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  KINOPLAN für Monat Juni 2018


Woche vom 31.
05. bis 06.06.2018



Do 31.5. - Mi 6.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


3 Tage in Quiberon    100 min.    

D 2018 Regie: Emily Atef

Deutschland macht es seinen Stars oft nicht leicht, was besonders Romy Schneider erfahren musste, die bald nach Frankreich floh und dort zu dem Weltstar wurde. Glücklich wurde sie allerdings nie, eine Hassliebe zur Presse und zur Öffentlichkeit prägte ihr Wesen, wie Emily Atef in ihrem ästhetischen, melancholischen Film zeigt. - Im Frühjahr 1981 befindet sich Romy Schneider in Quiberon, einem kleinen französischen Fischerort in der Bretagne, wo sie in einem Sanatorium entgiften soll. Dass Schneider trinkt und raucht und ganz allgemein ein unstetes Leben führt, trägt nicht dazu bei, dass ihr Außenstehende zutrauen, eine gute Mutter zu sein. Ihre alte Freundin Hilde (Birgit Minichmair) sieht das anders, sie kennt Romy schon seit der Kindheit und ist nun ein paar Tage zu Besuch, um ihr beizustehen. Besonders skeptisch betrachtet sie Romys Plan, dem Stern-Journalisten Michael Jürgs (Robert Gwisdek) ein Interview zu geben. Darsteller: Marie Bäumer, Robert Gwisdek, Birgit Minichmair, Charly Hübner, Denis Lavant




Do 31.5. - Mi 6.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Zwei Herren im Anzug    139 min.    

D 2017 Regie: Josef Bierbichler

Mit 69 Jahren präsentiert Schauspiel-Urgestein Josef Bierbichler die Verfilmung seines Roman-Debüts „Mittelreich“ als eigenwillige Heimat-Saga der rigorosen Art. Am Beispiel einer Bauern-Familie in der oberbayrischen Provinz zeigt er ein Zeitgeist-Mosaik des vorigen Jahrhunderts. Vom Ersten Weltkrieg über die Nazi-Zeit bis zum Wirtschaftswunder und die 70-er Jahre. Betörend schöne Bilder. Verstörend böse Menschen. Sowie zwei, drei provokative Szenen, die an das Limit des Erträglichen gehen. So sieht mutiges, wuchtiges Kino aus: Viel Blasmusik, aber kein Prosit der Gemütlichkeit - und prompt kein Bayrischer Filmpreis und keine Berlinale für diesen Geniestreich. Ein kreativer Berserker wie der Bierbichler wird gleichwohl sein Publikum finden. Darsteller: Josef Bierbichler, Martina Gedeck, Simon Donatz, Irm Hermann




Do 31.5. - So 3.6. um 20.45 Uhr Großer Saal


Wildes Herz    90 min.    

D 2017 Regie: Charly Hübner & Sebastian Schultz

Mitreißend und voller Energie porträtiert „Wildes Herz“ die beliebtesten Punk-Rocker aus dem Norden, „Feine Sahne Fischfilet“. Doch Charlie Hübners Regie-Debüt ist sehr viel mehr als eine Musikdoku für Fans - er zeigt den alarmierenden Rechtsruck der letzten Jahre in Mecklenburg-Vorpommern und wie sich die Band um den sympathischen Frontmann Jan „Monchi“ Gorkow mit Neonazi-Gewalt, AfD-Wahlerfolgen und perspektivlosen Jugendlichen auseinandersetzt, indem sie nicht nur musikalisch Präsenz zeigt. Dass es immer noch politisierte Jugendkulturen gibt, die etwas bewegen können und linker Kampfgeist und Lokalpatriotismus kein Widerspruch sein müssen, macht Hübners Film dabei auf unterhaltsame Weise deutlich.




Mo 4.6. - Mi 6.6. um 20.45 Uhr Großer Saal


HERRliche Zeiten    111 min.    

