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  KINOPLAN für Monat Mai 2017


Woche vom 27.
04. bis 03. 05. 2017



Do 27.4. - So 30.4. um 18.45 Uhr und
Mo 1.5. - Mi 3.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


Kundschafter des Friedens    90 min.   

D 2016 Regie: Robert Thalheim

Eine Art Altherren-James-Bond ist die vergnügliche, selbstironische Komödie. Henry Hübchen wird als früherer ostdeutscher Top-Spion aus dem Ruhestand geholt. Gemeinsam mit seinem nicht mehr ganz taufrischen Ex-Team soll er dem BND dabei helfen, einen entführten BND- Mitarbeiter, seinen ehemaligen Gegenspieler, aufzuspüren. Die deutsche Agentenkomödie nimmt sich selbst nicht allzu ernst und funktioniert gerade deshalb wunderbar als selbstironischer, ungezwungener Unterhaltungsfilm. Darüber hinaus verfügt das Werk, das fast schon in Richtung Spionagefilm-Parodie geht, mit Henry Hübchen über einen famosen, ideal besetzten Hauptdarsteller. An seiner Seite alte Haudegen wie Michael Gwisdek, Thomas Thieme und als Spionage-Romeo Winfried Glatzeder. Ein herzhaftes Vergnügen!




Do 27.4. - So 30.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Die andere Seite der Hoffnung    98 min.   

Finnland 2017 Regie: Aki Kaurismäki

Mit nostalgischem Interieur und satten Farben wirken die Filme von Aki Kaurismäki und die skurrilen Typen, die darin walten, wie aus der Zeit gefallen. Mit „Le Havre“ startete der Finne 2011 seine „Hafen-Trilogie“ über das globalisierte Europa. Seine neue Tragikomödie „Die andere Seite“ knüpft hier an, diesmal kommt der Flüchtling aus Syrien und lernt in Helsinki einen Restaurantbesitzer kennen. Die gesellschaftliche Bestandsaufnahme kombiniert Kaurismäki mit seinem ureigenen lakonischen Tonfall und dem vielfältigen Humor. Auf der 67. Berlinale lief der Film im Wettbewerb und Kaurismäki erhielt völlig berechtigt den Silbernen Bären als Bester Regisseur.




Mo 1.5. - Mi 3.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Elle    130 min.   

Frankreich 2016 Regie: Paul Verhoeven

Kaum ein Film wurde dieses Jahr in Cannes so gespannt erwartet wie Paul Verhoevens „Elle“, eine "Vergewaltigungs-Komödie", wie es hieß. Doch der erste französische Film des holländischen Altmeisters ist viel mehr als eine Provokation, sondern eine vielschichtige Gesellschaftssatire, in der Isabelle Huppert zwar vergewaltigt wird, sich aber nicht wie das „typische“ Opfer verhält. - Darsteller: Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Anne Consigny, Charles Berling




Mo 1.5. - Mi 3.5. um 20.30 Uhr Großer Saal


Arrival    116 min.   

USA 2016 Regie: Denis Villeneuve   Wunschfilm

Wenn Denis Villeneuve („Sicario“, „Prisoners“) einen vermeintlichen Alien-Invasions-Film dreht, dann sollte man besser keinen „Independence Day“ erwarten. Eigentlich könnte das meditative Science-Fiction-Drama kaum weiter von Emmerichs Popcorn-Kino entfernt sein. Getragen von virtuosen Bildern, einem hypnotischen Soundtrack und der Oscar-verdächtigen Amy Adams folgt „Arrival“ stattdessen seinem ganz eigenen, faszinierenden Rhythmus. Sieht so der „2001“ unserer Zeit aus? Darsteller: Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker, Michael Stuhlbarg, Tzi Ma - „Ein Meisterwerk – ‚Arrival‘ ist der beste Science-Fiction-Film seit langem.“/ Berliner Zeitung – Oscar 2017 für den besten Tonschnitt !!





