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  KINOPLAN für Monat Mai 2018


Woche vom 26.
04. bis 02.05.2018



Do 26.4. - So 29.4. um 18.45 Uhr und
Mo 30.4. - Mi 2.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Das schweigende Klassenzimmer    111 min.    

D 2017 Regie: Lars Kraume

Eines dieser kaum zu glaubenden, wie fürs Kino geschriebenen historischen Ereignisse ist Vorlage für Lars Kraumes neuen Film „Das schweigende Klassenzimmer“. Genau dies tat 1956 eine Abiturklasse in Stalinstadt: Schweigen. Schweigen, um der Opfer des Ungarnaufstandes zu gedenken. Eigentlich keine große Sache, doch im DDR-System, wo Mut und Zivilcourage als konterrevolutionär eingestuft wurde, der Beginn kaum glaublicher Ereignisse, die Kraume mitreißend, berührend und souverän inszeniert. Eine kluge Geschichtsstunde und, um im Titel zu bleiben, ein Film von ganz großer Klasse! Darsteller: Leonard Scheicher, Tom Gramenz, Ronald Zehrfeld, Florian Lukas, Jördis Triebel, Michael Gwisdek, Burghart Klaußner




Do 26.4. - Fr 27.4. + So 29.4. um 21.15 Uhr und
Mo 30.4. - Mi 2.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


The Death of Stalin    107 min.    

Frankreich/UK 2017 Regie: Armando Iannucci

Ein Todesfall im Kreml - und wer bekommt den freigewordenen Bürostuhl? Böse Polit-Satire mit präzisen, auf den Punkt geschriebenen Dialogen und köstlichen Darstellern, allen voran Steve Buscemi. Stalin ereilt ein Schlaganfall. Niemand kommt zu Hilfe – wer traut sich schon, Stalins Nachtruhe zu stören? Am nächsten Morgen ist der Diktator tot, und nun bringen sich die machthungrigen Mitglieder des Zentralkomitees in Stellung, um seinen Platz einzunehmen. Über die nun folgende Verschwörung mit wechselnden Allianzen, überraschenden Manövern, raschen Rückzügen und neuen Fronten soll gar nicht so viel verraten werden, zumal man sie auch in Geschichtsbüchern nachlesen kann. Darsteller: Steve Buscemi, Simon Russell Beale, Jeffrey Tambor, Michael Palin




Do 26.4. - Mi 2.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Vom Bauen der Zukunft - 100 Jahre Bauhaus    110 min.    

D 2017 Regie: Niels Bolbrinker, Thomas Tielsch   Tipp

Architektur im Dienste des Menschen mit Kunst, Design und Handwerk zu vereinen war Ziel der legendären Bewegung. Selbst die Nazis schafften es nicht, das Bauhaus und seine radikal gesellschaftlich künstlerische Utopie vollständig auszulöschen. Architektur und Stil blieben wegweisend für spätere Jahrzehnte. Mit ihrer inspirierenden Doku gelingt es den beiden Filmemacher Thomas Tielsch und Niels Bolbrinker anlässlich des im nächsten Jahr bevorstehenden 100jährigen Jubiläums für das Bauhaus-Erbe zu begeistern. Konsequent zeigen sie auf, dass unsere Gesellschaft gestaltbar ist. Fesselnd spannen sie den Bogen vom berühmten Bauhausgebäude in Dessau zu visionären Projekten in lateinamerikanischen Favelas, von den Kursen der Bauhaus-Meister Wassily Kandinsky, Paul Klee und Oskar Schlemmer zur skandinavische Schule ohne Klassenräume.