D 2017 Regie: Oskar Roehler

Oskar Roehler, der auch mit seinem neuen Film“ HERRliche Zeiten“ seinem Ruf als Provokateur gerecht wird und mit einem brillanten Oliver Masucci in der Hauptrolle von Wohlstand, Langeweile, Sadismus und der Verführungskraft der Macht erzählt. - In gutbürgerlicher deutscher Idylle lebt das Paar Claus (Oliver Masucci) und Evi (Katja Riemann), die den schönen, sprechenden Namen Müller-Todt tragen. Er hat sich mit Schönheitsoperationen eine goldene Nase verdient, sie ist Hypochonderin, die mit allerlei Pillchen ihren Biorhythmus am Laufen hält. Nachdem einmal mehr eine Haushaltshilfe geflohen ist, wird neues Personal gesucht, im Suff schreibt Claus in die Anzeige „Sklave gesucht“, der sich dann auch findet: Zahlreiche Gestalten in Ledermontur, mit Peitschen und an Leinen stehen am nächsten Tag vor der Tür, zum (vorläufigen) Erschrecken von Claus.





Woche vom 07.
06. bis 13.06.2018



Do 7.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


MAHLER auf der Couch    97 min.    

D/Öst. 2010 Regie: Percy Adlon

Eine Veranstaltung des SWK Chemnitz. - Gustav Mahler und seine Liebe zu Alma Schindler, dem schönsten Mädchen Wiens, gipfelt trotz 19 Jahren Unterschieds in einer Ehe mit strengsten Gesetzen und einer Gattin mit unstillbarem Lebenshunger. Im Film erleben wir die Situation des Paares im Jahr 1910: Das alternde Musikgenie plagt rasende Eifersucht ob ihrer Liaison mit Walter Gropius. Mahler ist zerstört und begibt sich zu Sigmund Freud, der ihm diese Ehe analysieren soll. Zerrissen zwischen Therapiewunsch und Therapieverweigerung erleben wir zwei Herren im großartigen Dialog, ergreifend, spannend, mit Witz und Humor, unterlegt mit Bildern von Liebe und Leid und einer wunderbaren Musik… Im Anschlussvortrag ein analytischer Blick auf das Paarleben mit Dr. Evelyn-Christina Becker, Leipzig Eintritt: 10,- erm. 7,- Euro




Fr 8.6. - So 10.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Die Verlegerin    115 min.    

USA 2017 Regie: Steven Spielberg   Wunschfilm

Noch vor „Watergate“ deckte die „Washington Post“ einen anderen Skandal auf: die „Pentagon Papers“. Gleich vier US-Präsidenten äußerten darin ihre Zweifel, ob der Vietnamkrieg überhaupt zu gewinnen sei. Hat die Presse das Recht, solche hochgeheimen Informationen publik zu machen? Genau darum geht es im neuen Film von Steven Spielberg mit Meryl Streep in der Titelrolle, der 1971 spielt und doch mit mehr als gutem Timing unsere „Fake-News“-Gegenwart spiegelt. Mit seinem Engagement und seiner packenden Erzählung steht er in der Tradition großer Journalistenfilme wie „Network“ und „Die Unbestechlichen“. Darsteller: Meryl Streep, Tom Hanks, Alison Brie




Do 7.6. - So 10.6. um 21.00 Uhr und
Mo 11.6. - Mi 13.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Lady Bird    94 min.    

USA 2017 Regie: Greta Gerwig   Tipp

Wunderbares, großes Kino: Greta Gerwigs Dramödie über eine junge Rebellin ist bis in die winzigsten Details gelungen - ein Film für alle, die das Kino und das Leben lieben: Lady Bird wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich ihrem Provinznest zu entkommen. Aber dafür braucht sie einen Schulabschluss, einen möglichst guten, wenn`s geht. Doch bevor es so weit ist, macht sie erste Erfahrungen mit Jungs, ärgert sich mit ihrer Familie herum und wird ganz peu à peu erwachsen. Herausragende Darsteller, allen voran Saoirse Ronan als Lady Bird, und ein kluges, warmherziges Drehbuch machen den Film zum Kinoerlebnis allererster Güte. Do in OmdtU.