Woche vom 04.
05. bis 10. 05. 2017



Sa 6.5. + So 7.5. um 16.30 Uhr Großer Saal


Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf    89 min.    ohne Altersbeschränkung

USA 2017 Regie: Kelly Asbury   Kinderkino

Der neue Film über die Schlümpfe, das in die magischen Wälder rund um Schlumpfhausen führt. Dem Gnomeo & Julia“-Regisseur Kelly Asbury gelingt ein unterhaltsames, sehr farbenfrohes Abenteuer mit einigen aufregenden Szenen und Slapstick-Elementen, in dem Schlumpfine mit ihrer Identität hadert.




Do 4.5. + Sa 6.5. - So 7.5. um 18.45 Uhr und
Mo 8.5. - Mi 10.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Verleugnung    110 min.   

GB, USA 2016 Regie: Mick Jackson

Anno 1996 strengte der britische Holocaustleugner David Irving einen im Jahr 2000 geführten Prozess gegen die US-Historikerin Deborah Lipstadt an. Vor dem Königlichen Zivilgericht in London standen Lipstadt und ihr Team aus renommierten Anwälten vor der absurden Aufgabe, Beweise für den Genozid an den Juden zu erbringen - das britische Rechtssystem kennt nämlich anders als das amerikanische keine Unschuldsvermutung des Angeklagten. Den Prozessverlauf und die pragmatische Taktik der Verteidigung beleuchten der Regisseur Mick Jackson im faktentreuen Justizdrama „Verleugnung“, das auf Lipstadts Buch „History on Trial: My Day in Court with a Holocaust Denier“ basiert. Im Zentrum stehen klar gezeichnete Konflikte und eine interessante Frage: Was ist und wer bestimmt die historische Wahrheit? Darsteller: Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall




Do 4.5. + Sa 6.5. - So 7.5. um 21.15 Uhr und
Mo 8.5. - Mi 10.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


Life    104 min.   

USA 2016 Regie: Daniel Espinosa

Die Wissenschaftler haben einen ganz besonderen Arbeitsplatz: Sie forschen auf der Internationalen Raumstation. Dort untersuchen sie Proben vom Mars und machen dabei eine revolutionäre Entdeckung, finden außerirdisches Leben. Die Forschungen auf der Station im All zeigen, dass die Lebensform deutlich intelligenter ist, als erwartet – doch die Arbeit der Wissenschaftler hat sehr gefährliche Konsequenzen: Der fremde Organismus ist tödlich und entwickelt sich rasend schnell. Bald ist nicht nur die Besatzung bedroht, sondern die gesamte Erde. Den Frauen und Männern im All muss schnell etwas einfallen… Mit Jake Gyllenhaal, Ryan Reynolds, Rebecca Ferguson




Do 4.5. + Sa 6.5. - Mi 10.5 um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Nichts zu verschenken    91 min.   

Fr 2016 Regie: Fred Cavayé

Was passiert, wenn ein notorischer Geizhals plötzlich erfährt, dass er bereits vor 16 Jahren Vater geworden ist und seine Teenager-Tochter nun bei ihm einziehen möchte? François’ Gefühle drohen ebenso wie sein Spardiktat außer Kontrolle zu geraten, zumal sich eine neue Kollegin offenbar sehr für ihn interessiert. - In „Nichts zu verschenken“ folgen daraus Verwicklungen, die vor allem dank „Sch’tis“-Darsteller Danny Boon zu unterhalten wissen. Die bewährte Mischung aus viel (Situations-) Komik und Gefühl katapultierte die Familienkomödie in ihrer Heimat Frankreich an die Spitze der Kinocharts. - Darsteller: Dany Boon, Laurence Arné, Noémie Schmidt





Woche vom 11.
05. bis 17. 05. 2017



Fr 12.5. - So 14.5. um 16.30 Uhr Großer Saal


Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf    89 min.    ohne Altersbeschränkung

USA 2017 Regie: Kelly Asbury   Kinderkino

Der neue Film über die Schlümpfe, das in die magischen Wälder rund um Schlumpfhausen führt. Dem Gnomeo & Julia“-Regisseur Kelly Asbury gelingt ein unterhaltsames, sehr farbenfrohes Abenteuer mit einigen aufregenden Szenen und Slapstick-Elementen, in dem Schlumpfine mit ihrer Identität hadert.