Woche vom 03.
05. bis 09.05.2018



Fr 4.5. - So 6.5. um 16.15 Uhr Großer Saal


Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer    105 min.     ohne Altersbeschränkung

D 2018 Regie: Dennis Gansel   Kinderkino

Im Zuge der Neu- und Erstverfilmungen deutscher Kinder- und Jugendbuchklassiker kommt nun auch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ in einer Realverfilmung ins Kino. Dennis Gansels Film ist dabei deutlich dem Geist der Augsburger Puppenkiste treu, deren Version der Geschichte ganze Generationen prägte. Eine gute Entscheidung, die zum Charme dieser Verfilmung beiträgt.- Darsteller: Henning Baum, Solomon Gordon, Annette Frier, Uwe Ochsenknecht, Milan Peschl, Christoph Maria Herbst, Rick Kavanian




Do 3.5. - So 6.5. um 18.45 Uhr und
Mo 7.5. - Mi 9.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


Madame Aurora und der Duft von Frühling    90 min.    

Frankreich 2017 Regie: Blandine Lenoir

Die Tochter ist unerwartet schwanger, der Job ist weg und die Wechseljahre bringen heftige körperliche Veränderungen: Aurora hat es im Moment alles andere als leicht. Doch als sie ihre erste große Liebe wieder trifft, beschließt die Mittfünfzigerin, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Der Film erzählt auf charmante, leichtfüßige Weise von den Tücken des Älterwerdens. Die Wohlfühl-Komödie ist durchzogen von raffiniertem Witz, geschickt eingestreuter Sozialkritik und vermittelt ihre zentralen Botschaften jederzeit glaubhaft. - Darsteller: Agnès Jaoui, Pascale Arbillot, Thibault de Montalembert




Do 3.5. - So 6.5. um 21.00 Uhr und
Mo 7.5. - Mi 9.5. um 20.45 Uhr Großer Saal


Unsane - Ausgeliefert    100 min.    

USA 2018 Regie: Steven Soderbergh

Eigentlich wollte Steven Soderbergh keine Filme mehr drehen, aber der Regisseur kann der Lust nicht widerstehen, Neues auszuprobieren, sei es inhaltlicher oder stilistischer Natur. Das dürfte ihn auch an „Unsane“ gereizt haben, ein rohes, teils brutales B-Picture, dass Soderbergh mittels eines iPhones drehte. - Sawyer wurde von einem Stalker belästigt. So irritiert hat sie diese Episode, dass sie das Gespräch mit einer Therapeutin in einer psychiatrischen Klinik sucht. Eigentlich wollte sie nur, dass ihr jemand zuhört, doch eine unbedachte Unterschrift später, findet sich Sawyer in Anstaltskleidung und mit „richtigen“ Psychopathen in einem Schlafsaal wieder. Doch das ist erst der Beginn einer zunehmend bedrohlicheren Situation, denn einer der Pfleger scheint ihr Stalker George zu sein. -Darsteller: Claire Foy, Joshua Leonard, Jay Pharoah, Juno Temple ( Do in OmdtU )




Do 3.5. - So 6.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Der junge Karl Marx    118 min.    

D, Österreich , Belgien 2016 Regie: Raoul Peck

Aus Anlass des 200. Geburtstages von Karl Marx! 1844, kurz vor der industriellen Revolution, lebt der erst 26- jährige Karl Marx (August Diehl) mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil in Paris. Eines Tages wird ihm der junge Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt, doch für den feinen Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers hat der andauernd bankrotte Familienvater Marx zunächst nur Verachtung übrig. Bald aber zeigt sich, dass die beiden mehr als nur denselben Humor gemeinsam haben und verfolgen beide ein Ziel. Als Kampfgefährten respektieren und inspirieren sie sich gegenseitig und zusammen mit Jenny verfassen sie Texte, die eine Revolution entfachen sollen… Der Film für eine Stadt mit „Köpfchen“!




Mo 7.5. - Mi 9.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Loveless    127 min.    

