Woche vom 27.10. bis 02.11.2022


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Do 27.10. - So 30.10. 18.30 Uhr Großer Saal
Mo 31.10. - Mi 2.11. 18.00 Uhr Großer Saal
1000 Zeilen
D 2022 Regie: Michael Bully Herbig
93 Minuten Tipp
Starreporter Lars Bogenius (Jonas Nay) ist ein angesehener Journalist und weiß, wie er seine Leser und Kritiker mit emotionalen Reportagen begeistert. Gefühlvoll, realistisch und bewegend. Sein Verlagshaus ist dem außergewöhnlichen Journalisten dankbar, denn die Zahlen des Blattes sinken und werden unter anderem durch Bogenius' Reportagen aufgefangen. Alles klingt zu gut, um wahr zu sein - findet zumindest der freie Journalist Juan Romero (Elyas M'Barek), der sich den Ungereimtheiten annimmt und tiefer hinter die Recherchen und Reportagen von Bogenius blickt. Ein gefährlicher Plan, der mit zahlreichen Widerständen aufwartet. Doch was er entdeckt, entpuppt sich als der größte Journalismus-Skandal Deutschlands. - Basiert auf dem Buch „Tausend Zeilen Lüge“ von Juan Moreno, in dem er die Machenschaften des Spiegel-Reporters Claas Relotius aufdeckte.

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Do 27.10. - Mi 2.11. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Rise up
D 2022 Regie:Marco Heinig
89 Minuten DOK
Das Grinsen der Trumps und Bolsonaros flackert immer wieder auf, während Bilder von brennenden Wäldern und überfüllten Flüchtlingscamps eine dystopische Zukunft zeichnen. Können die gewaltigen globalen Krisen noch bewältigt werden? Ob feministischer Kampf in Südamerika, der Kampf um Gerechtigkeit in der Bundesrepublik oder die ökonomische Emanzipation der afroamerikanischen US-Bürger: Jeder kann etwas dazu beitragen, dass unsere Welt ein besserer Ort wird. Jede Veränderung braucht nur einen, der den ersten Schritt geht und natürlich Menschen, die diesem Beispiel folgen, um gemeinsam gegen die Windmühlen der Ungerechtigkeit zu kämpfen.

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Mo 31.10. - Mi 2.11. 20.15 Uhr Großer Saal
Die Zeit die wir teilen
Frankreich, D 2022 Regie: Laurent Lariviere
101 Minuten Wunschfilm
Als die französische Verlegerin Joan Verra (Isabelle Huppert) nach Jahrzehnten ihre erste große Liebe wiedertrifft, beschließt sie aufgewühlt, Paris für eine Weile zu verlassen. Sie zieht sich in ihr Landhaus zurück, wo sie auf ihr bisheriges Leben und die Entscheidungen, die sie in all den Jahren getroffen hat, zurückblickt. Mit dem exzentrischen Autor Tim (Lars Eidinger) und ihrem Sohn Nathan an ihrer Seite begibt sie sich auf eine emotionale Reise in ihrer Vergangenheit, auf der ihre Erinnerungen zunehmenden zwischen Wunschvorstellung und Wirklichkeit verschwimmen.

Woche vom 03.11. bis 09.11.2022


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Fr 4.11. - So 6.11. 15.45 Uhr Großer Saal
Alfons Zitterbacke - Endlich Klassenfahrt
D 2022 Regie: Mark Schlichter
92 Minuten Kinderkino ohne Altersbeschränkung
In der zwischen Remake und Neufassung angesiedelten 2019er Adaption des DDR-Klassikers „Alfons Zitterbacke“ folgt nun die Fortsetzung „Endlich Klassenfahrt!“ mit dem älteren Luis Vorbach als Alfons, das den Schüler Zitterbacke in der Pubertät zeigt – eine Steilvorlage für peinliche Situationen, in die sich der Junge immer wieder verstrickt. Im Mittelpunkt stehen chaotische Verkettungen: Kakerlaken im Landschulheim, eine Essensschlacht oder ein umgekipptes Dixi-Klo sorgen für eine hohe Dichte an Gags. Darsteller: Luis Vorbach, Leopold Ferdinand Schill, Alexandra Maria Lara, Sam Riley, Anna Thalbach

