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  KINOPLAN für Monat September 2017


Woche vom 31.
08. bis 06. 09. 2017



Do 31.8. - So 3.9. um 18.45 Uhr Großer Saal


Final Porträt    94 min.   

GB / Frankreich 2017 Regie: Stanley Tucci

Im Jahr 1964 ist Alberto Giacometti (Geoffrey Rush) einer der bedeutendsten Maler und Bildhauer in Europa. Dementsprechend geschmeichelt fühlt sich sein guter Freund, der junge Schriftsteller und Kunstliebhaber James Lord (Armie Hammer), als er gefragt wird, ob er für das neue Porträt des Meisters Modell sitzen will. Doch Lord muss schnell feststellen, dass das Modellsitzen wesentlich länger dauert als erwartet, denn Giacomettis Schaffensprozess ist zwar manchmal faszinierend und intensiv, aber genauso oft auch völlig chaotisch und irritierend. So zieht sich die Entstehung des Bildes über Wochen hin, weil der ebenso anspruchsvolle wie exzentrische Maler seine Fortschritte immer wieder rückgängig macht, sich gerade nicht in Stimmung fühlt oder anderweitig beschäftigt ist – etwa mit seiner Geliebten Caroline oder seiner Gattin Annette (Sylvie Testud).




Do 31.8. - So 3.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die Hannas    102 min.   

D 2016 Regie: Julia C. Kaiser

Im Kompromiss glücklich sein. Das sind „Die Hannas“, Hans und Anna, ein Paar in den 30ern, das schon ewig zusammen ist und plötzlich nicht mehr so genau weiß warum eigentlich. Von diesen und anderen Menschen erzählt Julia C. Kaiser in ihrem schon vielfach ausgezeichneten Beziehungsfilm, der anfangs wie eine leichte Komödie daherkommt, sich aber zunehmend und erfolgreich in dramatisches Gefilde bewegt. - Als Anna und Hans zufällig die Schwestern Nico und Kim kennen lernen, beginnt ihr Leben aus den Fügen zu geraten. Während Anna Nico bei ihrem Job als Masseuse kennen lernt und sich zum ersten Mal mit einer Frau einlässt, lernt Hans Kim in etwas extremeren Umständen kennen: Bei einer Art Hardcore- Fitness und Selbstbewusstseintraining, bei dem er sich halb oder auch mal ganz nackt durch den Park jagen lässt, verknallt er sich in seine „Trainerin“ Kim, mit der er bald seine sexuellen Phantasien auslebt.




Do 31.8. - So 3.9. um 21.00 Uhr und
Mo 4.9. - Mi 6.9. um 20.45 Uhr Großer Saal


The Party    71 min.   

GB 2017 Regie: Sally Potter   Tipp

In 71 höchst kurzweiligen Minuten zündet Sally Potter ein cineastisches Feuerwerk vom Feinsten (und das in Schwarz-Weiß!). Die künftige Ministerin im Schattenkabinett lädt ihre besten Freunde zur intimen Feier ins traute Heim. Doch das Fest gerät unerwartet zum Fiasko. Kleine Geheimnisse und große Lebenslügen fliegen den Gästen immer schneller um die Ohren. Ein exzellentes Ensemble zelebriert die schillernden Figuren samt ihrer funkelnden Dialoge mit spürbarem Vergnügen. - Darsteller: Patricia Clarkson, Bruno Ganz, Cherry Jones, Emily Mortimer, Cillian Murphy, Kristen Scott Thomas, Timothy Spall




Mo 4.9. - Mi 6.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


Der wunderbare Garten der Bella Brown    101 min.   

GB/USA 2016 Regie: Simon Aboud   Wunschfilm

Ein Zauber liegt über diesem Film – als würde eine keltische Amelie ihr Feenreich entdecken. Doch Bella Brown hat außer der Frisur und dem träumerischen Blick wenig mit der fabelhaften Kultfigur gemeinsam. Zum Beispiel muss sie innerhalb von vier Wochen ihren verwilderten Garten kultivieren, sonst droht der Rausschmiss. Für ein Mädchen, das panische Angst vor der Natur hat, ist das eine echte Herausforderung. Doch glücklicherweise findet sie Helfer in der Not. Und manchmal werden aus Feinden sogar Freunde…Das ist pures Kinovergnügen: Die märchenhafte Komödie von der Einzelgängerin, die das Leben lieben lernt, ist einfach entzückend! Darsteller: Jessica Brown Findlay, Tom Wilkinson, Andrew Scott




Mo 4.9. - Mi 6.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Das ist unser Land!    117 min.   