Russland / Frankreich / D 2017 Regie: Andrey Zvyagintsev   Der besondere Film

Der russische Regisseur Andrey Zvyagintsev ( „Leviathan“) hatte die Chance auf den Academy Award. Sein neuester Film, das Drama „Loveless“, war für den Auslands-Oscar nominiert. Auch diesmal befasst sich Zvyagintsev mit der russischen Community, geht anhand eines sich trennenden Pärchens jedoch insbesondere darauf ein, wie sich der Russland-Ukraine-Konflikt auf diese auswirkt. Doch „Loveless“ ist nicht bloß Kriegsparabel, sondern auch Liebesfilm, Selbstfindungsstudie und Entführungsdrama – und in dieser Kombination ist der Film dann auch richtig gut.





Woche vom 10.
05. bis 16.05.2018



Do 10.5. - So 13.5. um 16.30 Uhr Großer Saal


Peter Hase    95 min.     ohne Altersbeschränkung

USA 2018 Regie: Will Gluck   Kinderkino

Wie in der Originalvorlage des Kinderbuches „The Tale of Peter Rabbit“ von 1902 trägt der Titelheld eine Nachbarschaftsfehde um den Gemüsegarten des mürrischen Mr. McGregor aus, wobei Regisseur und Co-Autor Will Gluck die Fabel um eine Romanze zwischen den menschlichen Hauptdarstellern Rose Byrne und Domhnall Gleeson ergänzt. Das Ergebnis gefällt als rasanter und modern umgesetzter Familienfilm, der klar auf Unterhaltung gebürstet ist.




Do 10.5. - So 13.5. um 18.45 Uhr und
Mo 14.5. - Mi 16.5. um 18.00 Uhr Großer Saal


Unsere Erde 2    94 min.    

GB 2017 Regie: Peter Webber & Richard Dale   Tipp

Gut investiert sind die Gebührengelder der BBC, wie diese vor allem visuell spektakuläre Dokumentation einmal mehr beweist. Manche der Aufnahmen von wilden Tieren und atemberaubenden Landschaften, die hier zu sehen sind, kennt man zwar schon aus anderen BBC-Dokumentationen, aber in diesen 90 Minuten stecken so viele Schauwerte, dass man so oder so kaum zum Luftholen kommt.




Do 10.5. - So 13.5. um 21.15 Uhr Großer Saal


Wind River    111 min.    

USA 2017 Regie: Taylor Sheridan

Das fulminante Regiedebüt von Taylor Sheridan ist mehr als ein atmosphärisch dichter Thriller. Sein aufwühlendes Independent-Kino lenkt den Blick auf das immer wieder verdrängte Schicksal der amerikanischen Ureinwohner in den trostlosen Reservaten. - Panisch läuft eine junge Frau barfuß durch die eisige, nächtliche Schneelandschaft. In der Ödnis von Wyoming rennt sie um ihr Leben. Die bitterkalte Luft in ihren Lungen lässt die Äderchen platzen. Sie erstickt im Wind-River-Reservat der Native Americans an ihrem eigenen Blut. Tage später findet Wildhüter Cory Lambert die Leiche der 18jährigen. Der Fährtenleser verlor selbst vor einiger Zeit seine 16-jährige Tochter. Sie gilt als vermisst. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Das schreckliche Trauma verfolgt ihn. - Hauptdarsteller Jeremy Renner brilliert, neben Elisabeth Olsen als FBI- Agentin, als einsamer Jäger mit subtiler Emotionalität. ( Do in OmdtU )




Mo 14.5. - Mi 16.5. um 20.30 Uhr Großer Saal


Shape of water    123 min.     Oscar 2018 bester Film

USA 2017 Regie: Guillermo del Toro

Poesie schlägt Zynismus: Mit diesem magischen Märchen über Außenseiter, die Arroganz der Macht und die Kraft der Liebe eroberte Guillermo del Toro das Festival von Venedig im Sturm. Sally Hawkins gibt eine bescheidene Putzfrau, die in den frühen 60er Jahren im geheimen US-Forschungslabor auf einen Amphibienmenschen trifft. Als die Militärs brutale Versuche mit dem Wesen planen, wird die stumme Reinigungskraft zur rigorosen Retterin – und findet im Wassermann die Liebe ihres Lebens. Grandios erzählt, virtuos bebildert sowie exzellent gespielt. Ein perfekt geschliffenes Juwel der Filmkunst mit viel Gefühl und eindrucksvoller Haltung. Darsteller: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins Oscar 2018 bester Film




Do 10.5. - Mi 16.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Transit    101 min.    