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Do 3.11. - So 6.11. 18.00 Uhr Großer Saal
Der Gesang der Flusskrebse
USA 2022 Regie: Olivia Newman
125 Minuten
Der Roman „Der Gesang der Flusskrebse” war ein weltweites Bestseller-Phänomen, der Millionen Menschen in den Bann zog. Im Mittelpunkt steht das alleinlebende Sumpfmädchen Kya, das sich im Marschland North Carolinas selbst großzieht und von dem lebt, was die Natur hergibt. Die gleichnamige Verfilmung erweist sich als toll bebilderter, kraftvoll gespielter Mix aus Romanze, Natur-Drama, Thriller und Gerichtsfilm. - Kya lebt isoliert und auf sich allein gestellt im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Als zwei junge Männer Jahre später auf die zu einer Schönheit herangewachsenen „Wilden“ aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. - Darsteller: Daisy Edgar-Jones, Taylor John Smith

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Do 3.11. - So 6.11. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Meine Stunden mit Leo
GB 2022 Regie: Sophie Hyde
97 Minuten Wunschfilm
Ein famos vergnügliches, umwerfend komisches und zugleich nachdenkliches Lehrstück in Sachen Frauenpower präsentiert die zweifache Oscar-Preisträgerin Emma Thomson in diesem Kammerstück über Sex, Lügen und Einsamkeit. Das Liebesleben der pensionierten Lehrerin fiel bislang denkbar bescheiden aus. Das will die Witwe nun nachholen mit Hilfe des titelgebenden Gigolos Leo Grande. Der attraktive Sexarbeiter erweist sich als redegewandter Frauenversteher. Seinem Charme erliegt die Pädagogin – und ebenso das Publikum. Der junge Ire Daryl McCormack und die erfahrene Emma Thompson liefern sich geschliffene Dialog-Duelle vom Feinsten sowie hübsch ausgespielte Situationskomik.

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Do 3.11. - So 6.11. 20.45 Uhr Großer Saal
Mo 7.11. - Mi 9.11. 20.15 Uhr Großer Saal
Don't Worry Darling
USA 2022 Regie: Olivia Wilde
123 Minuten
Alice lebt friedlich mit ihrem Mann Jack (Harry Styles) in einem Haus in der Gemeinschaft von Victory, einer Firmenstadt, in der die Männer für das streng geheime Victory-Projekt arbeiten. Es sind die 1950er-Jahre und Alice führt ein Leben, das hauptsächlich aus Putzen, Kochen und nächtlichen Partys mit den ortsansässigen Leuten besteht. Die Idylle scheint perfekt, und die Bedürfnisse aller Bewohner werden von der Firma und ihrem CEO Frank (Chris Pine) erfüllt. Alles, was er im Gegenzug verlangt, ist bedingungsloses Engagement für die Sache von Victory. Doch als ihr paradiesisches Leben Risse bekommt und sich hinter der attraktiven Fassade etwas viel Unheimlicheres verbirgt, muss Alice sich fragen, was genau sie in Victory tun und warum.

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Mo 7.11. - Mi 9.11. 17.30 Uhr Kleiner Saal
Schocken – Ein deutsches Leben
Israel 2021 Regie: Noemi Schory
82 Minuten
Unternehmer, Intellektueller, Büchermensch, Verleger, Mäzen, Ästhet – in ihrem Film spürt Noemi Schory dem Leben und Werk einer der visionärsten und kulturell engagiertesten Unternehmer-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts nach. Exklusive Archivaufnahmen illustrieren eine historische Reise von Zwickau über Chemnitz, Crimmitschau und Berlin bis nach Jerusalem; Zeitzeugen und Schocken-Kenner berichten über die Bedeutung des großen Unternehmers für die jüdische Kulturgeschichte. Ein vielschichtiger Porträtfilm, der eine Brücke von frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart schlägt. Für Chemnitzer ein „Pflichtfilm“!