Do 7.6. - So 10.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Maria Magdalena    120 min.    

GB 2017 Regie: Garth Davis

Kirchenväter degradierten sie zur Sünderin und Hure: Maria Magdalena. Denn die von Männern dominierte Amtskirche wollte nicht wahr haben, was Jesus vorlebte, Evangelien überliefern und das Urchristentum selbstverständlich verwirklichte: die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die männliche Kreation der Kunstfigur Maria Magdalena ist ein bis heute nachwirkendes Beispiel für den Versuch, sie und mit ihr alle Frauen aus dem Zentrum an den Rand der Kirche zu drängen. Das von Regisseur Garth Davis episch inszenierte Bibeldrama hilft dieses patriarchale Frauenbild der Kirche endlich über Bord zu werfen. Mit ungeheurer Präsenz verkörpert Rooney Mara die jahrhundertelange bewusst verzerrte Frauengestalt des Neuen Testaments. Darsteller: Rooney Mara, Joaquin Phoenix




Mo 11.6. - Mi 13.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Maria by Callas    113 min.    

Frankreich 2017 Regie: Tom Volf

Auf der Suche nach den Gefühlen hinter der perfekten Maske des Stars lässt Tom Volf seine Heldin viel in ihren eigenen Worten sprechen. Interviews, Briefe, Fotos, Opern- und Konzertmitschnitte komponiert er zum Bild einer Frau, die auch heute noch, mehr als 40 Jahre nach ihrem Tod, ihr Geheimnis wahrt. Tom Volf macht aus seiner Verehrung für „La Divina“ keinen Hehl. Sein akribisch recherchierter Film ist beinahe so elegant wie Maria Callas selbst. Dabei spielt auch die Musik eine wichtige Rolle: Einige Arien werden komplett eingespielt und zeigen die Kraft und Dramatik ihrer ausdrucksvollen Stimme, die bis heute fasziniert. Schon allein diese Töne und Bilder von den Bühnen der Welt machen den Film zum Muss für alle Opern- und Klassikfans. Briefe gelesen von Eva Mattes




Mo 11.6. - Mi 13.6. um 20.45 Uhr Großer Saal


Ready Player One    140 min.    

USA 2017 Regie: Steven Spielberg

Verfilmung der Nerdbibel des Science-Fiction Autors Autor Ernest Cline über einen gigantischen Videospielwettbewerb, den einige todernst nehmen. Als Regisseur hat Steven Spielberg einen gewaltigen Fußabdruck in der Popkultur der 80er-Jahre hinterlassen. Der Roman ist die ultimative Liebeserklärung an Filme, Videospiele und Musik der 80er. Im Jahr 2045 sind die Ressourcen der Welt erschöpft. Überbevölkerung und Verschmutzung haben dazu geführt, dass die meisten Menschen in Armut leben. Auch der junge Wade Owen Watts (Tye Sheridan) sieht keine Perspektive. Seine einzige Hoffnung ist die OASIS, eine virtuelle Realität, in der er alles sein kann, was er sich vorstellen kann. In der OASIS ist er Parzival, ein junger Held, der dem tristen Alltag der Realität entflieht.





Woche vom 14.
06. bis 20.06.2018



Do 14.6. - So 17.6. um 18.30 Uhr und
Mo 18.6. - Mi 20.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


The Happy Prince    105 min.    