Do 11.5. - So 14.5. um 18.45 Uhr und
Mo 15.5. - Mi 17.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


Ein Dorf sieht schwarz    96 min.   

Frankreich 2016 Regie: Julien Rambaldi

Die wahre Geschichte hinter der Culture-Clash-Komödie spielt zwar im fernen Jahr 1975, ist heute aber leider wieder ziemlich aktuell. Die Geschichte dreht sich um einen frisch promovierten Arzt aus Zaire, der im französischen Hinterland eine Praxis als Landarzt übernimmt und auf rassistische Vorurteile der Anwohner stößt. In Frankreich avancierte die amüsante und rührende Integrationskomödie von Regisseur Julien Rambaldi mit mehr als einer halben Million Zuschauern zum überraschenden Sommerhit.




Do 11.5. - So 14.5. um 21.00 Uhr und
Mo 15.5. - Di 16.5. um 20.45 Uhr Großer Saal


Ghost in the Shell    120 min.    Mo 15.5. - Di 16.5. in 3D

USA 2017 Regie: Rupert Sanders

In der nahen Zukunft hat die Menschheit gewaltige technologische Fortschritte gemacht, aber dennoch ist Major (Scarlett Johansson) die erste ihrer Art: Sie wurde nach einem schrecklichen Unfall in einen Cyborg mit übermenschlichen Fähigkeiten verwandelt, eine perfekte Waffe im Kampf gegen gefährliche Kriminelle überall auf der Welt. Und so ist Major auch am besten geeignet, gemeinsam mit ihrer Elite-Einsatztruppe Sektion 9 den skrupellosen Cyber-Terroristen Kuze (Michael Pitt) aufzuhalten, dem es gelungen ist, sich in den Verstand von Menschen zu hacken und diese zu kontrollieren. (Mo + Di in 3D)




Do 11.5. - Mi 17.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

A United Kingdom    111 min.   

GB 2016 Regie: Amma Asante

Mit ihrem herausragenden romantischen Drama erzählt Regisseurin Amma Asante engagiert die wahre, kaum bekannte Geschichte von Prinz Seretse Khama, dem späteren Präsidenten von Botswana, und Ruth Williams, einer weißen Britin. Ihre Liebe trotzt in Zeiten rassistischer Apartheidpolitik dem kolonialistischen britischen Empire und schafft ein Klima der Toleranz. Mit seiner gemeinsamen Kraft schreibt das sympathische, bescheidene Paar selbst Geschichte. In jeder einzelnen Szene dieses überwältigenden historischen Gefühlskinos herrscht eine berührende Spannung, exzellent getragen von den beiden Hauptdarstellern David Oyelowo („Selma“) und Rosemund Pike („Gone Girl“).




Mi 17.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


RAW CHICKS.BERLIN    105 min.    OmdtU

D 2017 Regie: Beate Kunath / Chemnitzer Premiere

Zeit für weibliche Geschichtsschreibung! Mit dem Dokumentarfilm zeigt die Chemnitzer Regisseurin Beate Kunath die Diversität von Produzentinnen elektronischer Musik. Elf Porträts unterschiedlichster Künstlerinnen werfen ein Schlaglicht auf die Lebendigkeit und Fülle von Talenten in der Berliner Szene. Das musikalische Spektrum reicht dabei von experimenteller, über noise-basierte elektronische bis hin zur elektro-akustischen Musik. Musikerinnen im Porträt: ANNA BOLENA (Italien | Berlin) ELECTR°CUTE / SINGING KITCHEN (Polen | Berlin) u.a. ( Text: Verleih)





