. - Mi 14.6. um 19.30 Uhr Kleiner Saal

Die vergessene Armee    90 min.   

D / Norwegen 2017 Regie: Signe Astrup

Mit dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 war nicht nur die DDR bald Geschichte, auch die Nationale Volksarmee (NVA) und andere bewaffnete Organe des sozialistischen Staates wurden kurze Zeit später aufgelöst. Etwa 11.000 ehemalige DDR-Soldaten wurden auf längere Zeit in die Bundeswehr integriert, der größere Teil aber – hunderttausende Männer – war plötzlich arbeitslos. Regisseurin Signe Astrup zeigt, wie es den Ex-Soldaten aus dem Osten Deutschlands in der Bundesrepublik erging, wie sie mit ihrer Vergangenheit umgehen und wie sich dieser Prozess auf die deutsche Geschichte ausgewirkt hat. Viele der Männer haben ihre alte Identität nicht abgestreift, keinen Platz im wiedervereinigten Deutschland gefunden. Sie bedauern, dass die DDR nicht mehr existiert und erinnern in Traditionsverbänden und Kameradschaften an früher





Woche vom 15.
06. bis 21. 06. 2017



Do 15.6. - So 18.6. um 18.30 Uhr und
Mo 19.6. - Mi 21.6. um 20.30 Uhr Großer Saal


Rückkehr nach Montauk    106 min.   

D/Frankreich/Irland 2017 Regie: Volker Schlöndorff

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach seiner Verfilmung von „Homo Faber“ widmet sich Volker Schlöndorff mit „Rückkehr nach Montauk“ erneut einem Werk seines Freundes Max Frisch. Dieser war eigentlich kein Anhänger von Literaturverfilmungen und verhinderte zu seinen Lebzeiten die Verfilmung dieser sehr persönlichen Novelle. Erst der postume Rechteerwerb durch einen deutschen Produzenten ermöglichte es dem Oscar-Preisträger jetzt, eine eigene persönliche Geschichte aus der Vorlage zu machen. Mit Stellan Skarsgård, Nina Hoss, Bronagh Gallagher, Niels Arestrup - „Sehnsüchtig, schmerzhaft und voll schöner Bilder von der amerikanischen Ostküste und dem Gesicht von Nina Hoss erzählt Schlöndorff von Egoismus und anderen menschlichen Schwächen.“/ BRIGITTE




Do 15.6. - So 18.6. um 21.00 Uhr und
Mo 19.6. - Mi 21.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Happy Burnout    90 min.   

D 2017 Regie: André Erkau

Der als Burnout beschriebene Erschöpfungszustand ist zusammen mit Depressionen wohl das typischste seelische Leiden in unserer Gesellschaft. Bei André Erkaus dramatischer Komödie „Happy Burnout“ lässt bereits der widersprüchliche Titel erahnen, dass die Auseinandersetzung mit der Symptomatik nicht allzu erdenschwer ausfällt. Der „Tatort“- Ermittler und neue Old Shatterhand Wotan Wilke Möhring täuscht als Alt-Punk einen Burnout vor, um sich vor der Arbeitswelt zu drücken - und gewinnt bei einer stationären Therapie eine neue Sicht auf sein Lotterleben. Regisseur Erkau inszeniert aus der pfiffigen Idee eine kurzweilige Komödie, die zur Reflektion eines wichtigen Themas anregt.





100 Jahre Clubkino   

2017 besteht das Clubkino 100 Jahre. Gebaut vor 1917 als „Koppes Lichtspielhaus“, wurde es 1937 zum „Capitol“ erweitert und 1982 als „Clubkino“ in der DDR neueröffnet und besteht bis heute erfolgreich in der Form der Clubkino-Variante mit Drehsesseln und Tischen und einer Bar im Großen Saal. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass um einige wichtige Filme aus der Kinogeschichte nochmals aufzuführen. Dazu zeigen wir eine Reihe mit Filmemacher aus unserer Region die überregionale Berühmtheit erlangt haben. Im Juni zeigen wir ein kleines Porträt von Egon Günther, einem großen Regisseur der DEFA, der in Schneeberg im Erzgebirge geboren wurde.




Do 15.6. + Fr 16.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Wenn du groß bist, lieber Adam    72 min.   