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Mo 7.11. - Mi 9.11. 17.00 Uhr Großer Saal
Elvis
USA 2022 Regie: Baz Luhrmann
159 Minuten Tipp
Wenn die Beatles berühmter waren als Jesus, wo stand dann Elvis? Auch 45 Jahre nach seinem Tod ist der King immer noch eine Legende, der Baz Luhrmann in seinem ausufernden, exzessiven Biopic „Elvis“ ein Denkmal setzt. Bunt, laut, überdreht, aber stets mitreißend ist der Ritt durch Elvis’ Leben, dessen Mimik und Hüftschwung der bisher kaum bekannte Austin Butler so nahe kommt wie möglich. - Darsteller: Austin Butler, Tom Hanks, Olivia DeJonge, Helen Thomson

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Mo 7.11. - Mi 9.11. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Mutter
D 2022 Regie: Carolin Schmitz
87 Minuten
Die Grundlage des Films ist dokumentarisch und widmet sich ganz dem Thema der Mutterschaft und den ambivalenten Erfahrungen von acht Frauen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren. Die dokumentarischen Inhalte werden szenenhaft von Anke Engelke dargestellt, die sich dafür in die fiktive Figur hineinversetzt und ihre Erfahrungen und Emotionen während der Mutterschaft widerspiegelt. Nicht selten sind das Emotionen, die von Zweifel, Ohnmacht und Wut hin zu Macht und Liebe wechseln. Wichtig sind dabei auch die Erkenntnisse, die mit diesen Gefühlen kohärent sind. Denn egal welche Lehre man aus dieser individuellen Erfahrung auch ziehen mag, am Ende ist man um viele Erfahrungen reicher.

Woche vom 10.11. bis 16.11.2022


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Fr 11.11. - So 13.11. 16.00 Uhr Großer Saal
Lyle – Mein Freund das Krokodil
USA 2022 Regie: Will Speck
106 Minuten Kinderkino ab 6 Jahren
Familie Primm zieht nach New York und besonders hart trifft das den jungen Josh, der sich nur schwer an alles gewöhnen kann und kaum Anschluss in der Schule findet. Das ändert sich als er eines Tages Lyle kennenlernt. Lyle ist ein Krokodil, das auf dem Dachboden des neuen Hauses wohnt. Doch es ist kein gewöhnliches Tier, denn es kann singen und spielt Klavier. Er ist ein glückliches Reptil, bis eines Tages der eigensinnige Nachbar Mr. Grumps auf ihn aufmerksam wird und darauf besteht, dass Lyle in den Zoo gehört. Denn er und seine Katze Loretta mögen Krokodile gar nicht.

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Do 10.11. - Mi 16.11. 18.30 Uhr Großer Saal
Der Nachname
D 2021 Regie: Sönke Wortmann
91 Minuten Tipp
Die ursprüngliche Komödie um einen Familienzwist, der sich am Vornamen Adolf für ein erwartetes Baby entzündet, stammte aus Frankreich und fand schließlich auch den Weg nach Deutschland. Toppbesetzt ging „Der Vorname“ im Jahr 2018 an den Start und war so erfolgreich, dass es jetzt sogar eine Fortsetzung gibt. Folgerichtig: „Der Nachname“. Aber der ist hier nur der Aufhänger für ganz andere Streitigkeiten, die erneut pointiert dargeboten werden. - Darsteller: Iris Berben, Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters, Justus von Dohnányi

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Do 10.11. - So 13.11. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr
GB 2021 Regie: Gillies MacKinnon
86 Minuten Wunschfilm
Am Ende seines Lebens unternimmt ein 90-jähriger Mann eine Reise mittels Bussen des öffentlichen Fahrverkehrs von einem Ende des Landes zum anderen – und wird, ohne dass er es merkt, zu einer viralen Sensation. Timothy Spall spielt den alten Mann – mit Würde, Durchsetzungsvermögen und hoher Moral. Ein zu Herzen gehender Film über den Verlust und das Trauern. - Nach dem Tod seiner Frau macht sich Tom auf den Weg und benutzt seinen Fahrausweis, der es ihm erlaubt, kostenlos die Busse des Nahverkehrs zu nutzen. Auf seiner Reise trifft er die unterschiedlichsten Menschen – und sie sind gespannt, was er am Ziel seiner Reise machen wird.