D 2017 Regie: Christian Petzold

Christian Petzold kehrt mit „Transit“ in die Gegenwart zurück. In gewisser Weise, denn er verfilmt sehr werkgetreu Anna Seghers Roman von 1942, lässt ihn aber in einer Welt spielen, die wie die Gegenwart aussieht, aber vor allem zeitlos ist. - In Paris findet der Flüchtling Georg keinen Unterschlupf, bald muss er vor den anrückenden deutschen Truppen nach Marseille fliehen, doch zuvor will er einem Freund einen Gefallen tun. Er soll dem Schriftsteller Weidel einen Brief überbringen – doch in dessen Hotelzimmer muss er feststellen, dass der Autor sich das Leben genommen hat. Kurzentschlossen nimmt Georg dessen Papiere an sich, ein Romanfragment, vor allem aber ein Transitvisum nach Mexiko und schlägt sich nach Marseille durch. - Darsteller: Franz Rogowski, Paula Beer, Barbara Auer





Woche vom 17.
05. bis 23.05.2018



Fr 18.5. - So 20.5. um 16.15 Uhr Großer Saal


Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer    105 min.     ohne Altersbeschränkung

D 2018 Regie: Dennis Gansel   Kinderkino

Im Zuge der Neu- und Erstverfilmungen deutscher Kinder- und Jugendbuchklassiker kommt nun auch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ in einer Realverfilmung ins Kino. Dennis Gansels Film ist dabei deutlich dem Geist der Augsburger Puppenkiste treu, deren Version der Geschichte ganze Generationen prägte. Eine gute Entscheidung, die zum Charme dieser Verfilmung beiträgt.- Darsteller: Henning Baum, Solomon Gordon, Annette Frier, Uwe Ochsenknecht, Milan Peschl, Christoph Maria Herbst, Rick Kavanian




Do 17.5. - So 20.5. um 18.45 Uhr und
Mo 21.5. - Mi 23.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Wohne lieber ungewöhnlich    99 min.    

Frankreich 2015 Regie: Gabriel Julien-Laferrière

Beschwingt und chaotisch auf eine sympathische Art, damit wartet die französische Familienkomödie „Wohne lieber ungewöhnlich“ auf. Sieben Halbgeschwister haben es darin satt, ständig von einem zum anderen erziehungsberechtigten Elternteil herumgereicht zu werden. Kurzerhand ziehen sie zusammen und drehen den Spieß einfach um. Ob das Modell Schule machen könnte, steht freilich auf einem anderen Blatt. Gute Unterhaltung mit einer Fülle bekannter Erwachsenendarsteller und vor allem überzeugend auftretender Kinder ist garantiert.




Do 17.5. - So 20.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Die dunkelste Stunde    125 min.     Oscar

GB 2017 Regie: Joe Wright

Mit „Die dunkelste Stunde“ kommt nun schon der zweite biographische Film über Winston Churchill ins Kino, diesmal mit dem kaum zu erkennenden Gary Oldman in der Rolle des britischen Premiers, der sein Land durch den Zweiten Weltkrieg führte. Eine mitreißende Ode an traditionelle Werte hat Joe Wright inszeniert, die auf ebenso faszinierende wie befremdliche Weise die Stimmung spiegelt, die wohl zum Brexit führte. - Mai 1940. Auf dem Kontinent ist die Wehrmacht gerade dabei, Holland und Belgien zu überrollen, auch die Niederlage Frankreichs ist nur noch eine Frage von Tagen. Im Parlament wird eine große Koalition geschmiedet, die sich auf den umstrittenen Winston Churchill (Gary Oldman) als Premier einigt. Weder Außenminister Viscount Halifax, noch der König George VI sind begeistert vom eigensinnigen Churchill, der zudem jede Verhandlung mit Hitler ablehnt. -Darsteller: Oscar 2018 für Gary Oldman, Kristin Scott Thomas, Lily James




Do 17.5. - So 20.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Der Hauptmann    119 min.    