DDR / DEFA 1965 Regie: Egon Günther I

Natürlich sind wir immer ehrlich. Oder nicht? Adam, neun, bekam von einem dankbaren Schwan eine Taschenlampe geschenkt. Wenn er deren Strahl auf einen Menschen richtet, der schwindelt, erhebt er sich in die Lüfte. Ist die Lüge gar zu groß , wird er zum Fixstern. 1965 gedreht, dann verboten – wurde der Film 1990 rekonstruiert und uraufgeführt. Egon Günthers hintergründiges Filmmärchen. Darsteller: Stephan Jahnke, Gerry Wolff, Manfred Krug




Sa 17.6. + So 18.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Abschied    106 min.   

DDR / DEFA 1968 Regie: Egon Günther II

Nach dem Roman von Johannes R. Becher: Hans Gastl, 17jähriger Gymnasiast, nimmt Abschied von der Kindheit. Da sind die schlimmen Streiche der Mitschüler Feck und Freyschlag, da sind die guten Stunden mit dem Arbeiterjungen Hartinger und dem jüdischen Mitschüler Löwenstein. Für Oberstaatsanwalt Dr. Gastl bedeutet die Verurteilung Andersdenkender legitimes Recht. Doch Hans will nicht so werden wie sein Vater. - Darsteller: Jan Spitzer, Rolf Ludwig, Mathilde Danegger




Mo 19.6. - Mi 21.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Neo Rauch - Gefährten und Begleiter    101 min.   

D 2016 Regie: Nicola Graef

Zum ersten Mal seit Jahren äußert sich der Leipziger Maler Neo Rauch in Nicola Graefs Dokumentation vor der Kamera, erlaubt es der Regisseurin, ihn beim Arbeiten zu beobachten, öffnet seine Bilder- und Gedankenwelten. Hinter diesen faszinierenden Einblicken in die Arbeitsweise eines der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart verblassen die Szenen mit Gefährten und Begleitern, die eher im Hintergrund bleiben. Im Chemnitzer Rathaus hängt ein großes Gemälde von Neo Rauch!





Woche vom 22.
06. bis 28. 06. 2017



Do 22.6. - So 25.6. um 18.45 Uhr und
Mo 26.6. - Mi 28.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Monsieur Pierre geht online    99 min.   

D, Frankreich 2017 Regie: Stéphane Robelin   Tipp

Regisseur Stéphane Robelin sorgt mit seiner neuen Liebes- und Verwechslungskomödie für gute Laune jenseits aller Altersgrenzen. Vor allem sein Hauptdarsteller Pierre Richard („Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“) ist ein wahrer Glücksgriff. Der Grandseigneur wandelt sich bei seinem Datingabenteuer in der Internetwelt vom griesgrämigen Witwer zum agilen Best-Ager auf Freiersfüßen. Ein heiterer, warmherziger Film mit einer präzisen Inszenierung und jeder Menge unverbrauchter Pointen. - Darsteller: Pierre Richard, Yaniss Lespert, Fanny Valette




Do 22.6. - So 25.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die Schlösser aus Sand    102 min.   

Frankreich 2015 Regie: Olivier Jahan

Die elegante kleine Komödie um ein Ex-Liebespaar erzählt leicht melancholisch angehaucht, aber glücklicherweise vollkommen kitschfrei von einem Wochenende, das Éléonore und Samuel dort verbringen, wo sie früher glücklich waren: in der Bretagne, am Meer, im Haus von Éléonores Vater. Olivier Jahan zeigt in seinem romantischen Kammerspiel eine literarisch cineastische Version von der Liebe, die beendet ist und doch fortbesteht. Sehr charmant! Darsteller: Emma de Caunes, Yannick Renier, Jeanne Ros




Mo 26.6. - Mi 28.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Code of Survival    95 min.   

D 2016 Regie: Bertram Verhaag

Konsequent und beharrlich fühlt sich Regisseur Bertram Verhaag wichtigen Umwelt-Themen verpflichtet. Glaubwürdig beweist der preisgekrönte Münchner Autor und Produzent mit seiner engagierten Dokumentation erneut die inspirierende Kraft ökologischer Landwirtschaft als Perspektive zum zerstörerischen Gentechnik-Anbau. Allen Zweiflern zum Trotz zeigt er, dass die Landwirtschaft sie nicht braucht. Denn die erschreckenden Konsequenzen, wie vergiftete Böden, resistente Superunkräuter, verseuchtes Getreide und krankes Vieh lassen sich nicht länger leugnen. Dass der Schlüssel zur Zukunft der Welt in der Wertschätzung für die natürliche Umwelt liegt, erschließt sich nach diesen eindrücklichen Bildern fast von selbst.