Frankreich 2017 Regie: Lucas Belvaux

Die Ambivalenz des Titels ist Programm von Lucas Belvaux engagiertem Film „Das ist unser Land!“, der zeigt, wie eine unverkennbar der rechten Demagogin Marine Le Pen nachgeahmte Politikerin in der französischen Provinz verführt. Ein wenig konstruiert mutet der Film bei allen guten Absichten an, doch gerade in diesen Zeiten kann man ihm das kaum übel nehmen. - Pauline lebt in der Provinz allein mit ihren zwei Kindern. In einer wirtschaftlich schwachen Region arbeitet sie als Krankenschwester. Eines Tages bekommt sie ein überraschendes Angebot: Sie soll als Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin antreten. Anfangs widerstrebt es der zurückhaltenden Pauline, so in der Öffentlichkeit zu stehen, doch dann sagt sie zu und findet sich schnell im Gestrüpp der Lokalpolitik. Verkompliziert wird die Lage durch ihren neuen Freund Stanko, der im Untergrund als Neonazi aktiv ist und mit seinen Kumpels Flüchtlinge jagt.





Woche vom 07.
09. bis 13. 09. 2017



Do 7.9. um 18.00 Uhr Großer Saal


Psychoanalyse trifft Film: „Shutter Island“    137 min.   

USA 2010 Regie: Martin Scorsese

Eine Veranstaltung des SWK-Chemnitz. - US-Marshal Teddy Daniels hat mit Chuck Aule einen neuen Partner. Die zwei Ermittler reisen nach Shutter Island, einer abgelegenen Insel vor der US-Ostküste, auf der Gewaltverbrecher einsitzen. Eine Patientin ist verschwunden, ihren Verbleib gilt es zu klären. Doch als die Bundesbeamten die Anstalt erreichen, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Irgendetwas stimmt nicht auf der Insel, da ist sich der Marshal sicher. Er vermutet, dass im Ashecliffe Hospital geheime Experimente an lebenden Patienten durchgeführt werden. Nichts war mehr so, wie es zu Beginn schien. - Dieser Film lässt uns teilhaben an der psychotischen Innenwelt des Protagonisten und mit Betroffenheit die Begrenztheit unseres therapeutischen Handelns erkennen. Achtung geänderte Eintrittspreise: 10,- € ermäßigt: 6,-€




Fr 8.9. - So 10.9. um 18.45 Uhr und
Mo 11.9. - Mi 13.9. um 20.45 Uhr Großer Saal


Paris kann warten    92 min.   

USA 2017 Regie: Eleanor Coppola   Tipp

Die Frau eines einflussreichen Hollywood-Produzenten kann nach dem Besuch der Filmfestspiele in Cannes ihren Mann nicht nach Budapest begleiten. Statt dessen chauffiert sie ein französischer Geschäftspartner ihres Mannes im Auto nach Paris. Eigentlich eine Fahrt von wenigen Stunden, doch der Charmeur und Lebemann hat es nicht eilig. Zu zahlreich sind die Versuchungen am Wegesrand, vom edlen Restaurant bis zur römischen Sehenswürdigkeit. Nicht zu vergessen seine schöne Beifahrerin, der er taktvoll den Hof macht. Regiedebüt von Eleanor Coppola, die diese Geschichte 2009 so oder ähnlich selbst mit ihrem Ehemann Francis Ford Coppola erlebt hat. Zum einen feiert der Film die Schönheit der Landschaft Südfrankreichs und französisches Savoir vivre, zum anderen geht es um die Selbstverwirklichung einer Frau, die trotz ihres Alters eine kleine Flucht wagt. Von Diane Lane in der Hauptrolle bezaubernd gespielt.




Do 7.9. - So 10.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Begabt - Die Gleichung eines Lebens    101 min.   