GB, D 2017 Regie: Rupert Everett

Die letzten Jahre im Leben des Skandalautors Oscar Wilde sind Thema von Rupert Everetts Regiedebüt „The Happy Prince“, ein Herzensprojekt für den Schauspieler, der jahrelang an der Entstehung des Films arbeitete. Man merkt dem Ergebnis an, dass Everett Wilde bewundert, als Künstler und als Mensch.- Von 1895-97 saß der Schriftsteller Oscar Wilde (Rupert Everett) im Zuchthaus eine Strafe wegen Unzucht und Sodomie ab. Nach seiner Entlassung war er in seiner englischen Heimat geächtet, ohne Aussicht, seine literarische Karriere fortsetzen zu können. Das Geld war knapp, diverse Süchte - Kokain, Absinth, junge Männer - brachten Wilde immer wieder in Geldnöte. Auch seine große Liebe Alfred Bosie Douglas - eigentlich aus reichem Haus, trug zum baldigen Ruin bei. Zunehmend verfiel Wilde, zog durch Europa, ließ sich von seinen immer spärlicher werdenden Bewunderern ein paar Pfund zustecken und starb schließlich 1900 in Paris. Auf dem legendären Friedhof Père Lachaise befindet sich sein Grab. Darsteller: Rupert Everett, Colin Firth, Colin Morgan, Edwin Thomas, Emily Watson




Do 14.6. - So 17.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Isle of Dogs - Ataris Reise    101 min.    

USA 2018 Regie: Wes Anderson

Mit einem Animationsfilm wurde die Berlinale noch nie eröffnet, diese Ehre hatte nun Wes Andersons „Isle of Dogs - Ataris Reise“, der stilistisch und qualitativ nahtlos an das Werk des amerikanischen Regisseurs anschließt und inhaltlich genau in unsere Zeit - und zum Selbstverständnis der Berlinale als politisches Festival - passt: Es geht um Flüchtlinge, Diskriminierung und Machtmissbrauch. - Die Oberfläche von „Isle of Dogs“ ist diesmal besonders atemberaubend, denn zum zweiten Mal nach „Der fantastische Mr. Fox“ hat Anderson einen Animationsfilm gedreht, im klassischen Stop-Motion-Verfahren, durch dessen handgemachte Qualität die ungefähr einen halben Meter großen Figuren eine bemerkenswerte Lebensnähe bekommen. Do in OmdtU.




Do 14.6. - So 17.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?    90 min.    

D 2017 Regie: Kerstin Polte

Eine chaotische Familie macht sich, teils freiwillig, teils unfreiwillig, auf den Weg ans Meer. Regisseurin und Autorin Kerstin Polte schickt ihre Protagonisten auf eine Reise zu sich selbst und in eine Herberge, deren Wirt sich für den lieben Gott hält. - Charlotte (Corinna Harfouch) und Paul (Karl Kranzkowski) sind ein Paar, dass sich nach 37 Jahren Ehe nicht mehr viel zu sagen hat und mehr schlecht als recht nebeneinanderher lebt. Ihre Tochter Alex (Meret Becker) müht sich dauergestresst als alleinerziehende Mutter und angehende Fahrlehrerin durch ihr Leben und ringt um einen besseren Draht zu ihrer eigenwillig-altklugen Tochter Jo (Annalee Ranft). Als Charlotte und Jo nach einem verkorksten Kindergeburtstag eines Tages Richtung Meer durchbrennen, machen sich Alex und Paul auf die Suche nach ihnen.




Mo 18.6. - Mi 20.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Der Buchladen der Florence Green    110 min.    

Span./UK/Dtl. 2017 Regie: Isabel Coixet

Eine junge Witwe eröffnet Ende der 1950er Jahre in einem idyllischen Ort an der Ostküste Englands eine Buchhandlung. Kein einfaches Unterfangen, die Arbeiter und Fischer des Ortes lesen nicht gern. Und dann ist da noch eine reiche Dame mittleren Alters, die aus dem Buchladen lieber ein Kulturzentrum gemacht hätte und nun eine trickreiche Intrige spinnt, um Florence Green zu vertreiben. Kongenial inszenierte Verfilmung von Penelope Fitzgeralds Roman „Die Buchhandlung“, in dem der Zwiespalt zwischen Konvention und Moderne verhandelt und gleichzeitig ein Loblied auf das Lesen gesungen wird. In den drei Hauptrollen hervorragend gespielt: Emily Mortimer, Bill Nighy, Patricia Clarkson




Mo 18.6. - Mi 20.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die Pariserin - Auftrag Baskenland    100 min.    