D, Frankreich, Polen 2017 Regie: Robert Schwentke

Mit seinem Thriller „Tattoo“ erregte Regisseur und Autor Robert Schwentke 2002 einige Aufmerksamkeit. Nach rund fünfzehn Jahren in Hollywood, wo der gebürtige Stuttgarter unter anderem „Flightplan“ und „R.E.D.“ drehte, kehrt Schwentke nun mit dem Antikriegsfilm „Der Hauptmann“ nach Deutschland zurück. Darin spielt Max Hubacher einen jungen Gefreiten der Wehrmacht, der in der Endphase des Zweiten Weltkriegs eine Offiziersuniform anlegt und fortan als der „Henker von Emsland“ marodierend umherzieht. Die wahre Geschichte des 1946 hingerichteten Kriegsverbrechers Willi Herold filmt Schwentke in Schwarzweiß und mit einigen inszenatorischen Spitzen, die die beunruhigende Wirkung des Films verstärken. Darsteller/innen: Max Hubacher, Frederick Lau, Alexander Fehling, Milan Peschel




Mo 21.5. - Mi 23.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Schatzkammer Berlin    91 min.    

D 2018 Regie: Dag Freyer

Dokumentation über die in Berlin beheimatete Stiftung Preußischer Kulturbesitz, in der anhand ausgewählter Exponate ein Stück Menschheitsgeschichte erzählt wird. Außerdem reist Regisseur Dag Freyer an die Ursprungsorte der Ausstellungsstücke und gewährt dem Zuschauer Einblick in die Räumlichkeiten, in denen die Stiftung beheimatet ist.




Mo 21.5. - Mi 23.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


Three Billboards outside Ebbing, Missouri    112 min.     Oscar 2018

USA 2017 Regie: Martin McDonagh

Beißende Satire, explizite Brutalität und harscher Sozialrealismus verknüpft Martin McDonagh zu einer Melange. Von Rassismus, Polizeigewalt und Selbstjustiz im Herzen Amerikas erzählt der britische Regisseur in seinem dritten Spielfilm, sein ambitioniertestes Werk, das von der einmal mehr herausragenden Frances McDormand zusammengehalten wird. - Mc Dormand spielt Mildred, eine resolute Frau, eigenständig, aber auch ein wenig verbittert, aus gutem Grund, wie man bald erfährt. Denn vor einigen Monaten ist ihre Tochter vergewaltigt und ermordet worden, doch der Täter ist noch nicht gefasst. Darsteller: Oscar für Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell





Woche vom 24.
05. bis 30.05.2018



Do 24.5. - So 27.5. um 18.30 Uhr und
Mo 28.5. + Di 29.5. um 20.45 Uhr Großer Saal


Solange ich atme    117 min.    

