Liebe Clubkinofreunde,


willkommen zurück! Seit 12. Juni haben wir wieder geöffnet, natürlich mit den notwendigen Corona-Hygienemaßnahmen. Wir haben unser bequemen Sessel mit genügend Abstand im Saal verteilt, so dass alle gut sitzen und sehen können. Ab Juli eröffnen wir auch unseren Kleinen Saal wieder – allerdings bei halbierter Anzahl der Sitzplätze. Wir empfehlen eine Reservierung. Auch private Familienvorführungen sind möglich. Zum Besuch bitte eine Atemschutzmaske mitbringen und aufsetzen, diese kann im Saal dann abgesetzt werden. Natürlich bitten wir, Besucher mit Atemwegserkrankungen zu Hause zu bleiben.


Bleiben Sie gesund!

Das Team vom Clubkino


Woche vom 27.08.2020 bis 02.09.2020


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So 30.8. 16.00 Uhr Großer Saal
Do 27.8. - Mi 2.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Experiment Sozialismus – Rückkehr nach Kuba
D 2019 Regie: Jana Kaesdorf
80 Minuten So 30.8. mit Anwesenheit der Regisseurin
Kuba – Ein Traumland der Deutschen, eine tropische Insel, in der das Leben anders abläuft, das Wetter schön und die Menschen freundlich sind. Vor allem aber ein Land, in dem der Traum vom Sozialismus Realität ist, zumindest ein bisschen. Diesem Traum reist die aus dem Osten Deutschlands stammende Kamerafrau Jana Kaesdorf in ihrer Doku-Fiktion „Experiment Sozialismus – Rückkehr nach Kuba“ hinterher, die vor allem schöne Bilder der Tropeninsel bietet. --- Sonderveranstaltung am 30.9. / 16.00 Uhr Großer Saal in Anwesenheit der Regisseurin.

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Do 27.8. - So 30.8. 21.00 Uhr Großer Saal
Mo 31.8. - Mi 2.9. 18.30 Uhr Großer Saal
The Climb
USA 2019 Regie: Michael Angelo Covino
97 Minuten
Eine richtig gute, durchaus anspruchsvolle Komödie mit leicht französischem Touch und sehr viel Buddy-Charme über zwei Freunde, vollkommen unterschiedliche Charaktere, die im wahrsten Sinne des Wortes durch dick und dünn gehen. Dabei ist das gefeierte US-Indipendent-Movie keine Männerklamotte, sondern bei aller Komik die bewegende Geschichte einer Freundschaft zwischen Spaß, Liebe, Wut und Versöhnung. Der besondere Kick: Die beiden Autoren und Hauptdarsteller spielen sich quasi selbst und sind auch im wahren Leben die besten Freunde. Man kann nur hoffen, dass es bei ihnen ruhiger zugeht als bei Mike und Kyle auf der Leinwand, denn diese beiden Jungs haben es wirklich nicht leicht! --- Vorfilm der Woche: „Roues Libres - Freilauf“ ( 3 min ) B 2017 Regie: Jacinthe Folon – Animation

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Mo 31.8. - Mi 2.9. 20.45 Uhr Großer Saal
Besser Welt als nie
D 2019 Regie: Dennis Kailing
111 Minuten
Schon mit 24 Jahren begann Dennis Kailings Auszeit, seine Sinnsuche, die ihn per Fahrrad durch 41 Länder einmal um die Welt führte. Immer mit dabei: Seine Kameras. Die Neugier auf das Unbekannte überstrahlt die Schwächen des Films. Sein Ziel: Immer nach Osten fahren, so weit es geht, ab und zu ein Flugzeug nehmen, aber an sich stets auf zwei Rädern fahren und am Ende wieder zu Hause ankommen. --- Vorfilm der Woche: „Roues Libres - Freilauf“ ( 3 min ) B 2017 Regie: Jacinthe Folon – Animation