Woche vom 18.
05. bis 24. 05. 2017




100 Jahre Clubkino   

2017 besteht das Clubkino 100 Jahre. Gebaut vor 1917 als „Koppes Lichtspielhaus“, wurde es 1937 zum „Capitol“ erweitert und 1982 als „Clubkino“ in der DDR neueröffnet und besteht bis heute erfolgreich in der Form der Clubkino-Variante mit Drehsesseln und Tischen und einer Bar im Großen Saal. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass um einige wichtige Filme aus der Kinogeschichte nochmals aufzuführen. Hier beginnen wir eine Reihe mit Filmemacher aus unserer Region die überregionale Berühmtheit erlangt haben. Den Anfang machen wir mit einem kleinen Porträt von Rainer Simon, einem großen Regisseur der DEFA, der in Burgstädt bei Chemnitz geboren wurde.




Sa 20.5. + So 21.5. um 16.30 Uhr Großer Saal


Sechse kommen durch die Welt    66 min.    ohne Altersbeschränkung

DEFA 1972 Regie: Rainer Simon I   Kinderkino

Frei nach Grimms Märchen: Ein Starker, ein Läufer, ein Fiedler und ein Mädchen das Frost machen kann, sie alle scharen sich um einen Soldaten, der mit dem König eine Rechnung zu begleichen hat.




Do 18.5. + Fr 19.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Till Eulenspiegel    104 min.   

DDR / DEFA 1975 Regie: Rainer Simon II

Mit List und Witz gegen Kaiser, Pfaffen und Patrizier. Till Eulenspiegel scheut sich nicht, die Wahrheit auszusprechen. Auch wenn er sich den Ärger der Herrschenden einhandelt ( Eine versteckte Anleitung für das Leben in der DDR?). Er entkommt immer wieder dem tödlichen Abgrund mit einem Schalk im Nacken. Derb-groteske Abenteuer der legendären Gestalt der Volkspoesie und eine Paraderolle für Hauptdarsteller Winfried Glatzeder. Weitere Darsteller: Cox Habbema, Eberhard Esche




Sa 20.5. + So 21.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Jadup und Boel    103 min.   

DDR / DEFA 1981 Regie: Rainer Simon III

Jadup - diesen Namen führt der Bürgermeister einer altmärkischen Kleinstadt. Boel - so hieß kurz nach '45 ein junges Umsiedlermädchen. Er lehrte sie schreiben und lesen. Daß das Mädchen ihn zu lieben begann, merkte Jadup nicht. Klatsch und Tratsch vertrieben Boel aus dem Dorf, spurlos. Merkwürdige Umstände wecken Erinnerungen an jene Tage. Darsteller: Kurt Böwe, Katrin Knappe, Gudrun Ritter, Käthe Reichel – Der Film wurde erst 7 Jahre nach Fertigstellung in der DDR 1988 aufgeführt.




Do 18.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


Karl-Marx-Stadt - EXQUISIT    ca. 130 min.   

Chemnitz als es Karl-Marx-Stadt war auf 16-mm- und auf 8-mm-Film in schwarz/weiß und in Farbe. Bisher unveröffentlichte private und semiprofesionelle historische Filmaufnahmen aus Chemnitz / Karl-Marx-Stadt aus den 1950er bis 1980er Jahren. Zusammengestellt zu einer neuen zweistündigen Film-Schau und Live kommentiert. Karl-Marx-Stadt in den 1950er Jahren, das Stadtzentrum in Farbfilmaufnahmen 1969, die Enthüllung des Karl-Marx-Monuments 1971 in Farbe, das Pressefest der Freien Presse 1975, ein Besuch im Tierpark Karl-Marx-Stadt 1986 und vieles mehr. Ein Filmabend mit vielen Erinnerungen.




Fr 19.5. - So 21.5. um 18.30 Uhr und
Mo 22.5. - Mi 24.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Bob der Streuner    100 min.   