GB 2017 Regie: Andy Serkis

Der bewegende Film erzählt sensibel und mitreißend die Lebensgeschichte des an Kinderlähmung erkrankten Briten Robin Cavendish. Ein Plädoyer für den menschenwürdigen Umgang mit Behinderten und auch die wahre Geschichte einer einzigartigen Liebe. Die brillanten Hauptdarsteller Andrew Garfield und Golden Globe- Gewinnerin Claire Foy, ziehen das Publikum virtuos in die Achterbahn der Gefühle. - Ngong Hills, Sonnenuntergang in Kenia. Unbeschwert tanzt der lebenslustige britische Teebroker Robin Cavendish mit seiner jungen Frau Diana. Aber die Idylle trügt. Wenig später erkrankt der smarte, erfolgreiche Geschäftsmann, Diagnose: Polio. Durch eine Infektion ist er vom Hals abwärts gelähmt. Ein Flugzeug bringt das Paar zurück nach London. Doch im England der 50er Jahre gibt es kaum eine Möglichkeit, die Symptome zu lindern. Der 28jährige scheint dazu verdammt den Rest seines Lebens ans Bett gefesselt in einem Krankenhaus zu verbringen.




Do 24.5. - So 27.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Das Leben ist ein Fest    117 min.    

Frankreich 2017 Regie; Eric Toledano, Olivier Nakache   Tipp

Die neue Komödie von Olivier Nakache und Eric Toledano, den Regisseuren von „Ziemlich beste Freunde“. - Max ist einer der erfahrensten und professionellsten Hochzeitsplaner, die es in Frankreich gibt. Doch sein aktueller Auftrag, die Hochzeit von Pierre und Héléna , entwickelt sich nach und nach zu einer absoluten Katastrophe: Das Essen auf dem Buffet ist schlecht geworden, die Hochzeitsgesellschaft steckt auf dem Weg zur Location im Stau fest, der Fotograf verhält sich unprofessionell. Aufgrund der schieren Anhäufung von Problemen beschließt Max, seine Karriere als Hochzeitsplaner zu beenden und seine Firma zu verkaufen. Oder wendet sich am Ende doch noch alles zum Guten und das unter keinem guten Stern stehende Fest wird ein Erfolg? - Darsteller: Jean- Pierre Bacri, Benjamin Lavernhe




Do 24.5. - So 27.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

The Florida Project    115 min.    

USA 2017 Regie: Sean Baker

Der amerikanischen Traum liegt direkt vor ihrer Nase: Um die Ecke von Disney World lebt die kleine Moonee mit ihrer Mutter Halley in einem heruntergekommenen Motel. Halley ist ständig auf der Suche nach Geld, um sich und ihre Tochter durchzubringen, und wenn das legal nicht klappt, dann muss es eben illegal funktionieren. Sean Baker erzählt in heiteren, knallbunten Bildern von Menschen, die keine Chance haben, weil sie nie eine hatten. Er arbeitet dabei mit Laiendarstellern und mit dem wunderbaren Willem Dafoe, der hier wieder mal so richtig zeigen darf, was er kann. Beinahe wie ein Dokumentarfilm gedreht, ist Bakers betörend realistisches Independent-Drama ein ziemlich raffinierter Kommentar zur Lage der USA und dazu noch witzig und berührend. Toll!




So 27.5. um 16.30 Uhr Großer Saal


Kinder im Krieg – Chemnitzer Erinnerungen    ca. 60 min.    

Chemnitz 2018 Regie: René Kaestner   Wunschfilm

Der Film "Kinder im Krieg" widmet sich der Geschichte von vier Chemnitzern in den 1930er und 1940er Jahren bis zum schweren Bombenangriff auf die Stadt am 05.März 1945. Die Zeitzeugen erzählen in teils sehr intimen und ehrlichen Gesprächen, wie Kinder in Zeiten des Nationalsozialismus manipuliert wurden und die Jahre bis zum Kriegsende erlebt haben. Besonders bewegend ist die Geschichte des 92jährigen Justin Sonder, der 1943 als damals 17jähriger, wie viele andere Juden auch, von der Chemnitzer Hartmannstraße nach Auschwitz deportiert wurde, das Grauen aber überlebte. - Ein sehr spannendes Projekt, mit Archivmaterial und starken Persönlichkeiten, die uns interessant schildern, wie eine ganze Gesellschaft anfangs noch unbewusst ins Verderben schlitterte.




Mo 28.5. + Di 29.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


Madame    90 min.    