Woche vom 03.09.2020 bis 09.09.2020


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Do 3.9. 18.00 Uhr Großer Saal
Anomalisa
USA 2015 Regie: Charlie Kaufman
90 Minuten
Eine Veranstaltung des SWK – Chemnitz. - Der erfolgreiche Motivationstrainer und Bestsellerautor Michael Stone reist durch Amerika und begeistert mit seinen Vorträgen unzählige Menschen. Während er anderen Menschen hilft, wird sein Leben immer leerer und bedeutungsloser. Als plötzlich in einer weiteren einsamen Nacht die schöne und lebhafte Stimme einer Frau in sein Hotelzimmer dringt, schöpft er neue Hoffnung. Die Beobachtung einer einzigen Nacht schildert die Geschichte eines Mannes, der in der Einsamkeit sich selbst zu finden sucht. In „Anomalisa“ erhebt Regievirtuose Charlie Kaufman die Melancholie zur Kunstform und statt realen Menschen gibt es nur Puppen. Der Film wurde 2016 für einen Oscar nominiert und mehrfach ausgezeichnet. - Zum gemeinsamen Gedankenaustausch stehen Ihnen im Anschluss Chefarzt Dr. Ulrich Zönnchen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Annaberg und Dr. Andreas Schuster, Facharzt für Allgemeinmedizin, Annaberg zur Verfügung. Eintritt: 10,- erm 7,-€

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Do 3.9. - So 6.9. 21.00 Uhr Großer Saal
Edison - Ein Leben voller Licht
USA 2017 Regie: Alfonso Gomez-Rejon
108 Minuten
Welch starke Story: Der Erfinder Edison kämpft gegen den Industriellen Westinghouse um die Vorherrschaft im Stromsystem. Und dann mischt sich noch der geheimnisumwobene Genie-Kauz Nikola Tesla ein. - Wer den Strom hat, hat die Macht. Das wissen anno 1880 auch der eigenbrötlerische Erfinder Thomas Edison (Benedict Cumberbatch) und der finanzkräftige Industrielle George Westinghouse (Michael Shannon). Während der Unternehmer traditionell auf Gas als Energiequelle zur Lichterzeugung setzt, nutzt Edison erstmals Gleichstrom und verblüfft die Welt mit seiner elektrischen Beleuchtung der nächtlichen Straßen von New York. Westinghouse lässt die Schmach nicht lange auf sich sitzen, mit Hilfe des kauzigen Genies Nikola Tesla (Nicholas Hoult) entwickelt er die Elektrifizierung mit Wechselstrom. Der „Stromkrieg“ ist eröffnet, die Medien steigen ein und Gerichte müssen Urteile fällen. Immerhin geht es darum, wer den höchst profitablen Industriestandard einer ganzen Nation setzt. --- Vorfilm der Woche: „Meinungsverschiedenheiten“ - Kurzspielfilm - ( 4'45 min ) D 2014

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Fr 4.9. - Mi 9.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Marie Curie – Elemente des Lebens
Großbritannien / Ungarn 2020 Regie: Marjane Satrapi
119 Minuten
Es ist ein ungewöhnliches Projekt, das Marjane Satrapi mit „Marie Curie – Elemente eines Lebens“ aufbietet. Einerseits ist es ein echtes Leben, das sie porträtiert, andererseits die Umsetzung einer experimentellen Graphic Novel. Herausgekommen ist ein interessanter Film mit großartigen Darstellern. - „Radium ist ein außergewöhnliches und merkwürdiges Element. Es verhält sich nicht so, wie man es erwartet“, sagt Marie Curie zu ihren Studenten. Sie spricht dabei nicht nur über das von ihrem Mann Pierre und ihr entdecktes Element, sie spricht auch über sich selbst. Denn außergewöhnlich ist sie auch. Eine Frau, die für die Wissenschaft lebt und sich zum Ende des 19. Jahrhunderts zahlreichen Widerständen gegenübersieht, aber niemals aufgibt. Darsteller: Rosamund Pike, Sam Riley, Anya Taylor-Joy, Aneurin Barnard