USA 2017 Regie: Mark Webb

Wie soll man mit einem hochbegabten Kind umgehen, in welcher Umgebung soll es aufwachsen? Das sind die Fragen, die Mark Webb in „Begabt - Die Gleichung eines Lebens“ stellt, einem Film, der sich auf dem Papier wie ein konventionelles, sentimentales Drama liest, sich aber bald zu einem oft sensiblen Film über die schwierige Entscheidung entwickelt, was das Beste für ein Kind ist. - Mary Adler ist begabt. Sie ist zwar erst sieben Jahre alt, kann jedoch mathematische Probleme lösen, die selbst die meisten Erwachsenen auch mit einem Taschenrechner nicht bewältigen könnten. Dieses Talent liegt in ihrer Familie, schon ihr Großvater war ein Mathe-Genie und auch seine Tochter, Marys Mutter, hatte das Talent zum Rechnen gelernt. Doch das Genie hatte seinen Preis, an dem Marys Mutter verzweifelte und sich das Leben nahm. Seitdem lebt Mary bei Frank, ihrem Onkel, der sich nach Florida zurückgezogen hat, fern der Heimat der Familie in Boston.




Do 7.9. - So 10.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt    130 min.   

D 2017 Regie: Patrick Allgaier, Gwendolin Weisser

Sie wollen ihr Zuhause verlassen, um zu entdecken, was Heimat für andere bedeutet: Das junge Paar Patrick und Gwen zieht mit dem Rucksack gen Osten und weiter bis um die Welt. Die zwei versuchen dabei auch, sich in Verzicht zu üben. Das Ziel ist es, nicht mehr als fünf Euro am Tag auszugeben – und nicht zu fliegen. Jeder zurückgelegte Meter soll mit allen Sinnen wahrgenommen, Grenzen sollen ausgetestet und neben dem Verzicht soll auch der Genuss gelernt werden. Bei jedem Schritt wollen Patrick und Gwen spontan und neugierig bleiben. Die beiden sind drei Jahre und 110 Tage unterwegs, bewegen sich ausschließlich als Anhalter fort, ob mit Bus, Zug oder Schiff. Am Ende kommen fast 100.000 Kilometer durch Europa, Asien sowie Nord- und Zentralamerika zusammen. Sie kehren zu dritt zurück.




Mo 11.9. - Mi 13.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


Monsieur Pierre geht online    99 min.   

D, Frankreich 2017 Regie: Stéphane Robelin   Wunschfilm

Regisseur Stéphane Robelin sorgt mit seiner neuen Liebes- und Verwechslungskomödie für gute Laune jenseits aller Altersgrenzen. Vor allem sein Hauptdarsteller Pierre Richard („Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“) ist ein wahrer Glücksgriff. Der Grandseigneur wandelt sich bei seinem Datingabenteuer in der Internetwelt vom griesgrämigen Witwer zum agilen Best-Ager auf Freiersfüßen. Ein heiterer, warmherziger Film mit einer präzisen Inszenierung und jeder Menge unverbrauchter Pointen. - Darsteller: Pierre Richard, Yaniss Lespert, Fanny Valette




Mo 11.9. - Mi 13.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Berlin Rebel High School    91 min.   

D 2016 Regie: Alexander Kleider   Der besondere Film

Die selbstverwaltete „Schule für Erwachsenenbildung“ (SFE) in Berlin-Kreuzberg ermöglicht jungen Menschen auf dem zweiten Bildungsweg die Prüfungsvorbereitung auf den mittleren Schulabschluss und das Abitur. Alexander Kleider, selbst Absolvent der SFE, porträtiert den Schulalltag in seinem Dokumentarfilm, wobei neben unbeschwerten Momenten auch Knatsch nicht ausbleibt. Die Diskussion um eine Reform des Bildungssektors regt die herkömmlich gefilmte Doku mit vielen inhaltlichen Anknüpfungspunkten an – und gefällt mit den grundsympathischen Protagonisten.





Woche vom 14.
09. bis 20. 09. 2017



Do 14.9. - So 17.9. um 18.30 Uhr und
Mo 18.9. - Mi 20.9. um 18.15 Uhr Großer Saal


Auguste Rodin    119 min.   

Frankreich 2017 Regie : Jacques Doillon

Mit Auguste Rodin, einem der Großkünstler Frankreichs, beschäftigt sich Jacques Doillon in seinem biographischen Film, der einsetzt, als der Bildhauer schon fast im Zenit seines Erfolges angekommen ist. Ebenso wie seine Beziehung zu Camille Claudel. - 1880. Mit 40 Jahren ist der Bildhauer Auguste Rodin (Vincent Lindon) schon nicht mehr jung, hat viel erreicht, doch der Sprung in die höchsten Sphären der französischen Kunst steht noch vor ihm. Nun scheint der Zeitpunkt gekommen, der Staat hat ihm den prestigeträchtigen Auftrag erteilt, das Portal für ein neues Museum zu entwerfen, das später als Höllentor zum Hauptwerk des Künstlers werden wird.