Frankreich 2017 Regie: Ludovic Bernard

Der französische Shootingstar Élodie Fontane begibt sich für die absurde Actionkomödie „Die Pariserin - Auftrag Baskenland“ von der Weltmetropole Paris in die französisch-spanische Grenzregion, um einem alternden Eisenwarenhändler sein Geschäft abzukaufen. Als sich dieser weigert, gerät die junge Frau in einen Strudel abenteuerlicher Ereignisse. Das ist absurd, nicht immer komisch, aber definitiv einzigartig. -Darsteller: Élodie Fontan, Florent Peyre, Daniel Prévost





Woche vom 21.
06. bis 27.06.2018



Do 21.6. - Mi 27.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Tanz ins Leben    111 min.    

GB 2017 Regie: Richard Loncraine

Eine Lebensveränderung erträumen sich viele Menschen, doch die wenigsten setzen den Gedanken in die Tat um. Oft braucht es dafür eine Anschubhilfe von außen. Bei der Protagonistin aus der Romantik-im-Alter-Komödie „Tanz ins Leben“ stellen eine Affäre des Ehemanns, der Umzug zur freigeistigen Schwester und die Tanzstunden mit einem netten Rentner die Weichen für den Neustart. Regisseur Richard Loncraine inszeniert daraus eine rührende Senioren-Romanze mit einem ausgewählten britischen Cast um Imelda Staunton, Celia Imrie („Best Exotic Marigold Hotel“) und Timothy Spall („Verleugnung“).




Do 21.6. - So 24.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Tully    86 min.    

USA 2018 Regie: Jason Reitman

Eine spannende Dramödie ums Muttersein: Marlo (Charlize Theron) kommt nach der Geburt ihres dritten Kindes kaum zum Luftholen und engagiert in höchster Not eine Night Nannie, die sich nachts um das Baby kümmert. Zwischen Tully, der Nacht-Babysitterin, und Marlo entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die jede Menge Überraschungen bereithält.- Das ist ein echter Coup mit Clou, ernsthaft und witzig zugleich. Charlize Theron spielt mit bissigem Humor und viel Mut zur ungeschönten Wahrheit die Mama in der Krise. An ihrer Seite ist die junge, frische Mackenzie Davis als Tully zu sehen – zwei tolle Frauen in einem warmherzigen, sehr sehenswerten Film von "Juno"- und „Up in the Air“-Regisseur Jason Reitman. Do in OmdtU.




Do 21.6. - So 24.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

In den Gängen    120 min.    

D 2017 Regie: Thomas Stuber

Ein Kaurismäki mit Joaquin Phoenix und Cate Blanchett? Nein, ein Stuber mit Franz Rogowski und Sandra Hüller! Die minimalistische, zugleich märchenhafte Lovestory handelt von einem schüchternen Staplerfahrer im Großmarkt, der seine Kollegin von der Süßwaren-Abteilung anhimmelt. Eine aussichtslose Sache, bis der wortkarge Chef der Getränkeabteilung mit dezentem Rat weiterhilft. Bald fiebert der ganze Großmarkt bei dieser Liebesgeschichte mit – und mit der Belegschaft auch das Kinopublikum. Liebeswerte Figuren. Großartige Darsteller. Einfallsreiche Regie. Umwerfende Dialoge. Poetische Momente. So entsteht im Mikrokosmos Großmarkt einer der bewegendsten deutschen Filme der letzten Jahre. Darsteller: Franz Rogowski, Sandra Hüller, Peter Kurth




Mo 25.6. - Mi 27.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Frühstück bei Monsieur Henri    98 min.    