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Do 3.9. - So 6.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Eine größere Welt
Frankreich/Belgien 2019 Regie: Fabienne Berthaud
100 Minuten
Geister, die den Körper verlassen und auf Reisen gehen, vielleicht sogar Verstorbene treffen? In einer westlichen, christlichen Gesellschaft mag einem das nicht ganz geheuer sein. Doch in der Mongolei spielt diese Fähigkeit, auch bekannt als Schamanismus, eine große Rolle. Und so erzählt der Film die wahre Geschichte der Französin Corine Sombrun, die nach dem viel zu frühen Tod ihres Mannes in die Mongolei reist, um ethnografische Tonaufnahmen zu sammeln. Sie nimmt an einer schamanischen Séance teil, verfällt dabei in Trance und muss sich dann – widerwillig zunächst – mit der Tatsache auseinander setzen, selbst eine Schamanin zu sein. Cécile de France ist in der Hauptrolle eine Wucht. Und dann ist da noch die atemberaubende Landschaft: weit, karg, schön und unberührt.

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Mo 7.9. - Mi 9.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Als wir tanzten
Schweden/Georgien 2019 Regie: Levan Akin
110 Minuten
Der schwedische Regisseur Levan Akin folgt seinen Wurzeln zurück nach Georgien. Mit seinem meisterhaften Film „Als wir tanzten“ liefert er nicht nur eine intime Milieustudie und Auseinandersetzung mit der Heimat seiner Vorfahren, sondern zugleich auch einen der schönsten und berührendsten Coming-of-Age-Geschichten und Beiträge zum Queer-Cinema der vergangenen Jahre.

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Mo 7.9. - Mi 9.9. 21.00 Uhr Großer Saal
Jojo Rabbit
USA 2019 Regie:Taika Waititi
108 Minuten
Sie ist wieder da: Die Komödie über Hitler. Diesmal begibt sich der jüdisch-maori-stämmige Regiewunderknabe Taika Waititi in die großen Fußstapfen von Chaplin und Lubitsch. Er selbst verkörpert den „Gröfaz“ als vertrottelten Clown, der einem Knirps als Fantasie-Freund erscheint. Der Zehnjährige ist fanatisch begeistert vom Führer und dem Nationalsozialismus. Sein Weltbild gerät gehörig ins Wanken, als er im trauten Heim ein jüdisches Mädchen entdeckt, das die Mutter dort heimlich versteckt. - Waititi versteht sein Werk ganz allgemein als „Anti Hass-Satire“ und die gelingt absolut grandios mit sehr guten Pointen samt bewegender Momente. Darsteller: Sam Rockwell, Scarlett Johansson --- Vorfilm der Woche: „Meinungsverschiedenheiten“ - Kurzspielfilm - ( 4'45 min ) D 2014

Woche vom 10.09.2020 bis 16.09.2020


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Do 10.9. - So 13.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Die schönsten Jahre eines Lebens
Frankreich 2019 Regie: Claude Lelouch
90 Minuten
Der mit zwei Oscars ausgezeichnete Kult-Klassiker der Nouvelle Vague „Ein Mann und eine Frau“ gilt als die schönste Kino-Liebesgeschichte. Nach über fünfzig Jahren wagt sich Altmeister Claude Lelouch an ein zweites Sequel seines melancholischen Liebesfilms mit dichter Atmosphäre. Vor der Kamera versammelt er mit der französischen Kinolegende Jean-Louis Trintignant und der irisierenden Anouk Aimée dieselben Hauptdarsteller wie damals und geht der Frage nach, warum die Liebe nicht hielt. Vor allem wenn Lelouch auf sein Original zurückgreift, erlebt der Zuschauer welche besondere, knisternde Chemie zwischen dem Paar auf der Leinwand herrschte. Nicht nur für eingefleischte Lelouch-Fans und Kinonostalgiker ein berührender Film und Anlass sich diesem Stück Kinogeschichte erneut zu nähern.