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Do 10.11. - Sa 12.11. 20.45 Uhr Großer Saal
Mo 14.11. - Mi 16.11. 20.45 Uhr Großer Saal
Crimes of the Future
Kanada, GB 2022 Regie: David Cronenberg
107 Minuten Do in OmdtU
In einer nahen Zukunft: Nur noch wenige Menschen sind in der Lage, echte Schmerzen zu entwickeln. Einige von sind zudem in der Verfassung, mehr und mehr Organe mit unbekannten Fähigkeiten in ihren Körpern zu produzieren. Saul Tenser (Viggo Mortensen) und seine Assistentin Caprice (Léa Seydoux) haben mittels neuester Technologie einen Weg gefunden, aus den Mutationen Kunst zu machen: Saul lässt sich seine neuen Organe im Zuge einer Performanceshow vor Live-Publikum entfernen. Für Saul ist klar, dass er die schockierendste Performance aller Zeiten in Angriff nehmen muss... - Am Samstag nach der Vorführung gibt es eine Live-Schaltung zu David Cronenberg, der ein kurzes Interview gibt. Do in OmdtU.

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So 13.11. 20.30 Uhr Großer Saal
Moonage Daydream
USA 2022 Regie: Brett Morgen
140 Minuten Tipp
Der ultimative David-Bowie-Trip. Ziggy Stardust, Thin White Duke, Major Tom. Das sind nur einige der Personas, die David Robert Jones, besser bekannt als David Bowie, im Laufe seiner Karriere verkörperte. 2016 starb der Künstler mit nur 69 Jahren und hinterließ ein enormes Archiv, die Rede ist von bis zu fünf Millionen (!) Dokumenten aller Art. Der Dokumentarfilmer Brett Morgen hat sich nun durch diese schiere Datenmasse gekämpft und aus einem Teil des Materials den sensationell guten „Moonage Daydream“ geformt. Ein Dokumentarfilm, aber keine trockene Biographie, sondern eine expressive Kollage aus Bildern und Musik, Gedanken und Inspirationen, in der fast nur David Bowie selbst zu Wort kommt. Wer vor dem Film noch kein Bowie-Fan ist, wird es spätestens nach den 140 Minuten garantiert sein.

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Mo 14.11. - Mi 16.11. 19.30 Uhr Kleiner Saal
Rebellinnen – Fotografie.Underground.DDR.
D 2022 Regie: Pamela Meyer-Arndt
88 Minuten Der besondere Film
Pamela Meyer-Arndt begleitet in ihrem Dokumentarfilm die ostdeutschen Künstlerinnen Cornelia Schleime, Gabriele Stötzer und Tina Bara. Wie so viele junge Frauen in der DDR waren auch sie auf der Suche nach Selbstverwirklichung und das in einem Land, das ihnen dafür eigentlich keinen Freiraum gab. Jede der Frauen kam auf unterschiedlichste Art in Konflikt mit dem Staat. Während eine von ihnen eine Unterschriftensammlung startete, mit der sie gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns protestierte, konzentrierte sich die andere auf subversive Kunst, die nicht den Vorstellungen des SED-Regimes entsprach und die letzte im Bunde machte vorwiegend Akt-Fotografien und Selbstporträts, die oftmals Verzweiflung und Schmerz zeigten.

Woche vom 17.11. bis 23.11.2022


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Fr 18.11. - So 20.11. 16.30 Uhr Großer Saal
Die Mucklas und wie sie zu Petterson und Findus kamen
D / Luxemburg 2022 Regie: Ali Samadi Ahadi, Markus Dietrich
81 Minuten Kinderkino ohne Altersbeschränkung
Sie sind so etwas wie die heimlichen Stars der Geschichten von Pettersson und Findus: Die Mucklas, die in und um das Haus herum wohnen und ihren eigenen Dingen nachgehen. Sie tauchten in den Realfilmen immer wieder auf und erfreuten mit vorder- und hintergründigen Gags. Nun gibt es einen Film, der sie ganz in den Mittelpunkt rückt und die Vorgeschichte der Mucklas darstellt. Eben darüber, wie sie zu Pettersson und Findus gekommen sind. Darsteller: Uwe Ochsenknecht, Christine Urspruch, Stefan Kurt