GB 2016 Regie: Roger Spottiswoode   Wunschfilm

Die bemerkenswerte Geschichte vom wohnungslosen, heroinsüchtigen Straßenmusiker James, der durch die Freundschaft zu seinem Kater Bob sein Leben ändern konnte, fand auch in deutschen Medien Aufmerksamkeit. Nach der Autobiographie folgt nun die Filmversion, die eigentlich nicht funktionieren dürfte, es aber doch tut, denn die märchenhaft wirkende Geschichte wird durch harschen Realismus kontrastiert. - James gibt sein letztes Geld für Bobs Medizin und Futter aus, doch dieser revanchiert sich und wird bald zum Maskottchen des Musikers. So zutraulich und entspannt ist der Kater, dass er auf James Schultern sitzt, während dieser Musik macht, was James bald erstaunliche Popularität verleiht. Doch der Weg aus der Sucht ist steinig und voller Versuchungen.




Do 18.5. - So 21.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Lommbock    103 min.   

D 2017 Regie: Christian Zübert

Vor 15 Jahren vertickten in "Lammbock" Lucas Gregorowicz und Moritz Bleibtreu selbst angebautes Marihuana via Pizza-Lieferservice - und erzielten im Kino eine enorme Breitenwirkung. Mit der Kifferkomödie gelang Regisseur Christian Zübert 2001 aus dem Stand der Durchbruch, für die Fortsetzung des Kultfilms schrieb er erneut auch das Drehbuch und versammelte das alte Personal. Vor allem mit den flüssigen Dialogen und einem stimmigen Soundtrack knüpft „Lommbock“ an den Geist des Originals an und bietet gute Unterhaltung. - Darsteller: Lucas Gregorowicz, Moritz Bleibtreu, Louis Hofmann, Wotan Wilke Möhring, Antoine Monot Jr., Alexandra Neldel




Mo 22.5. - Mi 24.5. um 18.45 Uhr Großer Saal


Beuys    107 min.   

D 2017 Regie: Andres Veiel

Er erklärte einem toten Hasen, was es mit den Bildern an der Wand auf sich hat und pflanzte in Kassel 7.000 Eichen neben einen Stein: Kunst diente dem deutschen Aktionskünstler, Bildhauer und Zeichner Joseph Beuys vor allem dazu, durch die Provokation ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen. Regisseur Andres Veiel geht es in seinem Dokumentarfilm nicht darum, die Werke von Beuys, der mit Andy Warhol zu den wichtigsten Aktionskünstlern des 20. Jahrhunderts gehört, umfassend zu interpretieren. Er lässt den Künstler, 1986 mit 64 Jahren verstorben, in Bild- und Tondokumenten sprechen und montiert Erklärungen von Menschen dazu, die Beuys kannten. Dabei wird deutlich, dass der auch ein politischer Mensch war. Als Mitglied der Grünen allerdings blieb er ein Außenseiter, der sich mit seinen antikapitalistischen Zielen nicht durchsetzen konnte.




Mo 22.5. - Mi 24.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die versunkene Stadt Z    141 min.   

USA 2016 Regie: James Gray

Anfang des 20. Jahrhunderts brach der britische Forscher Percy Fawcett zu mehreren Expedition in den zum Teil noch unerforschten Amazonas auf. In „Die versunkene Stadt Z“ erzählte der Journalist David Grann von diesen Reisen und Fawcetts Suche nach einer alten Zivilisation. Der Erfolg des Buches ermöglichte es Regisseur James Gray sein ambitioniertes Filmprojekt umzusetzen. So drehte er im kolumbianischen Regenwald auf 35mm. Das Ergebnis scheint alle Mühen wert. Ein intensives, bildreiches Kinoerlebnis mit leider hochaktuellen Bezügen.





Woche vom 25.
05. bis 31. 05. 2017



Do 25.5. - Mi 31.5. um 18.30 Uhr Großer Saal


Zu guter Letzt    107 min.   