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Do 10.9. - So 13.9. 20.45 Uhr Großer Saal
Mo 14.9. 18.30 Uhr Großer Saal
972 Breakdowns – Auf dem Landweg nach New York
D 2019 Regie: Daniel von Rüdiger
115 Minuten Mo 14.9. in Anwesenheit einiger Protagonisten
Was früher der Dia-Abend war ist heute die private Reisedokumentation. Im Fall von „972 Breakdowns – Auf dem Landweg nach New York“ bedeutet das: Fünf Freunde bei ihrer Motorradtour zu begleiten, die allerdings nicht immer aus tatsächlicher Bewegung besteht, sondern – wie der Titel schon andeutet – auch aus der Reparaturen der Motorräder. In Halle lernten sie sich während ihres Kunststudiums kennen. Von Motorrädern haben sie zwar keine Ahnung, dennoch machte sich das Quintett nach dem Studium auf eine kleine Tour. Ural 650 Motorräder wurden gewählt, besonders einfach gebaute Räder, deren besondere Qualität vor allem darin liegt, dass sie keine speziellen Einzelteile benötigen, sondern sich auch durch Improvisation reparieren lassen. Auf dem Landweg nach New York soll es gehen, ein Vorhaben, bei dem jeder mit Geographie vertraute stutzen dürfte, denn zwischen den Kontinenten liegt bekanntermaßen die Beringstraße und die ist schon seit tausenden Jahren eisfrei. Mo 14.9. in Anwesenheit einiger Protagonisten der Tour. --- Do 10.9. - So 13.9.: Vorfilm der Woche: „Big Bag“ - Animationsfilm - ( 1'55 min ) GB 2016

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Do 10.9. - So 13.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Tesla
USA 2019 Regie: Michael Almereyda
96 Minuten Der besondere Film
Der kroatische Einwanderer Nikola Tesla (Ethan Hawke) arbeitet seit einiger Zeit in Thomas Edisons (Kyle MacLachlan) Electric Light Company als Ingenieur. Zwischen den beiden Männern kommt es zum Bruch, weshalb sich Tesla an den Industriemagnaten George Westinghouse (Jim Gaffigan) wendet, der ihm die Arbeit an seinem bahnbrechenden Stromsystem weiterfinanzieren soll. Der Immigrant hat aber noch ein anderes Projekt. Bei der Arbeit daran begegnet der Erfinder Anne. Diese schicksalhafte Begegnung stellt Nikola vor die Wahl: Soll er sich der Liebe seines Lebens hingeben oder sich voll und ganz seiner Arbeit widmen? - Regisseur und Drehbuchautor Michael Almereyda geht bei hier sehr ungewöhnliche Wege. Schon früh wird deutlich, dass es dem US-Amerikaner nicht allein um den Erfinder geht, sondern auch um unseren Zugang zu Wissen und Geschichtsschreibung. So dürfen wir gleich am Anfang erfahren, welche unterschiedlichen Ergebnisse eine Google-Suche zu den beiden Männern hervorbringt. Und auch im weiteren Verlauf wird das Drama immer wieder zeitliche Einordnungen zunichte machen.

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So 13.9. 16.00 Uhr Großer Saal
Mo 14.9. - Mi 16.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Das Arvo Pärt Gefühl
Niederlande 2019 Regie: Paul Hegeman
75 Minuten
Arvo Pärt, der berühmteste lebende Komponist unserer Zeit, gilt als so etwas wie ein Einsiedler. Bei der Arbeit scheint er jedoch das genaue Gegenteil zu sein, denn er verbindet seine unglaubliche Sensibilität mit Humor und Energie. Seine intensive Zusammenarbeit mit dem Cello-Oktett Amsterdam bildet das Herzstück dieses Dokumentarfilms, der ein helles Licht auf das Universum von Pärt wirft. Ein Universum, das nicht nur klassischeMusikern wie Tõnu Kaljuste, Candida Thompson oder Daniel Reuss fasziniert. Sie alle sind auf der Suche nach dem Pärt-Gefühl, nach dem was Arvo Pärts Musik so einzigartig macht. Am 11. September 2020 feiert Arvo Pärt seinen 85. Geburtstag.