Do 14.9. - So 17.9. um 21.15 Uhr Großer Saal


Dunkirk    107 min.   

USA, Frankreich, Großbritannien 2017 Regie: Christopher Nolan   Tipp

Mai 1940, der Zweite Weltkrieg tobt: Die Nazis haben die französische Hafenstadt Dünkirchen eingekesselt und für deren Bewohner und die 400.000 dort stationierten Soldaten scheint die Lage ausweglos. Denn durch die feindlichen Truppen auf der einen Seite und das Wasser auf der anderen scheint es keine Chance auf Überleben zu geben. Doch in Großbritannien ersinnt man eine kühne Rettungsmission, von der zuerst nur die wenigsten glauben, dass sie Aussicht auf Erfolg haben kann: Während die eingekesselten Soldaten am Boden ums Überleben kämpfen, sorgen RAF-Piloten wie Farrier (Tom Hardy) in ihren Spitfires für Feuerschutz aus der Luft. Gleichzeitig eilen von Commander Bolton (Kenneth Branagh) koordinierte Zivilisten wie Mr. Dawson (Mark Rylance) den eingekesselten Soldaten mit ihren kleinen Booten übers Wasser zu Hilfe. - Ein historisches Ereignis in Bildern, die man so noch nie auf der Leinwand gesehen hat. Ein tolles Ensemble und eine raffinierte Erzählstruktur tun ihr übriges.




Do 14.9. - So 17.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Einmal bitte alles    90 min.   

D 2017 Regie: Helena Hufnagel

Für ihr Spielfilmdebüt hat sich Regisseurin Helena Hufnagel eine eigene Genrebezeichnung ausgedacht: Coming of Age-Age oder late Coming of Age. Denn während man Stories übers Erwachsenwerden gemeinhin mit Teenagern assoziiert, verzweifelt Luise Heyer als 27-Jährige daran, dass alle außer ihr scheinbar längst erwachsen geworden sind. - Am Anfang sind sich die besten Freundinnen und Mitbewohnerinnen Isi und Lotte noch einig: So wie der „Versager“ Klausi, der noch immer seiner gammligen WG auf der faulen Haut liegt, wollen die Endzwanzigerinnen nie enden. Doch dann scheiden sich die Wege der jungen Frauen: Lotte ergattert eine Festanstellung beim renommierten Verlag, wo Isi kürzlich ihr Praktikum gekündigt wurde, und verliebt sich Hals über Kopf in einen feschen Italiener. Dadurch fühlt sich Isi finanziell wie lebensperspektivisch endgültig abgehängt. Und schlittert unversehens in eine Quarterlife Crisis.




Mo 18.9. - Mi 20.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

David Lynch - The Art Life    88 min.   

USA, Dänemark 2016 Regie: Jon Nguyen, Rick Barnes

Ein Porträt, das das Leben des Künstlers und Regisseurs David Lynch von der Kindheit bis zu seinen Anfängen in Hollywood betrachtet. Im Fokus stehen dabei Lynchs prägende Jahre als Maler und Fotograf. David Lynch bei der Arbeit: er schrubbt, schmiert, schmirgelt, schleift, pinselt, bohrt und zeichnet. Stets eine brennende Zigarette in der Hand bearbeitet der Filmemacher mit stoischer Gelassenheit die Leinwände in seinem Atelier. Seine Kunst ist zugleich grotesk, sexy, verstörend und banal. Der Film sucht in diesen Jahren nach den Schnittstellen zwischen Leben und Werk des Künstlers, dem sie mit souveräner Zurückhaltung schließlich so nah wie bisher kein zweiter Dokumentarfilm kommen.




Mo 18.9. um 20.45 Uhr Großer Saal


Blue Velvet    120 min.   