USA 2017 Regie: Mark Pellington

Kaum eine Filmminute mit Shirley MacLaine ist Zeitverschwendung. In der sehenswerten Generationenkomödie brilliert die Oscar-Preisträgerin als scheinbar kratzbürstige, erfolgreiche Geschäftsfrau Harriet Lauler im Ruhestand. Nicht umsonst bot die inzwischen 82jährige bodenständige Diva den Macho-Stars des alten Hollywoods die Stirn. Auf der Suche nach dem perfekten Nachruf begleitet die vielschichtige Schauspielerin Amanda Seyfried als junge Journalistin die autarke Hollywood-Ikone auf ihrem Roadtrip zum besseren Ich.




Do 25.5. - So 28.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Gimme Danger    108 min.   

USA 2016 Regie: Jim Jarmusch

Jim Jarmusch würdigt in seiner mitreißenden Musikdokumentation die Pionierleistung seiner Lieblingsband, The Stooges. Mit ihrem extrovertierten Frontmann Iggy Pop verschaffte die Band bei ihren ersten Auftritten im Jahre 1967 dem Publikum ein völlig neues musikalisches Hörerlebnis. Die rohe Mischung aus Blues, R&B, Free Jazz und Rock war ebenso neu, wie die provokante Bühnenshow von Iggy Pop. Jim Jarmusch hat nicht nur großartige 16mm-Aufnahmen aus der Frühzeit der Stooges gesammelt, sondern den Aufstieg und Fall der Vorläufer des Punk-Rocks mit originellen Filmzitaten gegengeschnitten. Vor allem beweist der Regisseur großes Verständnis für die Bedeutung der Stooges, der sich nicht in kommerziellem Erfolg widerspiegelt, sondern in dem Einfluss, den die Band bis heute auf viele Musikern der Subkultur-Szene hat.




Mo 29.5. - Mi 31.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


A Cure for Wellness    146 min.   

USA 2017 Regie: Gore Verbinski

Mit dem „Fluch der Karibik“-Franchise avancierte Gore Verbinski zum Goldesel von Hollywood. Nun präsentiert er eine schaurig schöne Gruselgeschichte um Gier und Gesundheitswahn: Ein junger Banker erlebt in einem Schweizer Sanatorium einen unheimlichen Höllentrip, der ihn nicht nur ein paar Zähne, sondern fast den Verstand kosten wird. Der Horror im Heilbad ist hübsch angerichtet, setzt mit eleganten Rückblenden auf Suspense statt auf pure Schockeffekte. Vor allem das visuelle Konzept überzeugt durch Einfallsreichtum. Ein bisschen „Zauberberg“ weht da auf der schwäbischen Burg Hohenzollern. Denn gedreht wurde das Spektakel in Deutschland ( Behlitz - Heilstätten). Darsteller: Dane DeHaan, Mia Goth, Jason Isaacs




Do 25.5. - Mi 31.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Churchill    110 min.   

GB , USA 2017 Regie: Jonathan Teplitzky

Im Juni 1944 strebt der Zweite Weltkrieg seinem Höhepunkt entgegen und Winston Churchill (Brian Cox), der die Briten antrieb, sich Hitlers Blitzkrieg zu widersetzen, ist des Krieges und des Blutvergießens müde. Dennoch steht Churchill vor einer Entscheidung von unermesslicher Wichtigkeit, nämlich der, ob die Alliierten Streitkräfte in die von den Nazis und ihren Verbündeten besetzten Teile von Europa einmarschieren sollen oder nicht. Churchills Frau Clementine (Miranda Richardson) steht auch in dieser schwierigen Phase ihrem Mann mit Rat und Tat zur Seite, doch die langen Jahre des Krieges haben die Beziehung der beiden zerrüttet. So steht nicht nur das Schicksal der Welt, sondern auch die Ehe der Churchills vor einem Wendepunkt.