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Do 17.11. - So 20.11. 18.30 Uhr Großer Saal
Mittagsstunde
D 2022 Regie: Lars Jessen
93 Minuten
Ein Film über Familie, Heimat und Zuhause. Im Mittelpunkt der Verfilmung des Bestsellers von Dörte Hansen steht das Dorf Brinkebüll in Nordfriesland. Ingwer Feddersen ist hier geboren und aufgewachsen, und nun, mit Ende 40, kehrt er aufs Land zurück, um seine Großeltern zu pflegen. Dabei begegnet er noch einmal seiner Kindheit. Lars Jessen hat einen sehr sehenswerten Film von beinahe zärtlicher Ruppigkeit geschaffen, mit dem großartigen Charly Hübner in der Hauptrolle: so knorrig, so schweigsam … und so liebenswert. ( In der hochdeutschen Version! )

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Do 17.11. - So 20.11. 20.45 Uhr Großer Saal
Triangle of Sadness
Schweden/Frankreich/D 2022 Regie: Ruben Östlund
147 Minuten
Nachdem er 2017 für „The Square“ in Cannes ausgezeichnet wurde, war es nun „Triangle of Sadness“, eine Art-Reichen-Satire, für die der Schwede Ruben Östlund mit der goldenen Palme prämiert wurde. - Viele reiche, weiße Menschen auf einer Luxusjacht, die den Service der oft dunkelhäutigen Besatzung genießen. Waffenbauer sind an Bord, dazu eine deutsche Frau (Iris Berben), die im Rollstuhl sitzt und nur einen Satz sagt: „In den Wolken.“ Der Kapitän des Schiffs (Woody Harrelson) ist Marxist, verachtet seine Gäste und trinkt wie ein Loch, selbst als ein Unwetter die Mägen der Gäste umdreht und zu einer kollektiven Kotzorgie führt. Etwas später überfallen Piraten das Schiff, die Überlebenden landen auf einer einsamen Insel, wo sich herausstellt, dass es ausgerechnet die philippinische Putzfrau ist, die als einzige zur Selbstversorgung in der Not fähig ist, in Umkehr der sozialen Verhältnisse, die noch an Bord herrschten.

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Do 17.11. + Sa 19.11. - Mi 23.11. 19.30 Uhr Kleiner Saal
So 20.11. + Mo 21.11. 17.00 Uhr Kleiner Saal
Die goldenen Jahre
D / Schweiz 2022 Regie: Barbara Kulcsar
92 Minuten
Endlich Zeit für Familie und Hobbys! Das denkt sich Peter als er pensioniert wird, doch es kommt anders. Denn angesichts der vielen Zeit, die Peter nun mit seiner langjährigen Frau Alice verbringt, kommen auch all die Probleme zum Vorschein, die bislang der Alltag überdeckte. Die Lösung mutet zwar utopisch an, passt aber zum Ton eines Films, der zwischen Komödie, Satire und Melodram schwankt. - Mit der Pensionierung beginnt der dritte, der entspannte Lebensabschnitt. So zumindest hat sich das Ehepaar Alice (Esther Gemsch) und Peter (Stefan Kurt) den Ruhestand vorgestellt. Ausgelassen feiern sie zusammen mit Freunden, die Kinder schenken eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer, doch wirklich selig wirkt Peter schon hier nicht. Während Peter am liebsten Fahrrad fährt und sich zum Fitness verrückten Veganer entwickelt, will Alice das Leben genießen, reisen und trinken. Immer deutlicher treten die Unterscheide zwischen den Eheleuten ans Licht.