USA 1985 Regie: David Lynch

Wiederaufführung des Kultfilms von David Lynch. Bis heute hat dieser Thriller zwischen Traum und Wirklichkeit nichts von seiner Wirkung verloren.- Rote und gelbe Tulpen blühen vorm weißen Lattenzaun, ein in zeitlupe winkender Feuerwehrmann- die Oberfläche ist perfekt, doch kaum dringt man in die Schichten darunter, riecht es verfault, verdorben und nach Gefahr. Auch der neugierige Jeffrey dringt unter die Oberfläche und in die Welt der Nachtclubsängerin Dorothy Vallens, die bestimmt ist von Vergewaltigungen, Gewalt und Sadomasochismus. Darsteller: Kyle Maclachlan, Isabella Rossellini, Dennis Hopper




Di 19.9. um 20.45 Uhr Großer Saal


Mulholland Drive    146 min.   

USA / Frankreich 2001 Regie: David Lynch

Ein Unfall auf einer kurvenreichen Landstraße, bei dem eine Frau ihr Gedächtnis verliert, dient als Aufhänger für eine Vielzahl scheinbar unabhängiger Begegnungen im Umfeld Hollywoods.- Hypnotisch-alptraumhaftes Traumspiel von David Lynch („Twin Peaks“ „Blue Velvet“) , dass sich einer linearen Nacherzählung verweigert, weil Personen ihre Identität wechseln und viele Handlungsstränge so ineinander geschlungen sind, dass sie wie ein Endlosband funktionieren. Ein handwerklich und inszenatorisch bestechender Film, der die Medienmythen der Gegenwart lustvoll zerpflückt. Darsteller: Naomi Watts, Laura Elena Harring u.a.




Mi 20.9. um 20.45 Uhr Großer Saal


Der Elefantenmensch    125 min.   

USA 1981 Regie: David Lynch

England, 1881. John Merrick (John Hurt) ist der "Elefantenmensch", übersäht von aufgetriebenen, mosaikartig verteilten, wie tumorartigen Vergrößerungen einzelner Gliedmaßen und Wucherungen an allen Körperpartien. Kopf und Oberkörper sind stark deformiert. Unter der lieblosen und ausbeuterischen Obhut des Jahrmarktbetreibers Bytes lebt er unter menschenunwürdigen Verhältnissen und muss tagtäglich vor Menschen auftreten, die seine Entstellung begaffen. Bis zu dem Tag, an dem der britische Chirurg Frederick Treves (Anthony Hopkins) ihn entdeckt und mit nach London nimmt. Dort möchte er ihm helfen und ein Zuhause in einem Hospital geben. Doch auch in der scheinbar sicheren Umgebung des Krankenhauses ist Merrick nicht vor seiner Vergangenheit und den Grausamkeiten der Menschen sicher ...





Woche vom 21.
09. bis 27. 09. 2017



Do 21.9. - So 24.9. um 18.45 Uhr und
Mo 25.9. - Mi 27.9. um 18.15 Uhr Großer Saal


Tulpenfieber    107 min.   

USA/GB 2017 Regie: Justin Chadwick

Sie waren mal wertvoller als Diamanten und kostbarer als Gold: Tulpenzwiebeln. Darum wurden sie im Amsterdam des 17. Jahrhunderts zum begehrten Spekulationsobjekt. Und führten zum ersten verbürgten Börsencrash. Vor diesem Hintergrund spielt die Geschichte einer jungen Frau, die aus Not den Falschen heiratet und aus Liebe zum Richtigen eine Intrige inszeniert, die nicht gut ausgehen kann. Ausstattungsreiches Historiendrama mit der aufregenden Alicia Vikander in der Hauptrolle neben Christoph Waltz, Judi Dench und Dane DeHaan




Do 21.9. - So 24.9. um 21.15 Uhr Großer Saal


Baby Driver    113 min.   

GB / USA 2017 Regie: Edgar Wright

Fluchtwagenfahrer Baby hat einen Tinnitus, weswegen er ständig über Kopfhörer Musik hört. Doch dies macht ihn trotz seiner jungen Jahre auch zu einem der besten in seinem Job: Zu den Klängen seiner persönlichen Playlist rast er jedem Verfolger davon, ein Talent, welches Gangsterboss Doc auszunutzen weiß. Bei ihm steht Baby in der Schuld und daher muss er für Doc Aufträge als Fluchtwagenfahrer ausführen und bei ihren Coups kutschieren und anschließend dafür sorgen, dass sie den Cops entkommen. Dabei hat sich Baby in Kellnerin Debora verliebt und will eigentlich aussteigen. Doch vorher gibt es noch einen letzten Auftrag zu erledigen. - Grandios inszeniertes, zutiefst musikalisch rhythmisiertes Actionspektakel, eine popkulturelle Tour de Force.