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Di 15.9. + Mi 16.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Master Cheng in Pohjanjoki
Finnland, China 2019 Regie: Mika Kaurismäki
114 Minuten Tipp
Kino und Kochen gibt gemeinhin ein gutes Rezept für ein gelungenes Unterhaltungsmenu. Erzählt wird vom chinesischen Koch, den es mit seinem kleinen Sohn nach Finnland verschlägt. Seine Suche nach einem alten Freund verläuft zunächst ergebnislos. Dafür findet der Held im fremden Dorf bald neue Bekannte. Seine Köstlichkeiten der chinesischen Kulinarik begeistern die Bewohner. Vor allem die einsame Cafe-Besitzerin stellt fest: Liebe geht durch den Magen. Die warmherzige Komödie überzeugt durch liebenswerte Figuren, wunderschöne Landschaftsbilder sowie appetitanregende Menü-Kreationen wie Kräuter-Rentier auf asiatische Art. Das Auge isst bekanntlich mit, insbesondere im Kino. Geistige Nahrung gibt’s obendrein: „Gutes Essen macht glücklich!“, weiß der Koch. Und merke: Auch Suppe sollte man kauen!

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Mo 14.9. - Mi 16.9. 21.00 Uhr Großer Saal
Narziss und Goldmund
D 2019 Regie: Stefan Ruzowitzky
118 Minuten
Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky verfilmt die romantische Erzählung von Hermann Hesses über die Freundschaft zwischen einem Künstler und einem Mönch. - Am Ende ihres Lebens treffen der Mönch Narziss und der getriebene Künstler Goldmund noch einmal im Kloster Mariabronn aufeinander. Vor einer Ewigkeit haben die beiden hier zusammen studiert. Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein: Narziss hat sein Leben dem asketischen Dasein eines Gelehrten verschrieben, Goldmund ist in die Welt gezogen und hat zahllose Abenteuer erlebt, geliebt, sich verbraucht und Meisterwerke geschaffen. Seine Suche nach künstlerischer Vollkommenheit schickt ihn immer wieder auf die Reise und in die Arme neuer Frauen. --- Vorfilm der Woche: „Big Bag“ - Animationsfilm - ( 1'55 min ) GB 2016

Woche vom 17.09.2020 bis 23.09.2020


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Do 17.9. - So 20.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Mo 21.9. - Mi 23.9. 20.45 Uhr Großer Saal
Wege des Lebens
GB 2020 Regie: Sally Potter
85 Minuten
Erneut war Sally Potter bei der Berlinale zu Gast, diesmal mit diesem Drama, in dem Javier Bardem einen Mann spielt, der an Demenz leidet und sich im Geiste vorstellt, wie sein Leben hätte verlaufen können, wenn er anders agiert hätte. - Ob Leo an Demenz oder einer anderen degenerativen Krankheit leidet wird nicht genau gesagt, sein Zustand ist jedoch eindeutig. Nur schwer kommt Leo aus dem Bett, wird von Molly zu Arztterminen gebracht, bei denen er im besten Fall passiv im Stuhl sitzt, wenn er sich nicht aktiv gegen jede noch so gut gemeinte Behandlung wehrt. Sehr zum Missfallen seiner Tochter reden sowohl die Ärzte, als auch seine Ex-Frau mehr über ihn, als mit ihm und fragen sich des öfteren: Ist er da? Angesichts seines Zustandes eine berechtigte Frage, die auch zum Kern des Films führt: Zu Episoden, die sich in Leos Kopf abspielen, Episoden aus seiner Vergangenheit. Sie sind das, was hätte passieren können, wenn sich Leo an bestimmten Punkten seines Lebens anders entschieden hätte. Darsteller: Javier Bardem, Elle Fanning, Selma Hayek --- Mo 21.9. - Mi 23.9.: Vorfilm der Woche: „Die Grenze“ - Animationsfilm - ( 2'23 min ) D 1995