Frankreich 2017 Regie: Amanda Sthers   Wunschfilm

Mehr Satire als RomKom ist diese toll besetzte Cinderella-Geschichte rund um die Pariser Hausangestellte Maria. Sie wird unverhofft zum Gast einer piekfeinen Dinnerparty, was zahlreiche Verwicklungen nach sich zieht - inklusive Love Story. Rossy de Palma, bekannt aus vielen Almodovar-Filmen, spielt mit viel Herz die Maria. Toni Collette ist als ihre Chefin, die Madame, von exquisiter Gemeinheit. An ihrer Seite spielt Harvey Keitel einen Ehemann in heimlichen Geldnöten. Amanda Sthers hat das alte Motiv aufgepeppt und entkitscht. Das Ergebnis ist eine boshafte Parabel auf eine Gesellschaft, die sich nur nach außen liberal präsentiert.




Mo 28.5. - Mi 30.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Eldorado    92 min.    

D / Schweiz 2017 Regie: Markus Imhoof   Der besondere Film

Noch ein Film über Flüchtlinge, über die verzweifelten Versuche, auf Booten das Mittelmeer zu überqueren, um nach Europa zu kommen. Das mag man im ersten Moment über Markus Imhoofs Dokumentation „Eldorado“ denken, doch dem Schweizer Regisseur gelingt es mit erzählerischer Zurückhaltung einen empathischen, aufwühlenden Film zu drehen. Unter den Titeln von Markus Imhoofs Dokumentation glitzert es golden, so golden wie das Fabelreich “Eldorado“. Doch weder das Gold, das die Konquistadoren nach Südamerika führte, ist zu sehen, noch das vermeintliche Gold, dass Flüchtlinge in Europa zu finden hoffen: Was hier golden glänzt sind Wärmedecken mit denen den ausgezehrten Menschen, die von Rettungsmannschaften aus dem Mittelmeer gefischt werden, erste Hilfe geboten sind.




Mi 30.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


Karl-Marx-Stadt-EXQUISIT    ca. 120 min.    

Wegen großer Nachfrage nochmals im Programm! - Chemnitz als es Karl-Marx-Stadt war auf 16-mm- und auf 8- mm-Film in schwarz/weiß und in Farbe. Bisher unveröffentlichte private und semiprofesionelle historische Filmaufnahmen aus Chemnitz / Karl-Marx-Stadt aus den 1950er bis 1980er Jahren. Zusammengestellt zu einer neuen zweistündigen Film-Schau und Live kommentiert. Karl-Marx-Stadt in den 1950er Jahren, das Stadtzentrum in Farbfilmaufnahmen 1969, die Enthüllung des Karl-Marx-Monuments 1971 in Farbe, das Pressefest der Freien Presse 1975, ein Besuch im Tierpark Karl-Marx-Stadt 1986 und vieles mehr. Ein Filmabend mit vielen Erinnerungen.




Mi 30.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Der Himmel über Berlin    128 min.    

D 1987 Regie: Wim Wenders

Wiederaufführung in neuem Glanz! Berlin 1987. Der Engel Damiel (Bruno Ganz) streift in Begleitung seines Freundes Cassiel (Otto Sander) durch die Stadt, die nach wie vor durch die Mauer geteilt ist. Von den Menschen nicht zu erkennen, lauschen die beiden aufmerksam und geduldig deren Gedanken und Gesprächen. Mit steigender Neugierde wendet Damiel sich seinen Schützlingen zu und verliebt sich letztlich in die Akrobatin Marion (Solveig Dommartin). Seine Suche nach menschlichen Gefühlen, nach Leidenschaft, Sehnsucht, Kummer, Schmerz, wird immer größer und er entschließt sich dazu, seine Unsterblichkeit gegen eine irdische Existenz als Mensch einzutauschen. Plötzlich sieht er die Welt in Farbe und findet sich Stück für Stück in seiner neuen Existenz zurecht, mit all ihren Vor- und Nachteilen, Hochs und Tiefs. Dabei steht ihm ein anderer ehemalige“ Engel (Peter Falk) zur Seite...