Do 21.9. - Mi 27.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Dalida    124 min.   

Frankreich 2016 Regie: Lisa Azuelos

Sie war eine der größten Chansonsängerinnen Frankreichs. Und trotzdem zutiefst unglücklich. Sie hatte einen Hit nach dem anderen. Doch bei den Männern hatte sie kein Glück: Dalida. Die Filmbiographie von Regisseurin Lisa Azuelos zeichnet nun ihr bewegtes, viel zu kurzes Leben nach, mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Erfolgen und Niederschlägen. Ein packendes, anrührendes Porträt einer aufregenden Frau, die von Titeldarstellerin Sveva Alviti perfekt verkörpert wird.




Mo 25.9. - Mi 27.9. um 20.45 Uhr Großer Saal


Ein Dorf sieht schwarz    96 min.   

Frankreich 2016 Regie: Julien Rambaldi

Die wahre Geschichte hinter der Culture-Clash-Komödie spielt zwar im fernen Jahr 1975, ist heute aber leider wieder ziemlich aktuell. Die Geschichte dreht sich um einen frisch promovierten Arzt aus Zaire, der im französischen Hinterland eine Praxis als Landarzt übernimmt und auf rassistische Vorurteile der Anwohner stößt. In Frankreich avancierte die amüsante und rührende Integrationskomödie von Regisseur Julien Rambaldi zum überraschenden Sommerhit.





Woche vom 28.
09. bis 04. 10. 2017



Do 28.9. - So 1.10. um 18.45 Uhr Großer Saal


Das Pubertier    91 min.   

D 2017 Regie: Leander Haußmann   Tipp

Pures Vergnügen und Spaß für die ganze Familie bietet Leander Haußmanns neuer Komödienstreich. Das Drehbuch nach dem Buch von Jan Weiler ist ein einziges überdrehtes Gagfeuerwerk, dabei angenehm intelligent und sogar einfühlsam. Die Darsteller, angeführt von Jan Josef Liefers, sind in bester Spiellaune, und dazu geht es um ein Problem von beständig hoher Relevanz: um die Pubertät. Hier aus Sicht eines Vaters, der mit ansehen muss, wie aus seiner goldigen kleinen Prinzessin ein launisches Pubertier wird.- Darsteller: Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Harriet Herbig-Matten, Detlev Buck, Monika Gruber, Justus von Dohnányi




Do 28.9. - So 1.10. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Kedi – Von Katzen und Menschen    79 min.   

Türkei, USA 2016 Regie: Ceyda Torun

Katzen-Videos garantieren in den sozialen Netzwerken stets beste Quoten. Nun sollen die Samtpfoten auch die Leinwand erobern. Die Doku-Idee ist so schlicht wie genial: Die Kamera folgt sieben verschiedenen Katzen in ihrem Biotop Istanbul. Es handelt sich dabei um keine Stuben-, sondern Straßen-Tiger, schließlich gilt die türkische Metropole als El Dorado solcher schnurrenden Streuner. Bei den Einwohnern sind die freiheitsliebenden Vierbeiner traditionell beliebt. Dank der unterschiedlichen Charaktere dieser pelzigen glorreichen Sieben entwickeln sich hübsche, kleine Geschichten aus der Großstadt. Präsentiert werden sie mit putzigen Bildern der anmutigen Tiere, die auf der großen Leinwand einen ganz besonderen Charme entwickeln, dem Internet-Videos kaum Konkurrenz bieten können.




Do 28.9. - So 1.10. um 21.00 Uhr Großer Saal


On the Milky Road    125 min.   

Serbien, USA, GB 2016 Regie: Emir Kusturica

Um den vielfach preisgekrönten serbischen Regisseur Emir Kusturica war es fast zehn Jahre still. Nun entfesselt der fabulierende Geschichtenerzähler mit überbordendem Einfallsreichtum erneut die furiose Bilderflut eines modernen Märchens. Bizarr, burlesk und von balkanischer Beschwingtheit übernimmt er als Milchmann, der im Bürgerkrieg des ehemaligen Jugoslawien die Fronten durchbricht, gleich selbst die Hauptrolle. Dabei verliebt er sich in eine rätselhafte italienische Schönheit. Die „liaison dangereuse“ mit der wunderbaren Schauspielerin Monica Belluci beschert dem Paar auf der Flucht vor schwer bewaffneten Soldaten eine Fülle von Abenteuern.