Mo 26.6. - Mi 28.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Song to Song    130 min.   

USA 2016 Regie: Terrence Malick   Der besondere Film

Wie kaum ein anderer zeitgenössischer Regisseur hat Terrence Malick einen eigenen, absolut unverwechselbaren Stil entwickelt, den er auch in seinem neuen Film „Song to Song“ nur unwesentlich variiert. Die Musikszene der texanischen Stadt Austin ist diesmal der Schauplatz, doch eine Geschichte im klassischen Sinn gibt es hier nicht, statt dessen lässt Malick einen impressionistischen Fluss aus Bildern und Emotionen entstehen. - Darsteller: Ryan Gosling, Rooney Mara, Michael Fassbender, Natalie Portman, Cate Blanchett, Holly Hunter, Val Kilmer





Woche vom 29.
06. bis 05. 07. 2017



Do 29.6. - So 2.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Ein Kuss von Béatrice    117 min.   

Frankreich, Belgien 2017 Regie: Martin Provost

In der Tragikomödie treffen zwei Frauen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine: eine glamouröse, egozentrische Diva. Die andere: eine selbstlose, herzensgute Hebamme. Es geht um unterdrückte Wut, Vergangenheitsbewältigung und den Tod. „Ein Kuss von Béatrice“ lebt vom nuancenreichen, umwerfenden Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen Catherine Frot und Catherine Deneuve. - Das Leben der zuvorkommenden Hebamme Claire verläuft zwar in nicht gerade spannenden, aber dafür geregelten Bahnen. Das ändert sich, als sie zwei unerwartete Neuigkeiten verdauen muss: zum einen steht ihre Entbindungsstation, kurz vor der Schließung. Und dann eröffnet ihr auch noch ihr studierender Sohn, dass er Vater wird. Mitten in dieses Chaos platzt auch noch ein Anruf von Béatrice, die ehemalige Geliebte von Claires Vater. Langsam aber sicher nähern sich die beiden konträren Frauen einander an, allerdings nicht ohne Turbulenzen und Missverständnisse.




Do 29.6. - So 2.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Das Ende ist erst der Anfang    98 min.   

Frankreich/Belgien 2015 Regie: Bouli Lanners

Die belgisch-französische Landschaft so abgeritten wie in einem schäbigen Western aussehen zu lassen, das hat der belgische Schauspieler und nun auch wieder als Regisseur hinter der Kamera stehende Bouli Lanners schon in seinen vorangegangenen Filmen wie etwa „Eldorado“ (2008) großartig hinbekommen. Er selbst ist in „Das Ende ist erst der Anfang“ einer von zwei Kopfgeldjägern, die auf der Suche nach einem Handy in absurde Abenteuer geraten und unter anderem auf ein aus einer Psychiatrie ausgebrochenes Paar treffen. Obwohl Weltuntergangsstimmung herrscht, geht’s im dystopischen Plot insbesondere doch auch um die Liebe und Mitmenschlichkeit. - Darsteller: Bouli Lanners, Albert Dupontel, Max von Sydow




Do 29.6. - So 2.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Ganz große Oper    92 min.   

D 2017 Regie: Toni Schmid

Ganz großes dokumentarisches Kino. Regisseur Toni Schmid begibt sich hinter die Kulissen der renommierten Bayerischen Staatsoper. Er sprach mit Intendanten, Tänzern, Sängern, Maskenbildnern und Kulissenbauern. Zudem begleitete er die Proben zu drei Opern. So erhält man einen facettenreichen, umfassenden Eindruck vom Innenleben des Opernhauses. Der Film veranschaulicht, wie Oper funktioniert und wie sie gemacht wird – mit Hilfe eleganter Schnitte, geschickter Montage und dank eines kundigen Regisseurs, der die behandelte Materie „Oper“ so gut kennt wie nur wenige. Darsteller: Jonas Kaufmann, Anja Harteros, Kirill Petrenko, Ivor Bolton, Zubin Mehta