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Do 17.9. - So 20.9. 20.30 Uhr Großer Saal
Mo 21.9. - Mi 23.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Faking Bullshit - Krimineller als die Polizei erlaubt!
D 2020 Regie: Alexander Schubert
103 Minuten
In einer Kleinstadt irgendwo in Nordrhein-Westfalen: Auf der Polizeistation stehen sie sich die Beine in den Bauch, weil im Ort nichts los ist. In der quasi kriminalitätsfreien Stadt hat man sich an die beschauliche Situation gewöhnt und so kommt es, dass die Beamten einen für ihre Branche recht entspannten Job haben. Mit der Idylle ist es allerdings vorbei, als Tina (Sina Tkotsch) in der Wache auftaucht. Ihr wurde aufgetragen, die Wache 23 aufzulösen, da die Polizisten angesichts der niedrigen Kriminalitätsrate überflüssig geworden sind. Der Leiter der Wache, Rainer (Alexander von Glenck), hat sich mit seinem Schicksal abgefunden - ganz im Gegensatz zu seinen Kollegen, die ihre Arbeitsplätze retten wollen. Also wechseln sie die Seiten und sorgen für eine steigende Kriminalitätsrate. Im Obdachlosen Klaus (Bjarne Mädel) haben sie auch schon den perfekten Schuldigen für ihre fingierten Straftaten gefunden. Doch sie haben nicht mit Tina gerechnet, die ihren Plan durchschaut. --- Do 17.9. - So 20.9.: Vorfilm der Woche: „Die Grenze“ - Animationsfilm - ( 2'23 min ) D 1995

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Do 17.9. - So 20.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Wir Beide
Frankreich, Belgien 2019 Regie: Filippo Meneghetti
95 Minuten
Nina (Barbara Sukowa) und Madeleine (Martine Chevalier) sind schon lange ein Paar – das wissen aber nur sie beide. Für Madeleines erwachsene Kinder ist Nina lediglich die deutsche Nachbarin, die in der Wohnung gegenüber lebt. Das soll sich ändern: Madeleine möchte ihrer Familie die Wahrheit sagen, und die beiden wollen ihre Wohnungen verkaufen und zusammen in ihre Sehnsuchtsstadt Rom ziehen. Doch bevor es dazu kommen kann, geschieht ein Unglück, und Nina muss um ihren Platz an Madeleines Seite kämpfen. Regisseur Filippo Meneghetti erzählt einfühlsam und dicht an seinen Personen.

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Mo 21.9. - Mi 23.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Für Sama
GB 2019 Regie: Waad al-Kateab, Edward Watts
95 Minuten
Das Kriegstagebuch einer Frau aus Syrien ist ein beeindruckendes Dokument von brutaler Wahrhaftigkeit und in seinem verhaltenen Optimismus ein beinahe zärtliches Geschenk an die eigene Tochter – die kleine Sama, geboren im eingekesselten Aleppo während der Bombenangriffe. Waad al-Kateabs Film entstand unter Mitwirkung des erfahrenen Dokumentaristen Edward Watts. Ihr gemeinsames Werk ist nicht nur ein Appell gegen den Krieg, sondern ein Weckruf an die Welt. 2019 Europäischer Filmpreis als bester Dokumentarfilm

Woche vom 24.09.2020 bis 30.09.2020


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Do 24.9. - So 27.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Der göttliche Andere
D / Italien 2020 Regie: Jan Schomburg
90 Minuten
Könnte Gott etwas gegen die Liebe haben, gar eifersüchtig sein? Eigentlich nicht, aber was wäre, wenn die geliebte Frau kurz davor steht, in ein Nonnenkonvent einzutreten, also Jesus versprochen ist? Das ist die Ausgangskonstellation der leichten, romantischen Komödie „Der göttliche Andere“, die vor der stets malerischen Kulisse der “himmlischen” Stadt Rom spielt. Regissrur Jan Schomburg gelingen in seiner ersten internationalen romantischen Komödie viele nette Momente und großartige Szenen des Genres. Wie der eifersüchtige Jesu, der seine versprochene Braut nicht verlieren will, ohne persönlich aufzutreten beim Kennenlernen der beiden heftig dazwischenfunkt, ist mal albern, mal großartig komisch, mal verrückt und meistens nett.