Woche vom 31.
05. bis 06.06.2018



Do 31.5. - So 3.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


3 Tage in Quiberon    100 min.    

D 2018 Regie: Emily Atef

Deutschland macht es seinen Stars oft nicht leicht, was besonders Romy Schneider erfahren musste, die bald nach Frankreich floh und dort zu dem Weltstar wurde. Glücklich wurde sie allerdings nie, eine Hassliebe zur Presse und zur Öffentlichkeit prägte ihr Wesen, wie Emily Atef in ihrem ästhetischen, melancholischen Film zeigt. - Im Frühjahr 1981 befindet sich Romy Schneider in Quiberon, einem kleinen französischen Fischerort in der Bretagne, wo sie in einem Sanatorium entgiften soll. Dass Schneider trinkt und raucht und ganz allgemein ein unstetes Leben führt, trägt nicht dazu bei, dass ihr Außenstehende zutrauen, eine gute Mutter zu sein. Ihre alte Freundin Hilde (Birgit Minichmair) sieht das anders, sie kennt Romy schon seit der Kindheit und ist nun ein paar Tage zu Besuch, um ihr beizustehen. Besonders skeptisch betrachtet sie Romys Plan, dem Stern-Journalisten Michael Jürgs (Robert Gwisdek) ein Interview zu geben. Darsteller: Marie Bäumer, Robert Gwisdek, Birgit Minichmair, Charly Hübner, Denis Lavant




Do 31.5. - So 3.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Zwei Herren im Anzug    139 min.    

D 2017 Regie: Josef Bierbichler

Mit 69 Jahren präsentiert Schauspiel-Urgestein Josef Bierbichler die Verfilmung seines Roman-Debüts „Mittelreich“ als eigenwillige Heimat-Saga der rigorosen Art. Am Beispiel einer Bauern-Familie in der oberbayrischen Provinz zeigt er ein Zeitgeist-Mosaik des vorigen Jahrhunderts. Vom Ersten Weltkrieg über die Nazi-Zeit bis zum Wirtschaftswunder und die 70-er Jahre. Betörend schöne Bilder. Verstörend böse Menschen. Sowie zwei, drei provokative Szenen, die an das Limit des Erträglichen gehen. So sieht mutiges, wuchtiges Kino aus: Viel Blasmusik, aber kein Prosit der Gemütlichkeit - und prompt kein Bayrischer Filmpreis und keine Berlinale für diesen Geniestreich. Ein kreativer Berserker wie der Bierbichler wird gleichwohl sein Publikum finden. Darsteller: Josef Bierbichler, Martina Gedeck, Simon Donatz, Irm Hermann




Do 31.5. - So 3.6. um 20.45 Uhr Großer Saal


Wildes Herz    90 min.    

D 2017 Regie: Charly Hübner & Sebastian Schultz

Mitreißend und voller Energie porträtiert „Wildes Herz“ die beliebtesten Punk-Rocker aus dem Norden, „Feine Sahne Fischfilet“. Doch Charlie Hübners Regie-Debüt ist sehr viel mehr als eine Musikdoku für Fans - er zeigt den alarmierenden Rechtsruck der letzten Jahre in Mecklenburg-Vorpommern und wie sich die Band um den sympathischen Frontmann Jan „Monchi“ Gorkow mit Neonazi-Gewalt, AfD-Wahlerfolgen und perspektivlosen Jugendlichen auseinandersetzt, indem sie nicht nur musikalisch Präsenz zeigt. Dass es immer noch politisierte Jugendkulturen gibt, die etwas bewegen können und linker Kampfgeist und Lokalpatriotismus kein Widerspruch sein müssen, macht Hübners Film dabei auf unterhaltsame Weise deutlich.