F 2015 Regie: Ivan Calbérac   Wunschfilm

Mit französischer Leichtigkeit und der zündenden Chemie zwischen dem französischen Altstar Claude Brasseur und der schweizerischen Newcomerin Noémie Schmidt gelingt eine Komödie, die charmante Unterhaltung bietet. - Monsieur Henri ist ein Griesgram, wie er im Buche steht. In einem fort echauffiert sich der verwitwete Rentner über Gott und die Welt, insbesondere über seinen Sohn Paul und dessen Frau Valérie, die er für eine dumme Gans hält. Weil Henri gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe und sein Pariser Apartment für eine Person viel zu groß ist, vermietet sein Sohn gegen den Willen des Alten eins der freien Zimmer. Als dann ausgerechnet die junge Studentin Constance an der Türschwelle steht, für Henri ein Inbegriff der unfähigen und verlotterten Jugend, lässt der ehemalige Buchhalter die junge Mitbewohnerin anfänglich nur zähneknirschend einziehen.




Mo 25.6. - Mi 27.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Mountain    75 min.    

Australien 2017 Regie: Jen Peedom

Warum zieht es heutzutage Millionen Menschen in die Berge? Der Film porträtiert die faszinierende Macht der Berge – und den Einfluss, den sie nach wie vor auf unser Leben und unsere Träume haben. Entstanden ist MOUNTAIN als einzigartige filmische und musikalische Zusammenarbeit zwischen dem Australischen Kammerorchester und der Regisseurin Jen Peedom. Die Bilder wurden von den weltweit führenden Kameramännern eingefangen, die sich auf große Höhen spezialisiert haben. Zu hören sind dabei Werke von Chopin, Grieg, Vivaldi, Beethoven und neue Kompositionen von Richard Tognetti.





Woche vom 28.
06. bis 04.07.2018



Do 28.6. - So 1.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Die brillante Mademoiselle Neila    95 min.    

Frankreich 2017 Regie: Yvan Attal

Die Kunst, Recht zu behalten – man kann sie lernen. Im neuen Film von Yvan Attal nimmt Daniel Auteuil als zynischer Rhetorik-Professor eine junge Jurastudentin unter seine Fittiche, um ihr die Technik des Diskutierens beizubringen. Und um seinen Job zu retten. Zwei Dickköpfe prallen aufeinander, und wie sie langsam, mit intelligent geschriebenen Dialogen, am selben Strick ziehen, um einen Rhetorik-Wettbewerb zu gewinnen, ist die eigentliche Geschichte des Films. Schöne Erkenntnis: Mit den richtigen Worten kann man viel erreichen, vom Kuss bis zur Karriere. Darsteller: Carmélia Jordana, Daniel Auteuil




Do 28.6. - So 1.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Feinde - Hostiles    134 min.    

USA 2017 Regie: Scott Cooper

1892 soll ein U.S. Army Captain einen Cheyenne-Häuptling und seine Angehörigen von einem Gefängnis-Fort in New Mexico nach Montana bringen, eine schwer traumatisierte weiße Frau und ein wegen Mordes verurteilter Soldat sind mit von der Partie. Eine beschwerliche Reise, in dem Weiße und Indianer an einem Strick ziehen müssen, wollen sie überleben. Atemberaubend fotografierter Western, der den bitteren Hass zwischen den Ureinwohnern Amerikas und weißen Siedlern und Soldaten drastisch deutlich macht. In der Hauptrolle von Christian Bale eindrücklich gespielt. Gleich die erste Szene gibt in puncto Grausamkeit und Skrupellosigkeit den Ton an. Darsteller: Christian Bale, Rosamunde Pike, Wes Studi, Timothée Chalamet, Ben Foster - Do in OmdtU.




Do 28.6. - So 1.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Nach einer wahren Geschichte    100 min.    

Frankreich 2018 Regie: Roman Polanski

Der Film erzählt von einer erfolgreichen Romanautorin, die ihre Schreibblockade mithilfe einer geheimnisvollen Fremden überbrückt - doch, wenn eine Person völlig unvermittelt in das Leben einer anderen tritt, und dieser dann auch noch frappierend ähnlich sieht, braucht es nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, wohin die Reise geht.- Darsteller: Emmanuelle Seigner, Eva Green, Vincent Perez