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Do 24.9. - So 27.9. 20.45 Uhr Großer Saal
Mo 28.9. - Mi 30.9. 18.30 Uhr Großer Saal
Jean Seberg - Against All Enemies
USA 2019 Regie: Benedict Andrews
103 Minuten
Die Schauspielikone Jean Seberg (Kristen Stewart) hat Hollywood 1957 nach nur drei Filmen den Rücken gekehrt. Doch 1968 ereilt sie der Ruf Jean-Luc Godards, der Seberg unbedingt für seinen Film „Außer Atem“ haben will und sie nach Frankreich holt. Mehr als zehn Jahre nach ihrem letzten Streifen wird die moderne Amerikanerin mit dem markanten Kurzhaarschnitt wieder zum Superstar. Ihren neuen Film nimmt sie zum Anlass, um ein Comeback in Hollywood zu wagen. Doch neben ihrer Leidenschaft für die Schauspielerei, bewundert sie auch die Aktivisten, die in den USA auf die Straße gehen, sich für Bürgerrechte einsetzen und ein Ende des Vietnamkrieges fordern. Die Schauspielerin wird für das FBI so gefährlich, dass sie Jack Solomon auf Jean ansetzen, der sie fortan auf Schritt und Tritt beobachtet. --- Do 24.9. - So 27.9.: Vorfilm der Woche: „Relaxatron 5000“ - Animationsfilm - ( 1'25 min ) GB 2016

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Do 24.9. - So 27.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Nur fliegen ist schöner
Frankreich 2015 Regie: Bruno Podalydès
105 Minuten Kultfilm
Wer träumt nicht davon, aus dem Alltag auszubrechen, sich aufzumachen in die Natur, in die Freiheit? Weg zu fliegen, weg zu fahren. Oder: weg zu paddeln - so wie der etwas steife 50jährige Michel in dieser liebevollen französischen Komödie. Im Kopf macht er sich öfter auf zu kleinen Fluchten, aber so wirklich traut er sich nicht. Bis er sich eines Tages, halb geschubst von seiner Frau, mit einem Kayak auf einen neuen Fluss des Lebens begibt. Wirklich weit kommt er nicht - und doch viel weiter, als er sich je erträumt hat. Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Bruno Podalydès erzählt eine charmante Geschichte vom Ausbruch aus den Zwängen, ganz unaufgeregt und doch sehr witzig, ganz schräg und doch wahrhaftig und liebenswert. Viel charmanter können Fluchten aus dem Alltag nicht sein. / Darsteller: Bruno Podalydès, Agnès Jaoui, Vimala Pons, Sandrine Kiberlain

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Mo 28.9. - Mi 30.9. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Undine
D 2020 Regie: Christian Petzold
92 Minuten
Drei Filme lang begab sich Chritian Petzold in die deutsche Vergangenheit, nun kehrt er mit seinem neuen Film „Undine“ in die Gegenwart zurück. Hier im Berlin des 20. Jahrhunderts erzählt er eine Geschichte zwischen Mythologie und Realität, verwebt märchenhafte Motive mit einem skeptischen Blick auf eine Stadt, der ihre Geschichte eingeschrieben ist. So wie dem von Paula Beer und Franz Rogowski gespielten Liebespaar. - Silberner Bär – Berlinale 2020

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Mo 28.9. - Mi 30.9. 20.45 Uhr Großer Saal
Über die Unendlichkeit
Schweden / D 2019 Regie: Roy Andersson
78 Minuten
Nur wenige zeitgenössische Regisseure haben eine so unverwechselbare Handschrift wie der Schwede Roy Andersson, 2014 wurde er für „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“ in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, der mit „Über die Unendlichkeit“ den vierten Film vorlegt, der in seinem typischen Stil gedreht wurde. Weniger humorvoll als frühere Arbeiten, dafür von größerer Traurigkeit geprägt, dem Wissen, über das unweigerliche Ende eines jeden Lebens. Ein sehr eigener, sehr besonderer Film. - Dieser zeichnet sich durch eine Erzählweise aus, die fast vollkommen frei von klassischer Narration ist. Statt eine Geschichte zu erzählen, zeigt Andersson kurze Vignetten, die lose um Themen kreisen, zwischen denen sich bisweilen Verbindungen herstellen lassen, die Assoziationsräume öffnen, manchmal Kunst- und Filmgeschichte zitieren, es vor allem aber dem Zuschauer erlauben, sich eigene Überlegungen zum Geschehen zu machen. --- Vorfilm der Woche: „Relaxatron 5000“ - Animationsfilm - ( 1'25 min ) GB 2016