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Mo 21.11. + Di 22.11. 18.30 Uhr Großer Saal
Das Leben ein Tanz
Frankreich 2022 Regie: Cedric Klapisch
117 Minuten
In der Pandemie schrieb Cedric Klapisch ein Drehbuch, das eines seiner großen Leidenschaften behandelt: den Tanz. - Die Geschichte einer jungen Frau, einer Tänzerin, die sich verletzt, und einen neuen Lebensweg finden muss. Das Ergebnis ist ein inspirierender, die Schönheit der Bewegung zelebrierender Film. - Es ist wahrscheinlich der mieseste Tag im Leben der Balletttänzerin Elise (Marion Barbeau). Während einer Aufführung findet sie heraus, dass ihr Freund sie betrügt, und dann verletzt sie sich auch noch auf der Bühne. Von der Ärztin erfährt sie dann, dass die Rekonvaleszenz an die zwei Jahre dauern wird. Elise kehrt nach Hause zu ihrer Familie zurück und muss sich nun fragen, wie ihr Leben weitergehen soll. Sie träumt auch weiterhin vom Tanzen und findet in modernem Tanz eine neue Passion.

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Mo 21.11. - Mi 23.11. 21.00 Uhr Großer Saal
Piggy
Spanien 2021 Regie: Carlota Martinez-Pereda
90 Minuten
Nicht jeder liebt die Sommerzeit. Für Sara bedeutet er nur, dass sie ständig mit dem Spott, den Urteilen und den Beschimpfungen der anderen Mädchen in ihrem Dorf zu kämpfen hat. Aber heute ist es anders. Ein mysteriöser Unbekannter taucht im Dorf auf und entführt ihre Peiniger. Endlich hat sich jemand für sie eingesetzt. Sara sieht alles: das Blut, den Schlamm, das Messer und den Wagen, in dem er sie entführt hat. Und der unbekannte Mann hat sie gesehen. Ein wortloser Pakt, den keiner von beiden verraten wird. Sie ist jetzt eine Komplizin. Eine Reihe von Verbrechen erschüttert das Dorf, und bald beginnt eine Untersuchung.

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Mi 23.11. 18.30 Uhr Großer Saal
Wir sind die Veränderung
Frankreich 2022 Regie: Benjamin Best
45 Minuten
Eine Veranstaltung von Elke Jeanrond-Premauer die mit ihren „Denkwochen“ im Chateau d'Orion bekannt wurde. - Acht inspirierende Frauen haben sich im Herbst 2021 im französischen Chateau d'Orion zu einer interreligiösen Begegnung getroffen zu der gemeinsamen Frage, wie monotheistische Glaubensgemeinschaften trotz unterschiedlicher Traditionen und Rahmenbedingungen Wege zu friedlicher Koexistenz öffnen können. Ihre Botschaft: Wir suchen eine verbindende Spiritualität, die Leben und Frieden fördert. - Im Gespräch mit der ehemaligen Journalistin und Initiatorin der Begegnung Elke Jeanrond-Premauer erörtert die Moderatorin Cornelia Zuk im Anschluss des Films Fragen zu Orientierung und Zukunftsgestaltung, die sich aus dem berührenden Film ergeben. Ein Film, der inspiriert und Mut macht zu handeln.

Woche vom 24.11. bis 30.11.2022


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Fr 25.11. - So 27.11. 16.15 Uhr Großer Saal
Ein Weihnachtsfest für Teddy
Norwegen 2022 Regie: Andrea Eckerbom
71 Minuten Kinderkino ab 6 Jahren
Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und Teddy spürt ganz deutlich, dass heute etwas Besonderes passieren wird. Der putzige Bär, der auf dem obersten Regal einer Losbude sitzt, will die Welt entdecken. Doch dafür braucht das Kuscheltier einen Besitzer. Heimlich manipuliert Teddy das Glücksrad, damit ihn ein Mann mit viel Geld gewinnt. Doch statt die Welt zu sehen, findet er sich kurz darauf in einem dunklen Schuppen wieder. Dort erfährt er was im Leben wirklich wichtig ist: Freundschaft und Familie. Und dieses Weihnachtsfest könnte noch das schönste aller Zeiten werden.

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Do 24.11. - So 27.11. 18.00 Uhr Großer Saal
Emily
USA / GB 2022 Regie: Frances O'Connor
130 Minuten
Alt wurde sie nicht, aber sie lebte ein Leben, nicht unähnlich ihrem großen Roman „Sturmhöhe“: Emily Brontë. Emily ist ein Freigeist, eine Frau, die ihrer Zeit voraus ist. Die nicht im Korsett englischen Landlebens gefangen sein will, und die von ihrem Bruder Branwell in diesem Freiheitsdrang bestärkt wird. Sein Motto wird auch das ihre: Die Gedanken sind frei. Doch aus diesem Leben auszubrechen, als Tochter eines Pastors, als Geliebte eines Vikars, das ist alles andere als leicht – und führt ins persönliche Unglück. Ein gut gemachtes Porträt. Emma Mackey spielt mit Bravour.

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Do 24.11. - So 27.11. 20.45 Uhr Großer Saal
Tenor
Frankreich 2022 Regie: Claude Zidi Jr.
101 Minuten
Musik und Klassenkampf: Das wäre eine passende Kurzbeschreibung für diese begeisterungswürdige Dramödie mit Märchen-Touch, in der ein ziemlich cooler Rapper als klassisches Gesangstalent entdeckt wird. Wenn es um die Verbindung von ernsthaften sozialen Themen mit Humor und moderner Kinounterhaltung geht, liegen die französischen Filmschaffenden zurzeit ganz weit vorne. Und sie können es eben auch richtig gut – mit Eleganz und Esprit, mit Spaß, Dramatik und opulenten Bildern. Ein Fest für alle Sinne!

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Do 24.11. + Fr 25.11. 19.00 Uhr Kleiner Saal
So 27.11. - Mi 30.11. 19.00 Uhr Kleiner Saal
Hallelujah: Leonard Cohen, A Journey, A Song
USA 2022 Regie: Daniel Geller, Dayna Goldfine
118 Minuten
Leonard Cohens wohl bekanntester Song „Hallelujah“ hat eine lange Entstehungsgeschichte hinter sich. Der Komponist saß fünf Jahre lang an dem Lied und schrieb dafür mindestens 150 Verse - erst dann war er mit seinem Magnus Opus zufrieden. „Hallelujah“ ging seinen ganz eigenen Weg und wurde mithilfe von Coverversionen von Bob Dylan, John Cale oder Jeff Buckley zur Nummer eins auf den Billboard Charts. Bis heute ist das Lied ein Dauerbrenner und darf in keiner Castingshow fehlen und wird gerne als Hochzeitssong oder bei Trauerfeiern verwendet. Die Regisseure Dan Geller und Dayna Goldfine haben mittels unveröffentlichten Archiv- und Interviewmaterials ein umfangreiches Porträt von Leonard Cohen gezeichnet.

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Mo 28.11. - Mi 30.11. 18.00 Uhr Großer Saal
Weinprobe für Anfänger
Frankreich 2022 Regie: Ivan Calberac
92 Minuten
Der geschiedene Jacques, ein ruppiger Typ, betreibt allein einen kleinen Weinkeller, der kurz vor dem Bankrott steht. Hortense die sich für gemeinnützige Zwecke engagiert und entschlossen ist, nicht ewig Single zu bleiben, betritt eines Tages seinen Laden und sofort ist klar, dass da etwas zwischen ihnen ist. Also beschließt Hortense, sich für einen Weinverkostungsworkshop anzumelden. Doch für Jacques geht das alles zu schnell und ein unterdrücktes Trauma sucht sich einen Weg zurück an die Oberfläche. - Romantische Komödie, nicht nur für Weinkenner.

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Mo 28.11. - Mi 30.11. 20.00 Uhr Großer Saal
Bardo
Mexiko 2022 Regie: Alejandro Gonzalez Inarritu
174 Minuten Der besondere Film
Kurz bevor dem seit über einem Jahrzehnt mit seiner Frau und den zwei Kindern in den USA lebenden Journalisten und Dokumentarfilmer Silverio Gama als erstem Mexikaner ein renommierter Medienpreis verliehen werden soll, weilt er noch mal für einige Tage in seiner Geburtsstadt Mexiko-City. Hier will er seine Dankesrede vorbereiten und soll einem alten Kollegen ein Interview geben. Doch vor allem fängt er an, sich an die Zeit dort zu erinnern. Nach und nach verschwimmen Gegenwart, diese Erinnerungen, sein jüngstes Filmprojekt und seine neuesten Träume. Was eine einfache Reise sein sollte, wird so zur existenzialistischen Frage, was es in der heutigen Zeit bedeutet, ein Mensch zu sein.